Dienstag, September 27, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Das Startup Lemontaps  ist Teil der Gründermotor Meisterklasse#7: In diesem Interview erzählen die Gründer:innen mehr

Stellt euch und euer Startup doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Raji und Anna, die beiden Gründer von Lemontaps und als Digital Natives haben wir uns schon immer gefragt, wieso man eigentlich noch Papiervisitenkarten benutzt? Die ganze Welt ist digital und legt Wert auf Nachhaltigkeit, aber wenn es um den Kontaktaustausch geht, verteilt man hunderte Papierkarten, die dann auch noch manuell abgetippt werden müssen. Außerdem sind dann meistens noch weitere Schritte notwendig, um wirklich in Kontakt zu treten, z.B. schickt man noch eine E-Mail hinterher, vergibt Flyer und Broschüren und vernetzt sich auf Linkedin. Zudem müssen bei jeder kleinen Änderung wieder neue Karten gedruckt werden. 

Hier greift die Idee von Lemontaps. Lemontaps macht das Networking digital & nachhaltig.  Der Kern ist ein digitales Profil in Form einer Webseite. Diese Webseite lässt sich ganz einfach über eine smarte Karte, einen QR-Code oder einen Link mit einem anderen Handy teilen. Auf dem digitalen Profil kann man nicht nur die gängigen Kontaktinformationen wie Mailadresse, Telefonnummer und Anschrift angeben, sondern auch Dokumente, Flyer und Links zu verschiedenen sozialen Netzwerken hinterlegen. Empfänger können nun den Kontakt mit nur einem Klick direkt in das Telefonbuch einspeichern und können sogar ihre Kontaktdaten DSGVO konform mit dem Lemontaps Nutzer teilen. 

Wir bei Lemontaps bieten also eine einfache, effiziente und nachhaltige digitale Lösung an, um unseren Nutzern ein persönliches Erlebnis beim Austausch der Kontaktinformationen zu ermöglichen. 

Neben uns Gründern besteht das Team aus drei Entwicklern, zwei Mitarbeitern im Marketing und einer Vertrieblerin. 

Warum habt ihr euch entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Raji und ich hatten beide schon immer Interesse und Freunde am Gründen. Beispielsweise hat Raji in Karlsruhe ein Food-Startup gegründet. 

Als ich während meines Auslandssemester in den USA gemerkt habe, dass es sehr schwierig ist, eine geeignete Wohngemeinschaft zu finden und Raji in Karlsruhe dasselbe Problem hatte, kam uns die Idee eine internationale WG-Plattform zu gründen. Dies war unser erstes Startup, welches wir während unserer Studentenzeit verfolgt haben. Diese Idee war wegen der Covid-Pandemie irgendwann nicht mehr lukrativ und dementsprechend nicht mehr umsetzbar. Daraufhin haben wir einen damaligen Konkurrenten dabei geholfen, von Barcelona in den deutschen Markt zu expandieren. Ein paar kleine Projekte wie zum Beispiel das Betreiben eines Popup-Store für Merchandise haben wir auch ausprobiert. Wir haben also immer viel ausprobiert, waren schon immer daran interessiert zu Gründen und hatten auch Freude daran. 

Schließlich haben wir uns wieder an unser Problem mit den Visitenkarten erinnert und uns vermehrt auf den Bereich Internet of Things konzentriert und sind schließlich auf die Idee von Lemontaps gekommen.

Wie habt ihr euch als Gründerteam zusammengefunden?

Wir haben uns während des Studiums kennengelernt. Wir haben beide am KIT in Karlsruhe Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Und wir haben uns am Anfang unseres Studiums, während der Orientierungs- und Einführungswoche, kennengelernt und sind Freunde geworden. Raji war schon immer am Gründen und allem was damit zu tun hat interessiert und hat zu der Zeit auch schon bei einem Gründungswettbewerb mitgemacht. Durch sein Interesse am Gründen bin Ich auch auf das Thema Gründen aufmerksam geworden. Dann haben wir im Laufe der Zeit immer mehr Projekte zusammen gestartet und jetzt sind wir hier!

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei euch aus?

Vormittags bearbeiten wir alle operativen Aufgaben. Wir halten Teammeetings ab und beantworten Anfragen und Probleme unserer Kunden. Nachmittags versuchen wir uns Zeit zu blockieren, um strategisch zu arbeiten. Da geht es dann darum, wie wir Lemontaps voranbringen können. Wir schauen uns unsere aktuellen Herausforderungen an und versuchen unser Produkt immer weiter zu verbessern und unsere Vertriebswege auszubauen. Da wir mit Lemontaps ein Tool fürs Netzwerken machen, betreiben wir auch selbst viel Networking und lieben es neue Menschen kennenzulernen. Dies ist in den meisten Fällen auf Events oder LinkedIn. 

Generell arbeitet unser ganzes Team hybrid. Wir haben unser Office in Stuttgart, aber die Hälfte unseres Teams arbeitet remote.

Was unterscheidet euch von anderen Unternehmen?

Zum einen unser Team. Wir haben ein junges und motiviertes Team aufgebaut. Unser Durchschnittsalter bei Lemontaps beträgt knapp 25 Jahre. Alle haben eine Hands On Mentalität und den Drive, viel zu selbst zu erlernen, weshalb uns die Zusammenarbeit richtig viel Spaß macht. Da jeder bei Lemontaps, egal ob Praktikant oder Mitarbeiter, ab Tag 1 direkt viel Verantwortung bekommt, ist die Lernkurve für uns alle sehr viel steiler als bei anderen Unternehmen. Getreu nach unserem Motto „Persönlich durch und durch“ sieht auch der Umgang untereinander aus. Wir sind mit unseren Kunden genauso persönlich in Kontakt wie mit unserem Team. Dies führt zu vielen unterhaltsamen Videokonferenzen und positiven Vibes während der Arbeit. Es ist einfach unbezahlbar, wenn man eine Videokonferenz mit einem Lächeln auf den Lippen verlässt.

Zum anderen unterscheidet sich auch unser Produkt von anderen Unternehmen. 

Kaum Konkurrenten bieten die Sicherheit und den Datenschutz innerhalb der digitalen Visitenkarte an, die wir anbieten. Zudem lässt sich die Plattform für Unternehmen und Firmen nirgendwo so personalisieren wie bei uns. 

Wer ist eure Zielgruppe?

Generell besteht unsere Zielgruppe aus Menschen, die in ihrem Job viel netzwerken. Im Allgemeinen spricht unser Produkt alle Leute an, die sich bei dem Austausch von Kontaktinformationen den Papierkram sparen wollen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist und die eine einfache und effiziente Lösung wollen, um mit Leuten in Kontakt zu bleiben und neue Kontakte zu knüpfen. Gerade bei Vertrieblern und Maklern von Versicherungen oder Immobilien, die regelmäßig viele Kontakte knüpfen, bietet Lemontaps einen großen Mehrwert an. 

Warum habt ihr euch für die Gründermotor Meisterklasse#7 beworben?

Wir haben uns für die Meisterklasse#7 beworben, um besseren Zugang zu der Stuttgarter Gründerszene und zu Stuttgarter Unternehmen zu bekommen. Zudem hat die Meisterklasse ein großartiges Programm aufgesetzt, um uns vertieftes Wissen in Organisationsaufbau, Vertrieb und Fundraising mitzugeben. 

Außerdem fanden wir es super, dass man von Mentor:innen unterstützt wird, die selbst die Erfahrung gemacht haben und ihre Learnings und ihr Wissen uns mit auf den Weg geben können. 

Wie ist der Ablauf der Meisterklasse?

Die Meisterklasse ist am 25.03. gestartet. Die Meisterklasse beinhaltet 13 Termine, die jeweils freitags stattfinden. Es werden die verschiedensten Themen behandelt wie zum Beispiel Sales Training, Investor Sparring oder Fundraising und noch vieles mehr. Zudem hat man nach jedem Termin noch eine Stunde Zeit sich mit seinem Mentor:in zusammen über Fragen, Probleme und Learnings auszutauschen.

Wie werdet ihr von den Mentor:innen in der Meisterklasse unterstützt?

Uns wurde ein Mentor zugeteilt, der uns freitags nach den Terminen eine Stunde zur Verfügung steht. Wir können mit unserem Mentor frei jedes Thema besprechen, welches uns gerade beschäftigt und er gibt uns wertvolles Feedback. Außerdem bringt er uns auch mal aus unserem operativen Denken heraus und bringt uns dazu über wichtige strategische Themen nachzudenken. Er pusht unsere Motivation und holt aus uns viel heraus. Wie bei unserem Mentor, merkt man auch bei den anderen Mentor:innen die enorme Erfahrung. Alle waren entweder in einem Startup tätig oder haben selbst gegründet. Sie können dementsprechend einem sehr viel mitgeben und man beendet die Termine immer mit vielen neuen Einblicken, Ideen und Learnings.

Wo möchtet ihr am Ende der Meisterklasse stehen?

Unser Ziel ist es am Ende der Meisterklasse einen perfekten Pitch für Lemontaps zu haben, um Investoren für unsere nächste Runde zu überzeugen. Außerdem wollen wir gut mit der Stuttgarter Gründerszene und den Partnerunternehmen der Meisterklasse vernetzt sein. 

Wo seht ihr euch und euer Startup in fünf Jahren?

In fünf Jahren sind wir mit Lemontaps der Marktführer in Europa, ein weltweiter Player für digitale Visitenkarten und wir sind die perfekte Lösung für das effiziente Kontaktdaten-Management.

Welche drei Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Den ersten wichtigen Tipp, den wir angehenden Gründer:innen mit auf den Weg geben würden, ist dass man sich immer mit erfahrenen Gründer:innen austauschen sollte. Generell ist es einfach so viel wert, wenn man sich mit Leuten austauscht, die eine Runde weiter sind als man selbst. So spart man sich in der Zukunft viele eigene Learnings. Meinungen und Ratschläge von Experten sind einfach unbezahlbar.

Der zweite Tipp ist, dass es wichtig ist seinen Kunden zu verstehen, besser gesagt ihn wirklich richtig zu verstehen. Man muss das Problem der Kunden wirklich verstehen und auch verstehen, wie man dieses Problem für ihn lösen kann. 

Außerdem sagt einem jeder am Anfang, dass die Idee super ist, weil niemand aus deinem Bekanntenkreis unhöflich sein will. Wie man Interviews so führt, dass selbst die eigene Mutter einen noch nicht mal anlügen kann, hat uns das Buch „The Mom’s Test“ gezeigt. 

Der dritte Tipp von uns wäre folgender: Seid offen für Veränderungen. Auf dem Weg des Gründens muss man nicht nur sich selbst immer wieder verändern und sich neu entdecken, sondern auch die eigene Idee oder das eigene Produkt sollte immer verändert oder angepasst werden. Wie in vielen anderen Lebenssituationen bedeutet auch beim Gründen Stillstand nie etwas Gutes. 

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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