Sonntag, Juli 3, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Leapsome All-in-One-Plattform für Mitarbeiter in Organisationen

Stellen Sie sich und das Startup Leapsome doch kurz unseren Lesern vor!

Kajetan: Leapsome ist aus der Idee heraus entstanden, das Arbeitsleben zu verbessern – und zwar für Alle. Jenny und ich haben uns als Gründerteam die grundlegende Frage gestellt: “Was macht Mitarbeitende in einer Organisation erfolgreich?”

Um genau diese erfolgreiche Entwicklung von Mitarbeitenden in Organisationen zu unterstützen, kombinieren wir mit Leapsome OKRs, Feedback, Personal- und Entwicklungsgespräche, Umfragen zum Mitarbeiterengagement und Lernen – und zwar alles in einer einzigen, einfach zu bedienenden und flexiblen Plattform. 

Wir vereinfachen gerade auch das Managen, Weiterentwickeln und Führen von Remote-Teams und Onboardings.

Jenny: Gerade in einer Zeit in der die Komplexität durch remote und hybrides Arbeiten steigt, unterstützen wir Firmen und Führungskräfte ihre Mitarbeitenden erfolgreich zu machen, zu entwickeln und zu binden. Leapsome hat sich bei weltweit inzwischen über 1.000 Kunden in Europa, den USA, Australien und Asien bewährt. Damit sind wir zum globalen Marktführer in der noch jungen Kategorie “People Enablement” aufgestiegen.

Persönlich interessiere ich mich für Lern- und Bildungstechnologien, Transformation von Organisationen und die Zukunft der Arbeit. Mein besonderes Anliegen ist es, Impact, also echten Mehrwert für Unternehmen und Menschen zu generieren.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Jenny: Bevor ich gründete, arbeitete ich im Vertrieb sowie in strategischen und digitalen Transformations-Rollen in Medien-, Clean-Tech- und Tech-Unternehmen, auch in Non-Profit Organisationen. Während meiner Zeit dort stellte ich fest, dass die verschiedenen Organisationen gut geführt und auch erfolgreich waren – jedoch häufig nicht über die geeigneten Instrumente für sogenannte weiche Themen rund um die Entwicklung von Mitarbeitenden verfügten. Ein Problem, das mein Co-Gründer Kajetan von Armansperg und ich mit Leapsome lösen. Dass Kajetans Erfahrungen sich mit meinen gedeckt haben, hat uns zusätzlich bestärkt.

Noch eine Anmerkung: Diese Themen sind wirklich nur auf den ersten Blick weich. Denn unabhängige Studien zeigen, dass diese bei näherem Hinschauen de facto ganz zentral für jedes Unternehmen sind. So ist die Produktivität eines motivierten, gut gemanagten Teams beispielsweise rund ein Fünftel höher. 

Ich bin daher mehr denn je überzeugt, dass ich persönlich den meisten Impact generieren kann, indem ich mit Leapsome ein eigenes Unternehmen aufbaue und skaliere. Die Motivation, Probleme zu erkennen, Lösungen zu entwickeln und zu vermarkten und dadurch die Welt durch Unternehmertum ein Stück weit zu verbessern, ist und bleibt, was mich tief im Herzen antreibt.

Welche Vision steckt hinter Leapsome?

Jenny: Wir haben Leapsome gegründet, um die Produktivität und Zufriedenheit von Mitarbeitenden zu stärken und Organisationen gleichzeitig erfolgreicher zu machen.

Damit Mitarbeitende sich erfolgreich entwickeln können, müssen Ziele transparent kommuniziert und Leistung fair und nachvollziehbar beurteilt werden. Zudem muss Entwicklung gefördert, entsprechendes Feedback gegeben und Unterstützung angeboten werden. Vor allem sollte es einen strukturierten, weitgehend automatisierten, zugleich aber auch individuell zugeschnittenen, Prozess für die Weiterentwicklung eines jeden Mitarbeiters und einer jeden Mitarbeiterin geben.

Dies ist leider in den allermeisten Fällen noch keine Selbstverständlichkeit. Laut Gallup bezeichnen sich weltweit nur 15 Prozent aller Mitarbeitenden als “engaged” – und dies in einer Zeit, in der Millennials und der GenZ ein erfüllendes Arbeitsleben wichtiger als vorherigen Generationen ist. Genau dieser Diskrepanz wollen wir mit Leapsome einen Schlussstrich setzen. 

Von der Idee bis zum Start, was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Kajetan: Von dem Gründungsjahr 2016, bis März 2022 haben wir Leapsome umsatzbasiert auf mehr als 1000 Kunden rund um den Globus skaliert – ohne jegliches Fremdkapital. Jenny und ich hatten lediglich das erforderliche Stammkapital für eine GmbH eingezahlt. Leapsome agiert daher extrem kapitaleffizient – was mit Sicherheit auch damit zusammenhängt, dass wir unsere eigene Software-Lösung von Anfang an nutzen. Erst im März haben wir dann in einer Series A 60 Millionen US-Dollar eingenommen, um das aktuelle “Window of Opportunity” zu nutzen – denn der Bedarf für eine Lösung wie Leapsome könnte kaum größer sein: Der Fachkräftemangel ist in aller Munde und gleichzeitig sprechen wir von einer “Great Resignation” – immer mehr Mitarbeitende überlegen, ihren Arbeitsplatz zu wechseln. Unternehmen profitieren daher doppelt, wenn sie ihre eigenen Talente weiterentwickeln und halten.

Jenny: Wir haben unseren ersten Prototypen in Kajetans Küche gebaut und sind durch permanentes Iterieren schließlich bei unserer aktuellen Lösung gelandet, die wir ebenfalls fortlaufend weiterentwickeln. Wir stellen uns daher jeden Tag aufs neue der Herausforderung, unsere Lösung anhand der Wünsche und Präferenzen unserer Kunden zu prüfen und weiterzuentwickeln. Stillstand bedeutet für uns Rückschritt.

Noch eine Anmerkung zu unser Finanzierungsrunde: Die Entscheidung Geld aufzunehmen haben wir ganz pragmatisch getroffen. Wir hätten es nicht gemusst. Jedoch haben wir die Ambitionen, ein globales Produkt aufzubauen. Und es ist schön, aus einer Position der Stärke heraus ins Fundraising zu gehen, nicht, weil man unter Druck ist und das Geld braucht. Leapsome ist schließlich auch ohne VC-Gelder genauso schnell gewachsen, wie die besten von VC-unterstützten Firmen in ihrem Bereich.

Wer ist die Zielgruppe von Leapsome?

Jenny: Prinzipiell jede Organisation weltweit. Natürlich richten wir uns im Vertrieb in erster Linie an CEOs und führende Mitarbeitende aus dem HR-Bereich –  doch im Grunde sprechen wir alle Menschen an, die Verantwortung für Mitarbeitende in einer Organisation tragen und sich dessen Bedeutung bewusst sind. Als schlussendliche Nutzer:innen profitieren schließlich alle Menschen, deren Organisationen bereits Leapsome verwenden.

Zu unseren bisherigen Kunden zählen Unternehmen aller Art, Größe und aus ganz verschiedenen Branchen. Der Großteil unserer Kunden hat 30 bis 10000 Beschäftigte, wobei es bei den meisten Unternehmen mehr als 100 Mitarbeitende sind.

Wie funktioniert Leapsome? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kajetan: Auf wesentliche Elemente sind wir bereits an anderer Stelle eingegangen. Was zudem noch wichtig ist: Wir geben unseren Kunden die Flexibilität, sich zu entscheiden, welche Funktionen sie brauchen und welche nicht. So hängen unsere Gebühren von der Anzahl der Nutzer:innen und der eingesetzten Module ab. Viele unserer weltweit über 1.000 Kunden haben anfangs einige Modulen verwendet, nutzen inzwischen aber die gesamte Plattform für ihre gesamte Belegschaft.

Zusammen mit dem Engagement unseres Customer Success Teams machen unsere Integrationen und vorgefertigten Vorlagen den Einstieg in Leapsome sehr einfach.

Wir sind eine All-in-One-Plattform.

Ungeachtet dessen ist vielleicht am wichtigsten, dass wir unseren Kunden wirklich zuhören und regelmäßig ihr Feedback einholen, um unser Produkt und unsere Dienstleistungen zu verbessern – schließlich ist Feedback ein großer Teil dessen, was uns als Unternehmen ausmacht.

Leapsome, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Jenny: Der digitale Transformationsdruck in den Konzernen und im Mittelstand ist immens und es ist in den vergangenen Jahren klar geworden, dass eine Veränderung nur mit motivierten und gut ausgebildeten Mitarbeitenden gelingen kann. Der Erfolg von Organisationen steht und fällt mit ihren einzelnen Mitarbeitenden.

Auch dieses Bewusstsein trägt dazu bei, dass wir unsere Position als Marktführer in fünf Jahren global ausgebaut haben. Es ist unser Ziel, diese Kategorie zu gestalten. Bis 2025 wollen wir 1,5 Millionen Nutzer:innen auf unserer Plattform begrüßen – in fünf Jahren dann natürlich nochmal deutlich mehr.

Als führendes Unternehmen in der HR-Tech-Kategorie haben wir zudem den Anspruch, selbst ein Top-Arbeitgeber zu sein, der seinen Mitarbeitenden Eigenverantwortung, Feedback und Raum zum Wachsen gibt. In fünf Jahren sind wir bei Leapsome als ausgezeichneter Arbeitgeber noch bekannter als zum heutigen Zeitpunkt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Kajetan: In erster Linie ist es bedeutsam Ideen zu verwirklichen – und zwar als echtes Produkt mit echten Kunden. Man sollte sich nicht zu lange mit Planungen und dem vermeintlich perfekten Endprodukt aufhalten, sondern sich an die Umsetzung wagen.

Jenny: Viel wichtiger als jedes Detail für jede Funktion ist dafür eine starke Vision. Die Vision ist das Leitmotiv, die Motivation und der Antrieb. Wenn keine Vision vorhanden ist, stellt sich die Frage, wofür überhaupt gegründet werden soll. Denn Menschen sollten, meiner Meinung nach, nur ein Unternehmen gründen, wenn sie wirklich etwas verändern und ein Problem beheben möchten.

Außerdem sollten Gründer:innen die richtigen Fragen an die richtigen Personen stellen. Fortschritt beruht auf Feedback.

Bildquelle/Fotograf: Linus Petit

Wir bedanken uns bei Jenny von Podewils und Kajetan von Armanspergfür das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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