Jedes Produkt, so gut es auch ist, ist nichts ohne die Kunden, die es kaufen

KUNSTKACHELN magnetischen Untersetzer mit eigenem individuellem Aufdruck

Stellen Sie sich und das Startup KUNSTKACHELN kurz unseren Lesern vor! 

Hallo liebe Leserschaft, wir sind Philip (29) & Eva (27) ein Paar auf und abseits des Wegs der Selbständigkeit. Gemeinsam haben wir etwas aus der Mode Gekommenes, unscheinbares revolutioniert und einzigartig praktisch gemacht – Den Untersetzer. 

Unsere Idee und das damit verbundene Startup nennt sich „KUNSTKACHELN®“. Durch einen Zufall und Philips kreatives Schreibtisch-Chaos kamen wir 2017 auf die Grundidee. Bedruckte, 10x10cm große Untersetzer aus Alu-dibond, die man gerne einsetzt um Wasser- und Kaffeeflecken zu vermeiden und die stets griff- und einsatzbereit sind. Der Clou – Die Rückseite ist komplett magnetisch und dadurch an vielen Oberflächen anpinnbar – Quasi ein funktionabler & stylischer Kühlschrankmagnet der eingesetzt werden will. 

Bedruckt werden unsere KUNSTKACHELN mit verschiedensten Motiven – Erinnerungen an Reisen, Schnappschüsse, Freunde und Familie oder auch Werbebotschaften – Da gibt es unzählige Möglichkeiten. 

Unser Material sowie der UV-Aufdruck machen unsere Untersetzer langlebig, Spülmaschinen-, Wetter- und Wasserfest. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Aufgewachsen in einer Unternehmerfamilie machte ich, Philip, mich mit 22 als Werbefotograf selbständig. Eva wurde 2016 Teil des Unternehmens und nachdem wir 2017 dann auf die Produktidee kamen, nutzten wir unser Netzwerk um Meinungen und Einschätzungen einzuholen. Schnell war klar, dass wir ein Produkt entwickelten, dass die Phantasie unserer Mitmenschen ankurbelte – jedes Gespräch verlief so, dass wir nach kurzem Intro mit Ideen zum Einsatz, zum Aussehen und zum Vertrieb überhäuft wurden. 

Ob als Lernhilfe für Vorschulkinder, die Trophäen- Kachelwand mit gefangenen Fischen für Angelliebhaber, als windfester Wespenschutz im Sommer oder mit appetitanregenden Bildern versehene Untersetzer für Restaurants – Das ist nur ein Bruchteil der witzigsten und besten Ideen. 

Uns war klar, wir starten unsere Dekorevolution und gründen das Startup KUNSTKACHELN 

Welche Vision steckt hinter KUNSTKACHELN? 

Die Kombination wird zur Vision. So wollen wir, dass unsere Untersetzer niemals im Schubladen verschwinden, sondern die eigenen 4-Wände individuell und kreativ verschönern. Darüber hinaus liegt uns viel an der Reduzierung des Papp-Untersetzer-Mülls in Gastronomien – Hier werden teils 400-600 Stück pro Abend einmalig eingesetzt und weggeworfen. Verschwendung! Kunstkacheln hingegen sind zigfach einsetzbar und leicht zu reinigen. 

Auch im Merchandise wollen wir uns neben Trikots, Schals und den gängigen Produkten fest etablieren – um hier eine praktische Alternative anbieten zu können, die dem Fan noch lange Freude bereitet wird. 

Zu guter Letzt träumen wir davon, zu wachsen, ein Team rund um KUNSTKACHELN aufzubauen und gemeinsam die Welt voll-zu-Kacheln. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Unsere größte Herausforderung war der eigene Anspruch an das Produkt. Wir hatten eine klare Vorstellung der Qualität und der Haptik – Kurz nach Fertigstellung der ersten Kachel-Variante, damals aus AluDibond, waren wir unzufrieden was Stoßemfindlichkeit und Optik angeht. Unflexible, lange und weite Produktionsschritte sowie hohe Herstellungs- und Druckkosten überzeugten uns davon, Material und Produktion neu zu überdenken. 

Damit begann die für uns nervenaufreibendste Zeit. Freund & Werbetechniker Stephan schlug Aluminium als edle Alternative vor. Gefräst würden die Kacheln fortan glänzend und besonders hochwertig wirken. Da wir alles regional fertigen lassen wollten, suchten wir im Umkreis nach geeigneten Dienstleistern. 5 Monate dauerte die Suche. Wir wurden warten gelassen, erhielten nach Wochen immer noch kein Angebot und Testfräsungen liesen auf sich warten… Zitat „ Bestehende Aufträge sind nun mal wichtiger als Neukunden“. 

Mit einer letzten Mail schrieben wir am Weihnachtstags 2018 noch ein paar Dienstleister. Durch ein Weihnachtswunder antwortete uns Fräser Helmut, der uns zu sich einlud, dem unser Gründerspirit sowie das Produkt gefiel und der heute ein wichtiger Bestandteil der Kachelproduktion ist. 

Dass eine Produktentwicklung Geld kosten kann, merkten wir sehr schnell. So flossen über 15.000 € in diverse Materialien, in Testdrucke und Produktionen. Anfang 2019  tätigten wir eine Investition über 20.000 € und erwarben einen eigenen Drucker, der es uns ermöglicht, schnell und flexibel Kundenbestellungen zu drucken. Zu Beginn finanzierten wir alle Kosten und Ausgaben über meine Arbeit als Werbefotograf. 

Wer ist die Zielgruppe von KUNSTKACHELN? 

Anfangs waren es ganz klar private Käufer. Grob geschätzt 30+ männlich & weiblich mit Affinität zu Fotografien und besonderen Momenten, die sie gern öfters vor Augen haben wollten. Dann kam die Testphase der Kacheln als „Fan-Kachel“ des Traditions-Eishockeyvereins EV Landshut. In zwei Monaten Testphase rissen uns Fans die Kacheln aus den Händen und wir erhielten dutzende tolle Bewertungen zur Qualität und Idee. Zu guter Letzt sind da noch die Unternehmen, die positiv auf unser Angebot reagieren. Speziell diese sprechen wir im Moment am aktivsten an, da unsere Kacheln hier so extrem vielseitig eingesetzt werden können. 

Was ist das Besondere ? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wie ist das Feedback? 

Einen magnetischen Untersetzer mit eigenem Aufdruck, der dazu einlädt, täglich benutzt zu werden – ist das nicht besonders genug? Dann unterstreichen wir dies mit der Vielseitigkeit des Produkts. Denn jede Zielgruppe setzt KUNSTKACHELN anders ein – bezogen auf den Aufdruck, die Vision, den Einsatzbereich – Das macht das Ganze Konzept nicht nur besonders sondern besonders abwechslungsreich. Und das lieben unsere Kunden. 

KUNSTKACHELN, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

Wir wollen, wie schon erwähnt, einen festen Platz im Merchandising bei Sportmannschaften einnehmen. Und auch der Ausbau unseres nachhaltigen Hintergedankens bzgl. Der Anwendung in gastronomischen Einrichtungen soll sich gestärkt und gefestigt haben. Außerdem wollen wir ein Netzwerk aus Künstlern aufbauen. Diese können ihre Kunst auf Kacheln drucken und dadurch zusätzliche Einkünfte erwirtschaften. Hier haben wir auch schon die ersten begabten Kreativen, die wir in unserem Shop präsentieren. 

Zu guter Letzt soll sich KUNSTKACHELN® zu einer internationalen Marke entwickeln, die solide und zukunftssicher aufgestellt ist und sich zum Ziel genommen hat, von Deutschland aus die ganze Welt zu-zukacheln. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Kostenfalle Markenanmeldung. Hier geben Gründer gern zu Beginn Geld aus, das an anderen Stellen besser investiert wäre. Hier ist unsere Empfehlung ganz klar – sparen!

Zeit sparen durch Online-Buchhaltung. Meine erste Firma stellten wir vor einem Jahr auf das “digitale Büro” um und sparten dadurch enorm viel Zeit. Auch bei den Kunstkacheln verfahren wir so und können diese für andere Bereiche effektiver nutzen. LexOffice ist hier unsere klare Empfehlung.&

Vetrieb – Vertrieb – Vertrieb

Ihr kommt nicht drum herum! Jedes Produkt, so gut es auch ist, ist nichts ohne die Kunden, die es kaufen. Hier scheitern viele Gründer. Wir wissen, Akquise ist unangenehm, ABER daraus resultierende Einnahmen zu sehen, ist doch umso schöner  Persönliche Schlussworte. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Eva und Philip für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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