Sich nicht zu verstecken sondern frühzeitig an den Markt zu gehen

lidela – licht design labor

Stellen Sie sich undIhr Startup Unternehmen lidela kurz vor!
Hallo, wir sind Michael Geiger, Sheng-Fen Lee und Berat Aktuna, die drei Gründer von lidela – licht design labor. Vor etwa einem Jahr haben wir lidela ins Leben gerufen und haben es uns zum Ziel gesetzt den Beleuchtungsmarkt zu revolutionieren. Statt Massenware und Serienproduktionbieten wir unseren Kunden die Möglichkeit ihre Wunschleuchte individuell zu gestalten. Dadurch bleibt ihnen die nervige und zeitraubende Suche in der Flut von Online-Portalen und Möbelhäusern erspart. Der Kreativität werden dabei keine Grenzen gesetzt. Man kann nicht nur zwischen verschiedenen Farben, Formen, Materialien, Gestellen oder Leuchtmitteln wählen; ob Lieblingspokémon oder das erste eigene Start-up-Logo – wir bringen es auf die Lampe! Ermöglicht wird das ganze durch moderne 3D-Druck-Verfahren und den Online-Konfigurator auf unserer Website. Letztendlich kann sich so jeder sein eigenes Unikat designen und seine Ideen verwirklichen. Denn in einem Zuhause fühlt man sich erst wohl, wenn es zu einem passt.

Wie ist die Idee zu lidela entstanden und wie haben Sie sich als Team zusammengefunden?
Jeder der schon mal umgezogen ist kennt sie, die Baufassung. Es ist die einfachste Leuchte die es gibt; schnell eingebaut spendet sieerst mal Licht während dem Einzug. Bei manch´ einem bleibt diese Leuchte dannunfreiwillig länger hängen, weil es schwer ist bei der riesen Auswahl genau das zu finden, was man sucht. Wir drei haben uns während dieser chaotischen Umzugszeit beim Fraunhofer IBP kennengelernt und hatten alle damit zu kämpfen. Wir wollten nicht nur irgendeine Lampe in der Wohnung haben, sondern etwas Besonderes. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen unsere Leuchten selbst zu bauen. Wir hatten den Vorteil, das nötige Werkzeug und Know-How bereits parat zu haben, aber das geht ja nicht jedem so. Deshalb haben wir uns vorgenommen es jedem zu ermöglichen, seine eigene Leuchte entwerfen und erschaffen zu können –ob für sich selbst oder als Geschenk.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Finanziert werden wir momentan noch durch das EXIST Gründerstipendium. Gerade sind wir in Gesprächen für eine Anschlussfinanzierung. Wir haben eine große Vision und uns ist bewusst, dass wir nicht über Nacht etwas erschaffen können, was es zuvor nicht gab. Trotzdem möchten wir uns nicht Jahre lang im Kämmerchen einschließen und nur an der Entwicklung arbeiten. Unsere Herausforderung ist es frühzeitig mit einem Produkt an den Markt zu gehen, ohne dabei die Qualität und die technologische Weiterentwicklung zu vernachlässigen. Außerdem möchten wir den größtmöglichen Grad an Individualität und Freiheit für unsere Kunden bei der Erstellung ihrer Leuchten bieten, jedoch ohne sie durch eine zu große Vielfalt zu überfordern. Uns ist das Kundenfeedback sehr wichtig, denn es hilft dabei die Balance zu erhalten. Eine starke Einbeziehung unserer Kunden und eine gute Betreuung gehen bei uns Hand in Hand.

Wie hat sich Ihr Startup seit dem Start entwickelt?
Vor etwa zwei Jahren haben wir damit begonnen uns mit der Idee zu beschäftigen, viel mit Geschäftsmodellen jongliert und uns Feedback eingeholt. Anschließend haben wir Prototypen gebaut, unsere Produkte entwickelt und unser Netzwerk ausgebaut. Im Juli 2016 hatten wir dann alles soweit um unseren Online Shop zu eröffnen. Jetzt begrüßen wir unsere ersten Kunden und streben strategische Partnerschaften zum Wachstum an.

Wer ist die Zielgruppe von lidela?
Unsere Kunden sind vor allem Privathaushalte, aber auch kleine Firmen und Hotels. Sie sind interessiert an individuellen und modernen Produkten, die auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dazu gehören beispielsweise Eltern die gerne das von Ihrem Kind gemalte Bild auf einer Leuchte haben möchten, Pokémon-Fans die sich selbst mit ihrem Begleiter verewigen möchten, aber auch Designer und Künstler. Hoteliers und Firmen hingegen nutzen unser Angebot gerne, um ihr Branding durch Druck ihres Logos zu stärken oder sich durch den außergewöhnlichen Look von der Masse abzusetzen.

Was ist das Besondere an den Leuchten von lidela?
Freiheit in der Gestaltung aller Komponenten einer Leuchte, und davon in Zukunft noch mehr. Das individuelle Motiv wird nicht einfach nur als Bild aufgebracht, sondern als 3D Reliefstruktur auch fühlbar in die Leuchte eingearbeitet.Zusätzlich zur Individualitätlegen wir großen Wert auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. So sind unsere Schirme mit vorhandenen Fassungen von beispielsweise IKEA kompatibel und vermeiden dadurch Abfall. Sie können bald durch unser Produktionsnetzwerk für jeden regional in der Nachbarschaft ausgedruckt werden und sparen CO2 durch den entfallenden Versand. Außerdem bestehen sie aus recyclebaren und biologisch abbaubaren Materialien.

Wie ist das bisherige Feedback?
Überwältigend! Es ist nicht so einfach zu vermitteln was hinter der Idee steckt und wie man sich so eine Leuchte vorstellen soll, aber wer seine eigene Leuchte in der Hand hatte, wollte sie nicht mehr hergeben. Wir freuen uns über die strahlenden Augen, genauso wie über die vielen wertvollen Anregungen und Ideen.

lidela, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben einen langen und spannenden Weg vor uns. Nach der Etablierung in Deutschland möchten wir mithilfe unserer Partner den Markt weltweit erschließen. Auch technologisch haben wir noch einige Ideen auf Lager, die wir bis in 5 Jahren umgesetzt haben wollen. Darunter die 3D-Gestaltung der Leuchten und eine „Augmented Reality Vorschau“ für zuhause. Außerdem möchten wir unser Fachwissen aus unserer Zeit in der Forschung im Bereich Lichttechnik und intelligente Lichtsteuerung stärker mit einbringen. Die Industrie wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Kunden haben ein höheres ökologisches Bewusstsein und fordern immer mehr Individualität. Wir werden dafür sorgen, dass die Menschen bekommen, was sie sich wünschen!

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Sich nicht zu verstecken sondern frühzeitig an den Markt zu gehen. Das Feedback das man bekommt und der rechtzeitige Aufbau von Sichtbarkeit sind sehr wichtig.

Wir bedanken uns bei Michael Geiger, Sheng-Fen Lee und Berat Aktuna für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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