Wer nicht für seine Idee brennt, der überzeugt auch niemanden

kukki Cocktail frische, leckere Cocktails, fix und fertig und tiefgekühlt

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen doch kurz den Lesern vor!
Mein Mitgesellschafter Saif und ich haben uns beim Studium getroffen und gemeinsam an verschiedenen Ideen getüftelt und die Idee vom Cocktail in der Flasche mit Eis und Früchten perfektioniert. Die Kukki-Manufaktur befindet sich in Berlin. Wir produzieren dort von Hand und mit viel Liebe und Musik frische, leckere Cocktails, fix und fertig und tiefgekühlt.

Wie ist die Idee zu kukki entstanden?
Ok, da muss ich bis in meine früheste Jugend zurück. Ehrlich gesagt habe ich damals nie gerne Bier getrunken, sondern mich gefragt, ob es nicht etwas anderes gibt. Etwas, das beim Tanzen nicht stört und gleichzeitig lange frisch und kalt bleibt. Am besten ohne oder mit wenig Zucker und ohne
Konservierungsstoffe. Ich habe nachgedacht und – keine 12 Jahre später – die perfekte Antwort auf meine Frage gefunden. Den frischen Cocktail in der Flasche, mit Eis und Strohhalm. Der ist immer lecker, immer verfügbar. Der kommt tiefgefroren aus unserem Online-Shop. Auftauen – fertig!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die grössten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Ich habe immer gedacht, dass sich die Cocktails selbst erklären und dass sie wohl unwiderstehlich sein müssten…heute weiß ich, dass die Kunden intensiv betreut werden wollen, seien es die Veranstalter, Catering Unternehmen oder unsere Online Kunden. Manchmal hatte ich das Gefühl, etwas Neues, Unbekanntes am Markt zu platzieren. Auch wenn es eine richtig gute Idee ist, es ist viel aufwendiger als gedacht. Die Leute dachten: etwas Fertiges in der Flasche könne nicht gut sein. Dabei können wir es mit jedem Cocktail aufnehmen. Probiert es aus! Ach so die Finanzen. Wir haben ein Jahr mit Banken verhandelt. Die fanden die Idee alle toll, aber wie es eben so ist. Wir hatten nicht mehrere Jahresbschlüsse vorzuweisen oder die Sicherheiten waren das Problem. Jetzt arbeiten wir mit einem privaten Investor zusammen.

Wer ist die Zielgruppe von kukki?
Das ist ja das Schöne. Wir könnten 100 % der Kundschaft erreichen und wollen diese auch erobern. Jeder, der Freude am Leben hat, der Spaß haben will, der kein Barmixer ist und trotzdem etwas Hochwertiges trinken oder seinen Freunden anbieten will – und das alles ohne Konservierungsstoffe – ist bei uns richtig.

Was ist das Besondere an kukki?
Aus meiner Sicht gibt es derzeit kein Getränk in der Flasche, in dem das Eis und etwas Frucht schon drin ist. Denkt an den Sommer, denkt an eine heiße Party; der Cocktail bleibt kalt und hält sich tiefgefroren mindestens ein Jahr. Weil der Cocktail kalt bleibt, brauchen wir keine Konservierungsstoffe. Unsere Kunden wissen was sie bekommen, einen vollwertigen Cocktail mit 10,3 vol. % Alkohol.

Wie ist das Feedback?
Gottseidank wie erwartet. Wer unsere kukkis einmal probiert hat, den haben wir im Normalfall auch von unserem Produkt überzeugt. Vorsorglich stellen wir uns nun auch international auf und haben erste Gespräche in Asien geführt. Gleichzeitig stellen wir mit einer abgestimmten Strategie unsere Schutzrechte weltweit sicher.

Kukki wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Ganz klar in die Großveranstaltungen und überall dort, wo die Leute feiern und Spaß haben. Da ist die Beachparty ebenso dabei wie die Feier zum 30. Geburtstag. Unser Online Angebot soll unsere kukkis immer und überall verfügbar machen. Das logistische Konzept funktioniert und unsere Kunden bekommen tiefgekühlte Spitzenqualität – und das bald weltweit. In fünf Jahren möchte ich auf eine gut funktionierende Struktur im Unternehmen, immer noch motivierte Mitarbeiter und eine erweiterte Produktpalette zurückgreifen können. Es wartet ja immerhin auch noch der Markt für alkoholfreie Getränke…Ansonsten wollen wir unseren Prinzipien treu und neugierig bleiben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Jedes Geschäftsmodell ist anders, aber ich meine es schadet nicht, sich eine gewisse Härte gegen sich selbst und gegen andere zuzulegen. Nicht jeder Vorschlag ist wirklich gut.
Aufgeben ist auch keine Option. Die Ziele müssen verfolgt werden. Wer nicht für seine Idee brennt, der überzeugt auch niemanden. Eine gute Idee bleibt auch gut!
Und schließlich: Bleibt Euch selber treu. „Es ist besser für das was man ist gehasst. als für das was man nicht ist geliebt zu werden“. Ist nicht von mir, sondern von Kettcar, passt aber ganz gut.

Bild: Josef Klemm & Saif Hamed, Geschäftsführer & Gründer von kukki Cocktails

Wir bedanken uns bei Josef Klemm für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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