Scheue dich nicht, um Hilfe zu bitten

Kuniri Modelabel: Nachhaltige Mode mit einzigartigen Designs

Stellen Sie sich und das Startup Kuniri doch kurz unseren Lesern vor!

Kuniri ist ein etwas anderes Modelabel. Gemeinsam mit Schneidern und Designern, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten, entsteht unsere Mode. Dabei zitieren die Designs die Herkunftsländer der Macher und machen so die Menschen und ihre Geschichte sichtbar, die an Kuniri beteiligt sind. Ein besonderer Entstehungsprozess während welchem kulturelle Verschiedenheit behandelt wird. Gleichzeitig gibt das Label Kuniri den geflüchteten Schneidern und Designern die Chance, in der Branche in Deutschland Fuß zu fassen und sich Schnitt für Schritt eine Zukunft aufzubauen.

Alle verwendeten Materialen sind nachhaltig und die Macher werden fair entlohnt. 

Kuniri ist gemeinnützig und alle Erträge, die das Label erwirtschaftet fließen in die Kuniri Akademie. In letzterer bekommen Newcomer Nähkurse, um ihnen den Einstieg in ein Berufsleben zu erleichtern und ihre vorhandenen Skills an die hiesigen Standards anzupassen. Unsere Teilnehmer profitieren von einem großen Netzwerk in die Mode- und Kreativbranche. Nach erfolgreich abgeschlossenem Kurs bekommt jeder Teilnehmer ein Zertifikat der Handwerkskammer. 

Wie ist die Idee zu Kuniri entstanden?

Anfang 2014 entstand die Idee zu Kuniri. Journalistin Eva Schatz, Ethnologin Viola Zimmer und Designerinnen Emine Chapartas und Saskia Theis wollten mit den neu nach Deutschland gezogenen Menschen gemeinsam etwas erreichen und Ihnen ihr Netzwerk in die Gesellschaft vor Ort zu Verfügung stellen.Sie sind überzeugt, dass es wichtig ist, Menschen den Raum dafür zu geben, für sich selbst (und andere) Verantwortung zu übernehmen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Nur so kann Integration gelingen. Gemeinsam. So entstand Kuniri, Gemeinschaft, Begegnungsstätte, Nähwerkstatt und Arbeitsplatz.   

Welche Vision steckt hinter Kuniri?

Kuniri bedeutet  gemeinsam gehen, und das ist auch die Philosophie des Modelabels Kuniri und der angeschlossenen Kuniri Akademie mit Werkstätten in München, im Kreativquartier und Berlin im Salon – Zur wilden Renate. Gemeinsam wollen wir mit unseren bunten Designs ein Statement setzten und gleichzeitig einen sozial und ökologischen Beitrag leisten. Wir wollen ein profitables und gleichzeitig nachhaltiges Unternehmen aufbauen und damit Arbeitsplätze schaffen. Unser gemeinnütziges Projekt, die Kuniri Akademie bleibt das Herzstück, das so unterstützt werden kann. Denn die Akademie gibt Newcomer die Möglichkeit, sich weiterzubilden und anzukommen.

Was waren bisher die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen sind unterschiedlicher Natur. Einerseits ist es immer wieder spannend kulturell integrativ zu arbeiten und den Newcomern einen möglichst verständlichen Zugang zu unserer Gesellschaft wie auch unserem Arbeitsmarkt zu ebnen.

Andererseits ist es ebenso herausfordernd sich als soziales Business, welches in Deutschland mit nachhaltigen Materialien produziert, in der Modewelt zu behaupten. Die Akademie finanziert sich über Spenden und Sponsoren, bis auf wenige kleine Einzelveranstaltungen haben wir keine öffentlichen Gelder in Anspruch genommen. Im Label steckt in erster Linie viel Engagement, Freizeit und viele Stunden ehrenamtliche Arbeit. Wir haben ein großes Netzwerk an ganz tollen Menschen, wie Fotografinnen, Grafiker, Markenberater etc. die unsere Vision teilen und die uns mit ihrer Expertise zur Seite stehen und uns sehr unterstützt haben.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?

Crowdfunding gibt uns die Möglichkeit unsere Idee, Vision und unser Baby möglichst vielen Menschen bekannt zu machen. Crowdfunding gibt uns die Möglichkeit, unsere erste (klein-)serielle Produktion unser Kollektion vorzufinanzieren ohne in Vorleistung gehen zu müssen. Weiter sind wir davon überzeugt, dass heutzutage viel zu viele Produkte auf dem Markt landen, die keiner möchte, was ein riesigen ökologisches Problem darstellt. So können wir auf der einen Seite herausfinden, was der Crowd gefällt und haben keine Überproduktion, die dann später in der Tonne landet.

Kuniri Modelabel: nachhaltige Mode mit einzigartige Designs

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?

Bei erfolgreicher Finanzierung unseres Crowdfundings sind wir in der Lage, die Mitarbeiter, die an der Entwicklung der designs beteiligt waren, längerfristig zu beschäftigen und gemeinsam das Label aufzubauen.

Wer ist die Zielgruppe von Kuniri?

Die Zielgruppe von Kuniri ist sehr weit gefächert. Eigentlich alle modebewussten Menschen sowie Diejenigen, denen eine nachhaltige Textilproduktion am Herzen liegt. Wir sprechen die Menschen an, denen es nicht um Fast-Fashion geht, sondern die  lieber ab und zu ein wenig mehr Geld für besondere uns qualitative Stücke ausgeben.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kuniri Designs tragen eine ganz eigene Handschrift. Sie setzen sich zusammen aus farbenfrohen nachhaltigen Materialien und einem Mix an kulturellen Zitaten. Ein afghanisches Nomadenkleid wird im Prozess zu einem auch in Europa modischen Design. Die Mode ist auffällig und gleichzeitig gut in den Alltag integrierbar. Kuniri ist ein modischer melting pot und so gehen Alle Beteiligten gemeinsam einen einzigartigen Weg. 

Kuniri , wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren haben wir ein gut laufendes Hybrid-Unternehmen. Das Label beschäftigt Newcomer und bedient das Bedürfnis nach nachhaltiger und besonderer Mode. Gleichzeitig fließen die Erträge des Modelabels zurück in die Akademie und unterstützen damit die berufliche wie auch kulturelle Integration der Menschen, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

1. Verliere deine Vision nicht aus den Augen, aber vergiss auch nicht, sie zu hinterfragen.

2. Du kannst es nicht alleine schaffen. Keiner kann alles. Es ist wichtig, sich die Aufgaben im Team aufzuteilen.

3. Scheue dich nicht, um Hilfe zu bitten. Die meisten Menschen freuen sich, ihre Expertise zu teilen.

Link zum Crowdfunding auf Startnext

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Eva Schatz  für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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