Das Team ist der Schlüssel zum Erfolg

Kymono bietet maßgeschneiderte Outfits und Bürodekoration

Stellen Sie sich und das Startup Kymono kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Olivier Ramel, Mitbegründer und Geschäftsführer von Kymono. Zusammen mit The Family und Hugo, unserem Produktionsleiter, habe ich im März 2017 Kymono ins Leben gerufen. Wir verstehen uns als “Culture Designer”. Einfacher ausgedrückt sind wir ein Online-Service für maßgeschneiderte Unternehmens-Outfits und Bürodekoration. Unser Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Kultur durch personalisierte und nachhaltige Kleidung und Accessoires zum Ausdruck zu bringen. Für uns gehören Kultur und Identität heute zu den Top-Prioritäten für Unternehmen – sie sind Grundlage jedes Unternehmenserfolgs. Kymono beliefert derzeit rund 1.500 Kunden weltweit und erweitert seine Produktpalette ständig. Aktuell ist Kymono ein Team von 40 “Culture Designern” und verfügt über Showrooms in Paris, London, Madrid und ganz neu hinzugekommen Berlin. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin leidenschaftlicher Unternehmer und Kymono ist bereits meine fünfte Gründung. Es bringt mir Freude, Energie und Kreativität in den Alltag. Schon während meines Studiums habe ich mehrere Geschäftsideen auf dem Markt gebracht, vom Gourmetglas Mööti, über den frischen Obstsalat Service von La Récolte bis hin zum natürlichen Entspannungsgetränk Cosy. 

Mit 26 Jahren suchte ich nach neuer Inspiration und während einer Kaffeepause mit Alice Zagury, Geschäftsführerin von The Family, erzählte ich ihr von meinem ersten Business überhaupt. Damals verkaufte ich Hoodies mit dem Schullogo an meine Mitschüler. Sie verriet mir, dass viele Start-ups bei The Family ihre eigenen trendigen und hochwertigen Firmenoutfits haben wollten, aber nirgendwo fanden. Wir haben also gemeinsam erkannt, dass es von der Mitarbeiterseite einen Bedarf gab sich mit den Unternehmenswerten zu identifizieren und als Team aufzutreten. Wenige Wochen später, nachdem ich Hugo, Leiter einer Textilfabrik in der Normandie, an Bord geholt habe, ist Kymono entstanden. Mit diesem Startup-Projekt habe ich wieder zu meiner ersten Leidenschaft für Mode und menschliche Interaktionen gefunden. 

Welche Vision steckt hinter Kymono?

Hinter Kymono steht das Konzept des Culture Designs. Was bedeutet das? Kymono ist der Design-Service, der die Unternehmenskultur eines Unternehmens mitgestaltet oder verbessert und Mitarbeiter zusammenbringt. Wir glauben, dass ein zusammengewachsenes und motiviertes Team effektiver ist und Unternehmenserfolg beflügelt. Wir helfen Unternehmen, ihre Kultur und Identität durch Outfits und Accessoires zu fördern. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Nachdem wir Kymono gegründet hatten, ging alles ziemlich schnell. Wir hatten ein solides Team mit Hugo als Textilexperten, The Family als Start-up-Netzwerk und ich brachte Erfahrung im Vertrieb mit. Und da wir die Aufträge sofort nach Zahlungseingang in die Produktion brachten, waren wir von Tag eins profitabel. 

Unsere größte Herausforderung war nicht der Start von Kymono, sondern europäischer Marktführer im Outfitmarkt zu werden und Kymono in neuen Ländern einzuführen. Gerade bei letzterem gibt es viel zu beachten: unterschiedliche Kulturen und Denkweisen, viele externe und interne Faktoren, die von Land zu Land unterschiedlich sind. Aber wir glauben an unser Geschäft und der Bedarf an Branding wird weltweit rasant steigen.

Wer ist die Zielgruppe von Kymono?

Kymono Outfits Bürodekoration
Olivier Ramel

Kymono ist ein B2B-Service, der sich in erster Linie darauf konzentriert, Start-ups, die ihre Kultur von Grund auf neu aufbauen und sich von der Masse differenzieren müssen, maßgeschneiderte Outfits und Accessoires anzubieten. Aber dennoch zählen nicht nur Start-ups zu unseren Kunden. Wir arbeiten auch mit großen Konzernen wie LVMH, Airbnb, Google und anderen zusammen. Wir richten uns nach dem HR-Markt, in dem wir uns ständig weiterentwickeln und helfen Gründern, Personalverantwortlichen, Office Managern und Personalvermittlern, die sich täglich mit dem Thema Unternehmenskultur beschäftigen. Gemeinsam wollen wir Mitarbeiter zusammenzubringen und ein Team von echten Botschaftern für ihre Marken aufbauen.

Wie funktioniert Kymono? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kymono bietet maßgeschneiderte Outfits und Bürodekoration. Unternehmen, die auf der Suche nach Branding sind, besuchen unseren Online-Shop und wählen aus über 300 Produkten aus. Sie können auch einen unserer vier Showrooms besuchen, um die Produkte auszuprobieren und alle Details vor Ort zu klären. Unsere Mindestmenge beträgt zehn Stück pro Bestellung und die Preise variieren je nach den verwendeten Personalisierungstechniken und Produkten. 

Wir frischen den Outfit-Markt auf. Als wir angefangen haben, stellten wir fest, dass das damalige Angebot kaum Kundenservice leistete und ziemlich enttäuschende Produkte bot, unmodisch und ökologisch fragwürdig. Deshalb setzt Kymono bei seiner Kleidung und seinen trendigen Passformen auf 100 Prozent biologische Qualität, Nachhaltigkeit und faire Produktionsbedingungen. Darüber hinaus arbeiten wir eng mit unseren Kunden zusammen, die wir in erster Linie als Partner betrachten. 

Was uns von unseren Wettbewerbern unterscheidet, ist die Tatsache, dass wir alles, was Kunden benötigen, individuell anpassen, und wir unser Produkt- und Dienstleistungsangebot nicht einschränken. Auch unsere Showrooms sind sehr beliebt – viele andere Anbieter bieten nichts zum anfassen und ausprobieren. 

Wie ist das Feedback?

Mitarbeiter und Unternehmen sind sehr an Kymono interessiert, nicht nur an den Outfits, sondern sie schätzen auch den Service. Unser Ziel ist es auch dass Unternehmen später wieder an uns denken. Das ist uns bisher gelungen da bereits mehr als die Hälfte unserer Kunden nachbestellt haben. Bei Kymono freuen wir uns sehr über diese Loyalität. Darüber hinaus stellen wir uns gerne neuen Herausforderungen, zum Beispiel als Chauffeur Privé uns anrief, um sie bei ihrer Rebranding-Kampagne zu unterstützen. Sie änderten ihren Namen und ihre visuelle Identität zu Kapten und benötigten zum Beispiel 120 Pullover. Kunden wie Airbnb oder Leetchi vertrauten uns auch, um ihre Events zu vermarkten und den Teamgeist vor Ort zu stärken. 

Kymono, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In etwa zwei Jahren konnte Kymono mit einem Umsatz von über 3 Millionen Euro und Büros in vier europäischen Ländern schnell wachsen. Unser Ziel ist es, die europäische Referenz für Corporate Fashion und Bürodesign zu werden und in fünf weiteren europäischen Ländern zu eröffnen. In den nächsten fünf Jahren planen wir, Büros in Nordamerika zu eröffnen und unseren Online-Shop weiterzuentwickeln, um den Kunden die Customer Journey und das Einkaufserlebnis zu erleichtern. Das Hauptziel ist es, einen 360° Service anzubieten: von der Beratung zu Employer Branding bis hin zur Umsetzung eines kompletten Designkonzeptes. 

Welche 3 Tipps würden Sie anderen angehenden Start-up-Gründern geben?

Wenn ich ein Unternehmen gründe, gebe ich stets alles – das sollte man sich bewusst machen. Mein erster Ratschlag wäre, schnell einzusteigen und das eigene Produkt rasch zu testen. Verschwende keine Zeit – das Streben nach Perfektion kann dir im Weg stehen. Zweitens glaube ich, dass man stets mit Leidenschaft arbeiten sollte und schließlich sich für sein Team einsetzen muss. Das Team ist der Schlüssel zum Erfolg – hier lohnt es sich zu investieren. Es gibt keine guten Produkte oder Dienstleistungen ohne großartige Teams.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Olivier Ramel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

X