Lexagirl Naturkosmetik für junge Haut

Lexagirl sanfte Pflege mit gutem Gewissen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Lexagirl doch kurz vor!
Naturkosmetik für junge Haut, eine Marktlücke, die Lexagirl ausfüllt. Das hessische Unternehmen produziert vegane, und zertifizierte Naturkosmetik. Kosmetik für Mädchen: sanfte Pflege mit gutem Gewissen. „Keine Tierversuche, ausschließlich beste natürliche Inhaltsstoffe“, ist die Maxime, die Inhaberin Birgit Ebner konsequent befolgt.
Lexagirl weiß, was Mädchen wollen, weil ein Mädchen die Entwicklung der Produkte maßgeblich beeinflusst. Von Ebners Tochter Lilly Alexandra stammt die Anregung, Lexagirl zu gründen, nachdem Mutter und Tochter vergeblich Naturkosmetik für Heranwachsende gesucht hatten. Jetzt ist Lilly Alexandra das Gesicht der Firma. Die Junior-Chefin pflegt in den Sozialen Medien den Kontakt zur Lexagirl-Community, gibt Pflege-Tipps oder berichtet von den Abenteuern einer Jung-Unternehmerin.

Wie ist die Idee zu Lexagirl entstanden?
Am besten wir lassen Lilly Alexandra ihre Geschichte erzählen: In Los Angeles leben, eine eigene Kosmetik-Marke aufbauen. Ein Wunschtraum, von dem ich meiner Mutter Ende 2014 nach unserer USA-Rundreise erzählte. Wir hatten in den USA Pflegeprodukte gesehen, die in Deutschland niemand kennt, und Drogerien, die so groß waren wie hier ein Supermarkt. Für mich als Kosmetik-Suchti war das eine lehrreiche Abenteuerreise und ein Anlass mir auszumalen, was ich mit meinem Leben machen möchte.
Viel eher als erwartet wurde eine Hälfte meines Traums Wirklichkeit. In Los Angeles lebe ich vielleicht später einmal, eine eigene Kosmetik-Marke habe ich jetzt schon. Sie trägt sogar meinen Namen. Aus „Lilly“ und „Alexandra“ haben wir „Lexa“ gemacht. Kosmetik beschäftigt mich schon lange. Nach der Schule stöbere ich oft mit Freundinnen in Drogerien. Wir testen Cremes, erkunden die neuesten Duftkompositionen und halten uns auf
dem Laufenden, was die Kosmetikindustrie sich einfallen lässt, um unsere Haut zu verwöhnen. Aber meine Mutter reagierte oft skeptisch, wenn ich ihr nach dem Drogerie-Besuch die neuesten Cremes und Lotionen präsentierte. Sie war längst auf Naturkosmetik umgestiegen, und sie wollte nicht, dass ich meine Haut mit industriellen Chemiebomben behandele.
Ich will das auch nicht mehr, seitdem ich mich damit beschäftigt habe, wie sehr im Labor angerührte Inhaltsstoffe unsere Körper belasten – und die Umwelt. Meine Gesundheit will ich mit Kosmetik erhalten, nicht gefährden. Kein Tier soll leiden, keine Blume eingehen, nur weil jemand im Labor Kosmetik entwickelt. Auch ich wollte Naturkosmetik ausprobieren, natürliche Produkte für junge Haut. Und stellte fest: Die gibt es nicht. Also machen wir das jetzt selbst. Meine Mutter wollte erst daheim Naturkosmetik oder auch vegane Cremes nur für mich herstellen, aber als ich ihr sagte,dass meinen Freundinnen das auch gefallen würde, fiel uns auf, dass wir eine Marktlücke gefunden haben: Naturkosmetik für Mädchen. Anstatt daheim zu experimentieren, haben wir uns nach einem Produzenten umgeschaut.
Bis ich das erste Mal unsere „Sunkissed-Creme“ und den „Foaming Face Wash“ ausprobieren konnte, war einiges zu tun. Dem Produzenten habe ich erklärt, worauf wir Mädchen Wert legen. Zum Beispiel auf cremigen Schaum aus dem Pumpschäumer oder auf eine Gesichtscreme, die Poren verschwinden lässt, Pickel bekämpft, aber die Haut nicht verklebt. Dutzende Probelotionen und Probecremes habe ich in diesen ersten Wochen getestet und an zahllosen Duftproben geschnuppert, bis alles so gut war, dass ich gerne mit meinem Namen dafür stehe.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Birgit: Spannend aber auch herausfordernd war die Zusammenarbeit mit den Forschungsmitarbeitern unseres Produzenten. Denen hat Lilly ja erklärt wie die „ideale“ Creme und der „perfekte“ Reinigungsschaum aussehen soll. Die Umsetzung unserer Ideen in die fertige Creme hat aber einiges an Geduld erfordert. Wir haben dann immer neue Zusammensetzungen getestet und „Kritikmanöver“ gehalten bis alles zu unserer Zufriedenheit war. Sehr arbeitsintensiv war dann auch das Design und die technische Umsetzung der Etiketten. Diese mussten aufwendig gestaltet und für die unterschiedlichen Verpackungen angepasst werden. Für diese Arbeit hatten wir eigentlich 2 Wochen eingeplant, dann sind aber fast 2 Monate draus geworden. Deshalb ist mein Rat an jeden Gründer der Etiketten entwerfen will – rechtzeitig anfangen. Finanziert haben wir Projekt aus eigenen Mitteln.

Wer ist die Zielgruppe von Lexagirl?
Wir denken, dass sich in jungen Jahren entscheidet welche Haut ein Mädchen später einmal haben wird. Deshalb sagen wir auch: start young – stay bright. Unsere Pflege ist für Mädchen ab 10 Jahren geeignet und für die ersten Anzeichen unreiner Haut haben wir auch ein Produkt auf Teebaumöl-Basis. Wir haben aber auch festgestellt, dass viele Mütter auch sehr gerne den „Foaming Face Wash“ benutzen und Lillys Opa ist z.B. ein großer Fan unserer „Heavenly Handcreme“ 🙂

Aus welchen Zutaten bestehen die Produkte? Woher stammen die Zutaten?
Als Kosmetikfirma mit Produkten für die Haut junger Mädchen, haben wir den Anspruch an größtmögliche Natürlichkeit. Aus diesem Grund erfüllen unsere Produkte der pflegenden Kosmetik die strengen Richtlinien zertifizierter Naturkosmetik. Wir haben uns nach den Standards von NCS (Natural Cosmetic Standard), der die Qualitäten der Inhaltsstoffe von Naturkosmetik regelt, zertifizieren lassen. Dieser Standard erlaubt u.a. nur Inhaltsstoffe
natürlichen Ursprungs.
Abgestimmt auf die Bedürfnisse der jungen Haut verwenden wir z.B. Bio-Sanddornöl und Avocadoöl, Traubenkernöl, Mandelöl oder auch Sheabutter. Soweit es uns möglich ist, verwenden wir natürliche Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau.

Lexagirl, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wünschen uns, dass in 5 Jahren möglichst viele Mädchen ihre Haut mit Naturkosmetikprodukten pflegen, am besten natürlich mit Lexagirl Naturkosmetik.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Soweit es geht sollte eine zeitliche Agenda aufgestellt werden. Nur so so lässt sich erkennen welche Arbeiten zuerst erledigt werden müssen, damit der nachgelagerte Prozess nicht ins Stocken gerät. Als bei uns z.B. die Etiketten nicht rechtzeitig fertig wurden, musste die gesamte Produktion 2 Wochen nach hinten geschoben werden.
Ein Blick in den Ferienkalender ist auch Pflicht, denn wir haben die Erfahrung gemacht, dass in Weihnachtsferien zwischen den Jahren nur mit angezogener Handbremse in vielen Firmen gearbeitet wird. Mehr Zeit einplanen steht also ganz oben auf der Gründungsagenda:-)
Frühzeit sollte auch an die Einbindung der Idee in den Sozialen Medien gedacht werden. Am besten ist es schon in der Gründungsphase aktiv zu werden um das Interesse an dem Startup zu wecken.

Wir bedanken uns bei Lilly und Birgit  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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