Samstag, Oktober 16, 2021

Nicht zu hohe Erwartungen und unrealistische Ziele setzten

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Less Waste Club: Körperpflegeprodukte in Pulverform – pH-Neutral, ohne Silikone, ohne Parabene, ohne Mikroplastik, 100% vegan, biologisch abbaubar und Made in Germany.

Stellen Sie sich und das Startup Less Waste Club doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin die Rosalie Co-Gründerin vom Less Waste Club, welchen ich letztes Jahr zusammen mit meinem Mitgründer Max gegründet habe. Max und ich haben uns vor der Gründung Gedanken gemacht, wie man das Einweg-Plastikproblem in unseren Badezimmern in den Griff bekommen könnte. Denn jedes Jahr landen mehr als 2 Mrd. Einweg-Plastikflaschen allein aus unseren Badezimmern auf dem Müll. Gleichzeitig gelangen unzählige Tonnen an schwer für die Natur abbaubaren Inhaltsstoffen in den Wasserkreislauf. 

Wir haben uns überlegt, dass es so nicht weitergehen kann und es smartere Lösungen für herkömmliche Körperpflege geben muss. Mit dem Less Waste Club bieten wir innovative Lösungen an, die nicht nur in ihrer Anwendung einfach sind, sondern auch weniger Müll als herkömmliche Pflege verursachen. Schaut man sich die Inhaltsstoffliste herkömmlicher Körperpflegeprodukte an stellt man fest, dass diese bis zu 90% aus Wasser bestehen. Etwas, das man ohnehin zum Duschen, Händewaschen etc. benötigt. 

Mit unseren Körperpflegeprodukten in Pulverform setzen wir genau hier an. Wir verzichten bei unseren Produkten auf Wasser, reduzieren uns aufs Wesentliche und setzen auf die puren Inhaltsstoffe in Pulverform. Zuhause gibt man dann das benötigte Leitungswasser zu unserem Pulver in einen passenden Spender, schüttelt diesen kurz und fertig ist das gewohnte flüssige Körperpflegeprodukt. Unsere Pulver sind in Papier verpackt und ersetzen dadurch viele Einweg-Plastikflaschen. Durch die Reduktion von Gewicht und Volumen reduzieren wir den CO2 – Footprint bis zu 87% im Vergleich zu herkömmlichen Körperpflegeprodukten.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich wollte durch mein tägliches Tun einen spürbaren und sichtbaren Mehrwert für unsere Umwelt und meine Mitmenschen schaffen. Einfach selber die Dinge in die Hand nehmen und etwas gegen das immer stärker werdende Plastikproblem unternehmen. Den nötigen Schubs hat dann tatsächlich Corona gebracht. Ich habe bereits im ersten Lockdown erkannt, dass ich die Krise als Chancen sehen kann um endlich die eigenen Ideen in die Realität umzusetzen und einen „Neustart“ zu wagen. Gemeinsam mit meinem Co-Gründer Max habe ich damals beschlossen: „entweder ganz oder gar nicht“ – das war dann auch tatsächlich der finale Moment, um aus meiner Komfortzone heraus zu gehen. 

Welche Vision steckt hinter Less Waste Club?

Die Vision mit dem Less Waste Club ist es Produkte des täglichen Lebens in puncto Nachhaltigkeit zu verbessern und das allgemeine Verständnis zum Thema Rohstoffe bzw. Müll neu zu definieren. Wir glauben dabei an das Prinzip der „Circular Economy“. Rohstoffe sind zu wertvoll, um nach einmaligem Gebrauch im Müll zu landen! Gleichzeitig möchten wir mit unserem Less Waste Club das Thema Nachhaltigkeit von seinem oft sehr angestaubten Image befreien. „Öko“ kann cool und muss auch cool sein, um massentauglich zu werden. Durch die Kombination von gutem Design und kompromissloser User Experience wollen wir unseren Teil zu einer sauberen und nachhaltigen Zukunft beitragen. Unsere Körperpflegeprodukte in Pulverform sind dabei nur der Anfang. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Der Schritt in die Selbständigkeit. Tatsächlich zu sagen, „Ich verlasse das sichere Ufer und begebe mich in diese Ungewissheit“. Einen sicheren Job zu verlassen für etwas, bei dem man nicht 100% sicher gehen kann, dass es auch tatsächlich funktioniert. Aus dem Grund haben wir auch direkt zu Beginn eine Crowdfunding Kampagne gestartet, mit der wir auch unser erstes Produkt, unser Duschgel Pulver, finanziert haben. 

Wer ist die Zielgruppe von Less Waste Club?

Im Grunde ist jede:r in unserer Zielgruppe, der/die Nachhaltigkeit in seinen/ihren Alltag integrieren möchte, ohne dabei auf gewohnten Komfort verzichten zu müssen. 

Wie funktioniert Less Waste Club? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir ermöglichen unseren Kunden mit unseren Produkten ihren gewohnten Lebensstil beizubehalten und trotzdem, ohne Verzicht auf Komfort, einen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten. Unsere Produkte zu nutzen ist genauso einfach wie Kaffee zu zubereiten. Im Gegensatz zu herkömmlichen flüssigen Produkten ist unser Pulver in Papier verpackt und ersetzen so eine Menge an unnötigen Einweg-Plastikflaschen. Durch die Reduktion von Gewicht und Volumen reduzieren wir den CO2 – Ausstoß um bis zu 87% im Vergleich zu herkömmlichen Körperpflegeprodukten.

Allein mit unserem Duschgel Pulver kann eine Person im Jahr bis zu 11 Einwegplastikflaschen im Badezimmer einsparen. Für ein Duschgel reichen 25g Pulver aus. Bei unserer Reise haben wir von Anfang an unsere Community mitgenommen. Bei uns liegt ganz klar der „Club Gedanke“ im Vordergrund – für uns ist unsere Community extrem wichtigst. Unsere „Club Mitglieder“ werden von uns bei allen Abstimmungen miteinbezogen und ihre Zufriedenheit steht bei uns an oberster Stelle. 

Aus unserer Sicht gibt es drei Punkte die unsere Produkte besonders machen. Erstens, die Verpackung. Wir setzen auf eine Papierverpackung und können dadurch die überflüssige Einwegplastikverpackung ersetzen. Zweitens, wir verzichten auf Wasser. Dieser Inhaltsstoff wird ohnehin zur Körperpflege benötigt. Es macht also keinen Sinn diesen durch die Republik zu transportieren. Dadurch sparen wir bis zu 87% an CO2 im Vergleich zu herkömmlichen Körperpflegeprodukten ein. Und Last but not the least: Die Inhaltsstoffe. Hier bieten wir unseren Kunden 100% Transparenz. Wir beschreiben bei jedem einzelnen Inhaltsstoff ausführlich um was es sich dabei handelt, was die Funktion ist und warum wir uns dafür entschieden haben. Wir setzen auf natürliche und fair produzierte Inhaltsstoffe. Unsere Produkte schonen die Haut, sind pH-Neutral, kommen komplett ohne Silikone, Parabene, Mikroplastik und Mineralöl aus. Gleichzeitig haben wir auf faire Lieferketten geachtet. Zudem sind sie zu 100% vegan, biologisch abbaubar und Made in Germany. 

Less Waste Club, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Aktuell sind wir in der Entwicklung weiterer Körperpflegeprodukte (wie z.B. unserem Shampoo) und neuer Geruchsrichtungen. Das ist aber sicher noch nicht das Ende. Das Badezimmer ist für uns nur der Anfang – darüber hinaus gibt es aber so viele weitere Bereiche in den eigenen vier Wänden die nachhaltiger, einfacher und besser gestaltet werden können und vor allem müssen. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Vor einer Gründung sollte sich jeder noch einmal die Frage stellen: Bin ich von meinem Produkt so überzeugt, dass ich bereit bin, die ersten Jahre des Unternehmens komplett dem Thema Gründung zuzuschreiben und auf viele Dinge deswegen zu verzichten? 

So oft man diesen Tipp auch noch hören wird. Machen! Einfach anfangen. Der Rest ergibt sich dann schon irgendwie.

Nicht zu hohe Erwartungen und unrealistische Ziele setzten, diese kann man nur verfehlen! Und dann heißt es: nicht aufgeben, Hilfe von anderen Unternehmern annehmen und weitermachen. 

Wir bedanken uns bei Rosalie und Max für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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