KUKLA: Das variable Wickelkleid

Stefanie Kukla präsentierte KUKLA das variable Wickelkleid in der Startup Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen KUKLA doch bitte unseren Lesern kurz vor!
Das variable Wickelkleid von >KUKLA< passt sich den Bedürfnissen und dem Alltag ihrer Trägerinnen an. Es passt zu jedem Frauentypus, Anlass und kann auf unendlich viele verschiedene Varianten getragen werden.

Wie ist die Idee zu KUKLA entstanden?
Die Idee entstand vor mittlerweile über 4 Jahren, im Jänner 2012, als ich auf der Suche nach einem Kleidungsstück war, das ich auf mehrere Versionen tragen kann, ein Kleidungsstück, das sich meinen Bedürfnissen und meinem Alltag anpasst. Ich konnte so etwas nicht finden und begann – damals noch neben meinem Job bei der Austria Presse Agentur (APA) – Stoffe zu zerschneiden, zu drehen, zu wenden, zu wickeln und zu klippen.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größten Herausforderung war zum Einen, dass ich – ein voller Teamplayer – als one-woman-show startete und mir all die vielen Entscheidungen und Fragen und Themen alleine erarbeiten musste, ohne mich austauschen, absprechen und Agenden aufteilen zu können. Zum Anderen musste ich lernen mit der Ungewissheit, mit der ein Startup tagtäglich konfrontiert ist, umzugehen.
Ja und bezüglich Finanzierung: In Österreich gibt es das Unternehmensgründungsprogramm (UGP) vom AMS, das mir die einmalige Möglichkeit geboten hat, für einen Zeitraum von 8 Monaten meine Fixkosten zu decken. Ohne dieser finanziellen Unterstützung wäre es mir nicht möglich gewesen, mir die Zeit zu nehmen, mich in die mir unbekannte Textilbranche vorzuwagen. und das Label professionell zum Leben zu erwecken.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Ich ging Anfang Dezember online, was ein sehr günstiger Zeitpunkt war, da in der Vorweihnachtszeit Geschenke gekauft werden: KUKLA ist ein one-size-Produkt und – MANN (!) genauso wie FRAU – zumindest in Bezug auf die Konfektionsgröße nichts Falsches verschenken kann . Ja und im März war ich in der Puls4 Startup Show „2 Minuten 2 Milionen“ als Kandidatin, das hat für unfassbar viel Resonanz, Bestellungen und Bekanntheit geführt. Ich konnte durch meinen Pitch zwei namhafte Investoren gewinnen, was mich natürlich unendlich freut und anspornt.

Was ist das Besondere an dem Kleidungsstück?
Das Besondere am KUKLA-Wickelkleid ist, dass es sich jedem Frauentypus anpasst, ob Businesstermin oder Casual, zu jedem Anlass tragbar ist und auf unzählige Varianten gewickelt werden kann.

Wo kann man es kaufen und wie viel kostet es?
KUKLA kann man nur online unter www.madamekukla.com bestellen. Das variable Wickelkleid kostet 140 EUR und besteht aus dem Kleidungsstück und je einem Clip, der genau dort angebracht wird, wo man ihn benötigt.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für die Startup Show 2 Minuten 2 Millionen beworben haben?
Ich hab einen ehemaligen 2 Minuten 2 Millionen Kandidaten getroffen und der hat gemeint, dass seiner Meinung nach zwei Tatsachen für mich sprechen. Erstens: ich bin eine Frau und in der Show sind Gründerinnen viel zu wenig vertreten, und zweitens: ich hab ein „echtes“ Produkt, das man angreifen kann, was – im Gegensatz zu den vielen Apps und online Solutions – bestimmt für die Show und die Zuseher eine willkommene Abwechslung ist.

Wie haben Sie sich au die Show 2 Minuten 2 Millionen vorbereitet?
Wochenlang bin ich mit zwei erfolgreichen Unternehmern und vielen Freunden gesessen und hab vom Liquiditätsplan, über Pitch, über Argumente für/gegen das Produkt, mein Vorhaben, mögliche Fragen und Kritikpunkte durchdiskutiert und eintrainiert. Ich war – so denke ich – top vorbereitet…und sehr nervös 

Sie sind eines der wenigen Startups die es in die Show 2 Minuten 2 Millionen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was hatten Sie sich von der Show versprochen?
Anfänglich war für mich das große Ziel, es einfach nur in die Show zu schaffen. Nachdem ich die Zusage erhalten hab, haben sich meine Erwartungen verändert, weil ich einen super Pitch und danach stichhaltige Antworten auf die Fragen der Investoren liefern wollte. Man wächst an den Herausforderungen, denen man sich stellt 

Ziel der Show „ 2 Minuten 2 Millionen “ ist es, das Startups einen Investor bekommen und ein Deal zustande kommt. Welchen der Investoren hatten Sie im Fokus?
Ehrlich gestanden hab ich mir gar nicht vorstellen können, tatsächlich einen Investor zu gewinnen. Ich wollte in erster Linie mit einem authentischen Auftritt begeistern. Dass ich dann tatsächlich Michael Altrichter, Hans Peter Haselsteiner und Seven Ventures überzeugen konnte, das hat meine Erwartungen völlig gesprengt.

Wie geht es jetzt mit den Investoren Hans Peter Haselsteiner und Michael Altrichter weiter?
In naher Zukunft stehen die GmbH-Gründung, die Definition der zu erreichenden Ziele und der daraus abzuleitenden Meilensteine im Fokus.

Wie war nach der Sendung das Feedback aus der Presse sowie von den Kunden?
Überwältigend und unfassbar beeindruckend. Hunderte Mails, Bestellungen, Anfragen von Bloggern, Medien, Einladungen zu Vorträgen und Podiumsdiskussionen und hunderte Rückmeldungen von vielen begeisterten Menschen, die mir ihre Freude mitgeteilt haben.

Welchen Tipp würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Fragen, fragen, fragen, draußen und unterwegs sein, Canvas Board erstellen und Ideen/Gedanken sammeln, nicht aufgeben, und sich nicht unterkriegen lassen. Werner Götz fällt mir hierzu ein: „Wer will, der findet einen Weg, wer nicht will, der findet Gründe“ 

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Hoffentlich glücklich und zufrieden bestärkt durch viele begeisterte Kunden, die mit mir das Label KUKLA tagtäglich mit Leben erfüllen

Fotorechte: Puls4, 2Minuten2Millionen, Fotograf: Bernhard Eder

Wir bedanken uns bei Stefanie Kukla für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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