Rückschläge, Fehler und Irren ist menschlich!

Kurant möchte den Zugang zu Kryptowährungen durch Automaten (Bitcoin Automaten) erleichtern

Stellen Sie sich und das Startup Kurant doch kurz unseren Lesern vor! Wie ist die Idee zu Kurant entstanden?
Bitcoin und andere Kryptowährungen zu kaufen ist immer ein schwieriges Unterfangen, insbesondere wenn man neu mit dem Thema in Berührung kommt. Deshalb gründete sich 2017 die Kurant GmbH in Wien. Es ist uns wichtig den Erwerb von Kryptowährungen in der realen Welt einfach zu gestalten und damit die ganze Thematik für alle anderen Branchenkollegen weiter in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken.

Patrick Heiss, derzeitiger Geschäftsführer und der technische Verstand hinter Kurant war schon vor seiner jetzigen Position im Unternehmen ein Cryptocurrency-Enthusiast erster Stunde. Dabei gehört er auch zu den erfahrensten Entwicklern für Bitcoin-Automaten-Software in ganz Europa. Um die Vision von Kurant noch weiter voranzutreiben und vor allem neue unternehmerische Projekte anzugehen, erweitere ich das Team hinter der Kurant GmbH inzwischen.

Welche Vision steckt hinter Kurant?
Kurant möchte zuallererst den Zugang zu Kryptowährungen durch Automaten erleichtern. Diese Bitcoin-Automaten lassen sich am besten mit klassischen Geldautomaten vergleichen, die mit einer Wechselstube fusioniert haben. Man kann hier ganz einfach seine üblichen Währungen in Bitcoin und andere Altcoins eintauschen. Insbesondere als zusätzliche Services in alteingesessenen Unternehmen oder Ladengeschäften haben unsere Automaten sich bisher ausgezeichnet, weil sie neue Kundenkreise anlocken. Außerdem verdient jeder Aufsteller eines solche ATMs am Umsatz von diesen mit, also ist er eine zusätzliche Einnahmequelle und ein Werbemittel.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ich glaube persönlich, dass die größte Herausforderung bei einem Unternehmen im Blockchain und Cryptocurrency-Sektor ist, seine Seriosität und Zuverlässigkeit zu kommunizieren und einzuhalten. Es gibt viele schwarze Schafe auf dem Markt, die durch undurchsichtige Strukturen von sich reden machen. Die Kurant GmbH hingegen ist ein langsam gewachsenes, österreichisches Unternehmen. Unsere Investoren sind erfahrene, mittelständische Unternehmer aus der gesamten DACH-Region. Unter anderem auch das bekannte Österreichische Unternehmen Coinfinity. Die Finanzierung fand dementsprechend in einer kleinen Investorenrunde statt, die uns auch alle immer mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Eine weitere Herausforderung für Kurant war es die steigende Nachfrage am Produkt zu bedienen. Daher bin auch ich im vergangenen Monat zum Team dazugestoßen. Meine andere Tätigkeit, als geschäftsführender Gesellschafter einer Kommunikationsagentur, die sich auf Blockchain- und Cryptocurrency-Unternehmen spezialisiert hat, half mir natürlich sehr mich schnell im Tagesgeschäft zurechtzufinden.

Wer ist die Zielgruppe von Kurant?
Kurant hat keine eigentliche Zielgruppe, genauso wenig wie Blockchain-Technologie einzelne Gruppen bevorzugt oder diskriminiert. Wir glauben an die Freiheit und Dezentralität von Geld und daher richten sich unsere Automaten und Services an jeden, der die rechtliche Anforderungen zum Bedienen eines Kurant-ATM erfüllt. Ob es unsere Endkunden sind, die über uns Kryptowährungen beziehen oder unsere Automatenaufsteller, die wir als eng verbundene Geschäftspartner sehen.

Wie funktioniert  Kurant?
Sie bestellen, wir liefen! Nein, Spaß beiseite, die Kurant GmbH vertreibt Bitcoin-ATMs, die es den Ausstellern möglich macht in ihren Geschäften Kunden zu begrüßen, die Währung in Kryptowährungen eintauschen wollen.
Bei diesen Wechselgeschäften fällt eine kleine Marge an, die sich Kurant mit dem Standortinhaber des ATMs aufteilt. So finanzieren wir unser Geschäftsmodell und machen es entsprechend attraktiv für Geschäftspartner. Diese haben die Möglichkeit Automaten zu mieten, Automaten zu kaufen oder uns ihren Standort gegen eine kleinere Umsatzbeteiligung anzubieten. Die Versorgung mit Bitcoin oder Altcoins, ganz ohne Engpässe, sowie ein damit verbundenes überdurchschnittliches Service-Niveau stellt komplett Kurant zur Verfügung.

Welche Kryptowährungen kann man am Automaten kaufen?
An unseren Automaten werden Bitcoin, DASH, Ethereum und Litecoin verkauft. Die Tendenz ist aber steigend in Zukunft noch viele andere Währungen anzubieten. Wichtig ist uns dabei zu erwähnen, dass der Tausch von über 250€ eine Registrierung am Automaten voraussetzt. Warum wir das so machen? Wir müssen bestimmte gesetzliche Regeln einhalten und wollen uns und unsere Nutzer absichern. Da uns Transparenz und Seriosität wichtig sind, sind wir über unsere Hotline bei Nachfragen für unsere Kunden zu erreichen.

Wo gibt es die Automaten?
Die Automaten stehen bisher in unterschiedlichsten Lokalitäten, vom Tech-Shop bis zum Wiener Caféhaus. Einsehbar sind die Standorte auf unserer eigenen Website, hier kann der Kunde auch den nächsten Automaten in seiner unmittelbaren Nähe finden.

Kurant, wo geht der Weg hin?
Wo der Weg hingeht ist für uns klar, als Teil der Kryptorevolution wollen wir flächendeckend im gesamten deutschsprachigen Raum mit unseren Automaten vertreten sein und vor allem auch zeigen, dass dieses Geschäft auf höchstem Serviceniveau und mit langjährigen zufriedenen Partnerschaften zu machen ist.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren möchten wir gern 300 Automaten im Einsatz sehen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Es ist immer schwierig pauschale Tipps zu verteilen.
Worauf unser Geschäftsführer Patrick und ich uns auf jeden Fall verständigen können ist: Durchhaltevermögen!
Es macht keinen Sinn, dass man gleich die Flinte ins Korn wirft. Man muss sich manchmal in ein Thema verbeißen und die entsprechende Lösung folgt dann auf dem Fuß.

Als Gründer der auf Blockchain und Cryptocurrency spezialisierten Agentur Maerz Roch GmbH, kann ich persönlich nur darauf verweisen, dass ein verlässliches Netzwerk das A und O ist. Nicht nur wegen geschäftlichen Kontakten, sondern auch um Ratschläge von erfahrenen Unternehmern zu bekommen oder sich einfach auch mal fürchterlich bei jemand ausschimpfen zu können, wenn etwas nicht geklappt hat.

Patrick empfiehlt vor allem noch viel, viel Geduld. Rückschläge, Fehler und Irren ist menschlich, vor allem am Anfang bei einem frischen Unternehmen. Man sollte natürlich immer sein bestes geben, aber nicht verzagen, wenn mal etwas schief geht. Man wächst schließlich an seinen Aufgaben.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Soeren Maerz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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