Habt Spaß, glaubt an Eure Idee und start with the WHY

Lastbörse gemeinsam smart Strom sparen

Stellen Sie sich und das Startup Lastbörse doch kurz unseren Lesern vor!
Lastbörse ist eine Plattform mit dem Ziel den Anteil an Erneuerbaren Energien in Österreich und Deutschland zu erhöhen und gleichzeitig den Strompreis zu senken. Wir versenden Aufforderungen an teilnehmende Haushalte den Stromverbrauch in kritische Stunden zu reduzieren. Den Haushalten bieten wir für diesen Dienst an unsere Umwelt einen Rabatt von 30-50 % auf die Stromrechnung.

Wolfgang Kurzböck ist Energietechniker aus Österreich und Experte für den zentraleuropäischen Strommarkt. Wolfgang ist der technische Kopf von Lastbörse. Er hat einen akribischen Sinn für Struktur und strebt danach die Energiemärkte in Europa zu verbessern. Er teilt seine Leidenschaft mit Sandra Persson, der kreative Kopf von Lastbörse und Experte für Kommunikation und Marketing. Sandra überführt die technischen Themen von Lastbörse in ein Konzept für alle Menschen.

Wie ist die Idee zu Lastbörse entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Sandra und Wolfgang haben sich bereits privat gekannt als die Idee zur Zusammenarbeit aufkam. Darüber hinaus besteht Kontakt mit einem weiteren Freund für die Softwareentwicklung.

Die Idee zu Lastbörse ist beim Fernsehen entstanden. In der post-apokalyptischen Zombieserie „The Walking Dead“ kocht man mit gratis Solarstrom. Warum ist das aber nicht so im richtigen Leben? Warum wird der Strom immer teurer je mehr Erneuerbare wir haben? Ein wesentlicher Grund ist deren Verfügbarkeit und Lastbörse ermöglicht Haushalten zu wählen, ob man für diese Verfügbarkeit einen hohen Preis bezahlt.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Die Idee zu Lastbörse ist im Dezember 2015 entstanden. Wir haben seitdem viel Zeit in das Konzept und den Geschäftsplan gesteckt und sind nun überzeugt das unser Konzept funktionieren wird.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Lastbörse ist bisher ausschließlich in unserer Freizeit entstanden. Die noch relativ geringen Kosten wurden privat erbracht. Mit Unternehmensgründung werden wir uns aber bald vollständig Lastbörse widmen und damit startet auch der Countdown Einkommen zu generieren. Glücklicherweise konnten wir bereits eine erste finanzielle Unterstützung durch das StartUp-Programm Greenstart vom österreichischen Klima- und Energiefond erreichen.

Die größte Herausforderung bisher war die Motivation nicht zu verlieren. Die Frage „wenn die Idee so gut ist, wieso gibt es das dann noch nicht“ ist ein ständiger Begleiter.

Wer ist die Zielgruppe ?
Prinzipiell alle Haushalte in Österreich und Deutschland. Unsere Plattform wendet sich an alle mit Interesse Kosten im Haushalt zu reduzieren oder sich für erneuerbare Energien einzusetzen. Lastbörse bietet aber auch Konzepte für Unternehmen.

Wie funktioniert das Ganze?
Lastbörse misst die Stromnetzlast in Regionen von teilnehmenden Energieversorgungsunternehmen (regionale Stromanbieter). Mit Hilfe von SMS und einer App informiert Lastbörse über Stromspitzen und fordert Haushalte auf, in kritischen Stunden den Stromverbrauch für eine Stunde zu reduzieren. Im Schnitt kommen diese Aufforderungen 4 Mal pro Monat und bei entsprechender Teilnahme erhält man nach Ende des Jahres eine Gutschrift über 30-50 % aller Stromrechnungen.

Wo liegen die Vorteile?
Mit unseren Funktionalitäten können wir den Bedarf an Reservekraftwerken und damit Kosten und Emissionen reduzieren.

Wie ist das Feedback?
Die Auswahl zu den Top 10 Greenstart-Projekten zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren wollen wir mit sämtlichen Region in ganz Österreich und Deutschland zusammenarbeiten und eine messbare Reduktion von Regelleistung (Kraftwerkseinsatz) bewirkt haben. Der nächste Schritt von Lastbörse ist dann eine Entwicklung hin zu einem tatsächlichen Marktplatz, auf welchem private Personen den Strompreis in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit selbst wählen können – daher kommt auch der Name Lastbörse.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Habt Spaß, glaubt an Eure Idee und start with the WHY (Simon Simek). Etwas mehr im Detail:

• Wollt Ihr ein Produkt verkaufen: Seit Euch sehr sicher, warum man das Produkt von Euch kaufen sollte!
• Wollt Ihr eine Dienstleistung anbieten: Seit Euch sehr sicher, wer Eure Leistungen beziehen wird und wie Ihr diese Personen oder Unternehmen erreichen könnt!

Und wenn ihr die oder der nächste Zuckerberg sein wollt: Setzt nicht alles auf eine Karte!

Bild: Copyright Andreas Scheiblecker für den Klima- und Energiefonds

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Sandra und Wolfgang für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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