Samstag, Januar 29, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Lendis intelligentes Tool für hybrides Arbeiten – hybrider Arbeitsplatz

Stellen Sie sich und das Startup Lendis doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind das Berliner Start-up Lendis und haben ein intelligentes Tool für hybrides Arbeiten entwickelt: Eine B2B-Softwarelösung, mit der Unternehmen ihr Arbeitsequipment von Laptop mit Software bis zum Bürostuhl mieten und digital verwalten können. So bieten wir eine Komplettlösung für den hybriden Arbeitsplatz und unterstützen so Unternehmen in der sonst oft komplizierten und zeitraubenden Organisation der Arbeitsplatzausstattung – insbesondere in Zeiten hybrider Arbeit und Mitarbeitern, die an den verschiedensten Orten außerhalb des klassischen Büros arbeiten.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Stavros und ich kennen uns seit unserer gemeinsamen Zeit an der WHU – Otto Beisheim School of Management und der Boston Consulting Group. Als wir dort gemeinsam bei Kunden vor Ort gearbeitet haben, haben wir festgestellt, wie aufwendig und kompliziert alle Prozesse rund um die Ausstattung von Mitarbeitenden sind. Es werden unglaublich viele Ressourcen für das Thema Büro- und Mitarbeitendenausstattung eingesetzt – ein Thema, das nichts mit der Wertschöpfung und der Kernkompetenz vieler Unternehmen zu tun hat. Kaum ein anderer Prozess in Unternehmen läuft heute noch so analog ab wie die Bereitstellung und Verwaltung von Büroausstattung. Wir wussten, wir wollen das ändern. 

Angetrieben von dieser Beobachtung und diesem Gedanken haben wir dann Lendis gegründet. Gerade mit der Pandemie wurde die Komplexität und der Aufwand verbunden mit der Ausstattung von Mitarbeitenden in Unternehmen noch größer: in Zeiten von Hybrid-Work müssen die Mitarbeitenden nicht nur an einem Ort, also im Büro, sondern an ganz vielen Orten, wie zum Beispiel auch im Homeoffice einsatzfähig gemacht werden. Dadurch wird die Koordination aufseiten des Unternehmens um ein vielfaches komplexer. Wir haben daher angefangen, über unsere ursprüngliche Idee hinauszudenken und haben gemeinsam mit unseren Kund*innen eine Software-Lösung entwickelt, die diese Herausforderung löst: die Lendis-Plattform bietet unseren Kund*innen eine “One-Stop-Shop-Möglichkeit”, die komplette Ausstattung ihrer Mitarbeiter einfach und digital abzubilden – unabhängig vom Arbeitsort des Mitarbeiters und das ganze in einem monatlich kündbaren Abo-Modell. 

Vereinfacht gesagt: Das Unternehmen definiert die Produktpalette, Mitarbeitende oder Führungskräfte können ihre gewünschten Produkte dann anhand der vorgegebenen Unternehmensrichtlinien selbst bestellen, und Lendis übernimmt dann alle operativen Aufgaben wie Lieferung, Montage, Support, Umtausch und Rückgabe.

Welche Vision steckt hinter Lendis? 

Die hybride Arbeitswelt ist hier, um zu bleiben. Deshalb wollen wir  Unternehmen mit unserer Lösung dabei helfen, Remote-Arbeitsplätze für ihre gesamte Belegschaft digital aufzusetzen und zu verwalten – und das in Sekundenschnelle. Damit stehen endlich die Angestellten im Mittelpunkt – und nicht der Ort, an dem die Arbeit stattfindet. Im nächsten Schritt wollen wir den gesamteuropäischen Raum erobern und unseren Service jedem europäischen Unternehmen zur Verfügung stellen, das seinen Mitarbeitern effiziente und gut funktionierende Arbeitsplätze bieten will – egal ob im Büro oder remote. Jeder Schritt, den Lendis unternimmt, folgt der Vision, DAS Betriebssystem für hybrides Arbeiten in der Zukunft zu werden.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Als Stavros und ich entschieden hatten, gemeinsam zu gründen, haben wir uns sehr strukturiert verschiedene Ideen, Märkte und Geschäftsmodelle angeschaut und nach verschiedenen Kriterien, wie z.B. Marktgröße, Wachstum oder auch Trends, bewertet. Zusätzlich haben wir viele Gespräche mit Unternehmen – also potenziellen Kunden – geführt, um ein Gespür für die größten Probleme und Pain Points zu bekommen und auch unsere Hypothesen auf dem Weg zur Entwicklung einer Lösung zu validieren. Zu den größten Herausforderungen vor und  in der Gründungsphase von Lendis gehörte sicherlich auch, den richtigen Product-Market-Fit zu finden und unser Angebot dabei kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ganz am Anfang haben wir uns dafür noch aus eigener Tasche finanziert und die ersten Monate von unseren Ersparnissen gelebt. Kurz darauf im Sommer 2018 kam mit PICUS dann unser erster VC-Investor dazu, der uns seitdem in allen Belangen unterstützt.

Wer ist die Zielgruppe von Lendis?

90 Prozent aller Unternehmen werden in Zukunft hybrid arbeiten. Unsere B2B-Softwarelösung unterstützt sowohl Konzernen wie Lufthansa und WWF, aber auch schnell wachsenden Start-ups wie Personio und infarm dabei, ihre Arbeitsprozesse zu digitalisieren und ihren MItarbeitenden überall einen produktiven Arbeitsplatz zu bieten.

Wie funktioniert Lendis? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir haben eine Software-as-a-Service-Plattform entwickelt, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Workflows rund um die Ausstattung von Mitarbeitern mit Equipment, z.B. das On- und Offboarding, technischen Support oder die dezentrale Bestandsverwaltung digital abzubilden. Personal- und IT-Manager können mit Lendis bis zu 75 Prozent der Zeit einsparen, die sie für das On- und Offboarding von Angestellten oder für administrative Aufgaben wie die Rechnungsstellung aufwenden.

Das schöne für unsere Kunden ist, dass unsere Lösung nicht bei der Digitalisierung von Beschaffungsprozessen aufhört, sondern Unternehmen über uns in einem monatlich kündbaren Abo-Modell die gesamte benötigte Ausstattung gleich “mitmieten” können – Laptops, Smartphones, Stühle, Schreibtische und auch Akustiklösungen, alles bekommt man bei Lendis direkt aus einer Hand. 

Nach der Bestellung kümmern wir uns dann um den gesamten Lebenszyklus des Equipments. Von der Lieferung und Montage über den Support und die Instandhaltung bis hin zur Abholung des Inventars. Mit einem eigens von uns entwickelten Feature behält man zudem den Überblick über die Verteilung, den Zustand und die Kosten des Inventars.

Mit unserem Abo-Modell sparen Unternehmen bares Geld:

Eine Firma mit mehr als 10.000 Mitarbeitenden kann bis zu 1,7 Millionen Euro an Ausgaben verbunden mit Equipment einsparen, während eine kleinere Firma mit ungefähr 1.000 Mitarbeitenden bis zu 380.000 Euro spart. 

Nachhaltiges wirtschaften ist uns sehr wichtig. Deswegen arbeiten wir zu 100% klimaneutral. Wir folgen dem Konzept der Circular Economy und vermieten unsere Ausstattung mehrmals. So verlängert sich die Lebensspanne des einzelnen Produkts. Zudem kooperiert Lendis nur mit Lieferanten, die sich an nachhaltige und umweltfreundliche Produktionsverfahren halten. Es ist dennoch leider unvermeidbar, dass während des Lebenszyklus’ eines Produktes CO2-Emissionen entstehen. Um diese zu kompensieren, arbeiten wir mit unseren Partner planetly und forto zusammen. Große Unternehmen, die mit uns zusammenarbeiten, kompensieren bis zu 6 Millionen Kilogramm CO2 Emissionen, während kleinere bis zu 2 Millionen Kilogramm ausgleichen.

Lendis, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen bis 2023 DAS Betriebssystem für hybrides Arbeiten in Europa werden. Deshalb arbeiten wir laufend an der Verbesserung und Erweiterung unserer Software, um Arbeitsprozesse und das Management der Ausstattung für Unternehmen weiter zu vereinfachen. Wir wollen in Zukunft jedes Unternehmen in Europa unterstützen, das seinen Mitarbeitenden einen effizienten und produktiven Arbeitsplatz bieten will – egal ob in einem Büro oder remote.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Viel mit Kunden sprechen! Nur durch intensive Kommunikation mit potenziellen Kund*innen könnt Ihr wichtige Insights und belastbare Erkenntnisse für die Entwicklung Eurer Lösung gewinnen und herausfinden, ob Eure Hypothesen wirklich stimmen. 

Probieren geht über studieren! Manchmal ist es besser, mit der vielleicht noch nicht ganz perfekten Idee schnell rauszugehen und sich auszuprobieren, statt zu viel darüber nachzudenken. Fehler machen ist erlaubt, schließlich lernt man dadurch am meisten und entwickelt sich stetig weiter. 

Ihr braucht ein starkes Team! Die ersten Kollegen, die Ihr einstellen werdet sind die wichtigsten. Wenn Ihr es schafft schon zu Beginn ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen, dann könnt Ihr gemeinsam auch hoch gesteckte Ziele erreichen.

Wir bedanken uns bei Julius Bolz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder


Premium Start-up: Lendis

Kontakt:

Lendis GmbH
Oranienburger Straße 66
D-10117 Berlin

https://www.lendis.io/
konrad.lange@lendis.de

Ansprechpartner: Konrad Lange

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