Immer die Finanzen im Blick haben

Kulinarische Schnitzeljagd – die nachhaltige Entdeckertour

Stellen Sie sich und die Kulinarische Schnitzeljagd doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Peter Wiedeking aus Düsseldorf. Nach 13 Jahren bei IBM als Berater und Manager, bin ich seit 2013 der Start-up-Welt verfallen. Seit 2014 organisiere ich die Touren der Kulinarischen Schnitzeljagd. In 2017 und 2018 habe ich das dänische Start-up Too Good To Go in Deutschland mit aufgebaut. Außerdem habe ich zusammen mit Lee Greene die Innovations-Plattform Foodhub NRW (foodhub-nrw.de) gegründet.

Die Kulinarische Schnitzeljagd ist eine umweltfreundliche Entdeckertour zu den kulinarischen Highlights der Stadt.

Es ist eine 7-stündige Veranstaltung, bei der man 12 Locations besucht und überall eine kostenlose kulinarische Überraschung bekommt. Die Locations sind kleine inhabergeführte Restaurants, Cafés oder auch Feinkostläden und sind über die ganze Stadt verteilt. Die Überraschungen sind überall anders. So gibt es beispielsweise eine kleine Tasse Taste Cold-Brew, selbstgemachte vegane Burger oder eine Kugel Bio-Eis von regionalen Kühen.
Jeder Teilnehmer fährt ganz individuell die Locations an. Wir erstellen eine radoptimierte Route als Vorschlag. Aber es gibt keinen von uns festgelegten Start- oder Endpunkt. 

Mittlerweile gibt es die Kulinarische Schnitzeljagd in Düsseldorf, Köln, Mönchengladbach, Duisburg, Mülheim, Essen, Bochum und Trier. Weitere Städte werden in 2020 folgen. 

Wie ist die Idee zur  Kulinarische Schnitzeljagd entstanden?

Die Idee zur Kulinarischen Schnitzeljagd kam uns, als wir noch unser vorheriges Start-up, die abendtüte, hatten. Wir wollten ein Street-Food-Festival organisieren, bei dem die Besucher nicht nur das Essen kennenlernen sondern auch die Locations der Köche. So entstand die Idee zu einem Street-Food-Festival, das über die ganze Stadt verteilt ist.

Welche Vision steckt hinter der Kulinarische Schnitzeljagd?

Wir möchten kleinen, inhabergeführten Läden (Restaurants, Cafés, Feinkostläden) neue Kunden vorstellen, um sie bekannter zu machen. Den Teilnehmern wollen wir wiederum diese kleinen Läden vorstellen, weil man oft gar nicht so viel von ihnen mitbekommt und gar nicht weiß, welche kulinarischen Geheimnisse eine Stadt zu bieten hat.

Da unsere Touren radoptimiert sind, wollen wir die Teilnehmer der Kulinarischen Schnitzeljagd außerdem dazu animieren, mehr Fahrrad zu fahren, indem wir ihnen fahrradfreundliche Wege innerhalb der (Groß)-Städte vorschlagen.

Was waren bisher die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung war die Expansion in neue Städte. Jede Stadt wird von einem freien Mitarbeiter (einem sogenannten Scouts) betreut. Hier waren die Herausforderungen die Auswahl der Bewerber, die  Beschreibung der Prozesse und die Erstellung der Dokumentation. Außerdem kam in diesem Jahr das ganze Thema Qualitätssicherung neu auf uns zu. Wir mussten uns selber die Fragen beantworten: “Was ist eine gute Kulinarische Schnitzeljagd?” und “Wie stellen wir unsere Qualitätsansprüche sicher?” Wir sind komplett bootstrapped. 

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?

Wir möchten die Kulinarische Schnitzeljagd in ganz Deutschland bekannter machen. Durch die Crowdfunding-Kampagne sprechen wir mehr Leute in anderen Teilen des Landes an. 

Wo sehen Sie die Vorteile für sich?

Der Vorteil ist ganz klar die Reichweite. Wir sprechen neue Kunden auch in anderen Städten an. 

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?

Wir werden ganz gezielt die Kulinarische Schnitzeljagd in den Städten anbieten, wo die meisten Unterstützer hergekommen sind. Wir sprechen gerade mit Bewerbern aus vielen Städten in Deutschland. Aber wir können nicht überall gleichzeitig starten und so erhoffen wir uns durch die Kampagne eine Priorisierung. 

Wer ist die Zielgruppe von der Kulinarischen Schnitzeljagd?

Unsere Zielgruppe sind aufgeschlossene Menschen jeden Alters. Unsere Älteste Teilnehmerin war 94 Jahre und hat die Tour mit ihren Enkelinnen in einer Rikscha gemacht. Jeder, der gerne Neues entdecken möchte und einen netten Nachmittag verbringen will, ist bei uns genau richtig.

Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es ist definitiv der Event-Charakter. Bei der Tour machen maximal 400 Teilnehmer mit und so trifft man viele neue Menschen in den einzelnen Locations. Die Kulinarische Schnitzeljagd ist mehr als nur ein kulinarischer Stadtrundgang – es ist ein Street-Food-Festival verteilt in der ganzen Stadt. 

Kulinarische Schnitzeljagd, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir Touren in Paris, Rom und London anbieten. Das wird super spannend und ich freue mich darauf. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Tipp 1) Einfach machen – Nicht zu lange forschen sondern einfach raus und dein Produkt am Kunden testen. 

Tipp 2) Immer die Finanzen im Blick haben. Nicht auf Wunder hoffen. 

Tipp 3) Hol dir schnell ein gutes Team und delegiere die Aufgaben. Es gibt noch mehr Menschen da draußen, außer dir, die sehr gut sind.

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Peter Wiedeking für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X
X