Dranbleiben und nicht zu schnell aufgeben

Kuchentratsch: Kuchen mit liebe von Omas gebacken

Stellen Sie sich und das Startup Kuchentratsch doch kurz vor!
Kuchentratsch ist ein soziales Start-up aus München, bei dem Seniorinnen und Senioren leckeren Omakuchen mit Liebe backen. In unserer Backstube können die Omas und Opas Kontakte knüpfen und sich etwas zur Rente dazuverdienen.
Wir verkaufen unseren Kuchen an Münchner Cafés und versenden ihn deutschlandweit an Firmen- und Privatkunden.

Wie ist die Idee zu Kuchentratsch entstanden? Welche Vision steckt dahinter?
Ich war auf der Suche nach leckerem Kuchen und habe gemerkt, dass man nirgends so guten Kuchen wie von meiner Oma kaufen kann. Da ich BWL mit Schwerpunkt auf Sozial- und Gesundheitsmanagement studiert habe, lag die Idee dann auch nicht fern, ein social Start-up zu gründen, bei dem Seniorinnen und Senioren mehr gesellschaftlich integriert werden. Meine Vision ist es, auf diese Weise eine gesellschaftliche Herausforderung mit einem wirtschaftlichen Modell zu lösen und damit auch anderen zu zeigen, dass sich Profitabilität und sozialer Gedanke nicht ausschließen müssen, sondern sogar befruchten können.

Wer ist die Zielgruppe von Kuchentratsch?
Unsere Fokus-Zielgruppe sind Firmenkunden, die auf der Suche nach individuellen Geschenkideen mit einer besonderen Geschichte sind.

Was ist das Besondere an den Kuchen? Welche Sorten gibt es? Wie wählen Sie die Omas aus?
Unsere Kuchen werden alle von Hand und mit viel Liebe von Omas und Opas gebacken. Wir bieten klassische Omakuchen an, von Apfelstreusel- bis Zupfkuchen ist alles dabei.

Seit Neuestem gibt es bei uns auch festlichere Naked Cakes, die vor allem bei Hochzeitspaaren beliebt sind.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Die Höhle der Löwen hatten wir schon lange im Auge. Bis vor einem Jahre waren wir mit unserem Konzept auf München begrenzt. In unseren Augen noch zu klein und lokal für das große deutschlandweite Format mit über 3 Millionen Zuschauern von VOX. Mit dem Launch unseres Versandkuchens kann man über unseren Online Shop unseren leckeren Omakuchen in ganz Deutschland bestellen.

Dieses Jahr stand nun dem Weg in Die Höhle der Löwen nichts mehr im Wege.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?
Mit zehn Tagen Vorbereitung auf den Drehtag blieb uns neben dem täglichen Trubel nicht so viel Zeit um uns im Detail vorzubereiten. Neben dem Anschauen von ein paar alten Folgen haben wir vor allem den kurzen Pitch ganz am Anfang in der Höhle der Löwen geübt. Auch auf die Deko und das Setting vor Ort haben wir uns ins Zeug gelegt um das Beste raus zu holen. Mit Opa Norbert und Oma Anni vertrauten wir dann auf die Ruhe im Alter und versuchten uns nicht verrückt zu machen.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Wir freuen uns sehr, dass wir den Schritt in „Die Höhle der Löwen” wagen durften. Selten hat man die Möglichkeit gleichzeitig vor so vielen Investoren sein Konzept zu pitchen. Für uns die tolle Möglichkeit fundiertes Feedback einzuholen. Und vor allem freuen wir uns auf das Feedback der Zuschauer.

Es gibt noch einiges, was wir besser machen können und freuen uns hierzu gute Ansatzpunkte zu bekommen.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf  Kuchentratsch aufmerksam werden?
Für uns ist es wie gesagt super spannend, so viele Zuschauer erreichen zu können, die sich unser Konzept ansehen – und uns hoffentlich Feedback geben. Natürlich ist auch das Medieninteresse rund um die Höhle der Löwen eine riesige Chance für uns und wir hoffen, dass wir damit auch über die Münchner Stadtgrenzen hinaus bekannter werden können.

Ziel der Sendung Die Höhle der Löwen ist es, dass ein Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Ehrlich gesagt sind wir uns nicht so sicher, ob unser Konzept mit sozialem Hintergrund wirklich relevant für die Investoren ist. Noch nie wurde in ein Konzept mit klarem sozialem Baustein und gesellschaftlicher Wirkung investiert.

Nichtsdestotrotz freuen wir uns auf alle Löwen und ihr Feedback gleichermaßen.

Kuchentratsch, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Mit unserem Konzept gibt es noch einige spannende Ansatzpunkte. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern können wir uns eine Backstube vorstellen. Wir wollen zeigen, dass sich soziale Wirkung und Wirtschaftlichkeit nicht ausschließen. Langfristig wollen wir mit Kuchentratsch die Frage, wie wollen wir leben, wenn wir alt sind, mitgestalten und zeigen, dass alt sein auch sehr viel Spaß machen kann.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Nicht zu lange tüfteln, sondern mit der Idee rausgehen und ausprobieren.
Mit jemandem zusammen zu gründen macht doppelt so viel Freude.
Dranbleiben und nicht zu schnell aufgeben. Der Weg des Gründens ist schwer und meist länger, wie man denkt.

Bild © MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Weitere Informationen finden Sie hier

Sehen Sie Kuchentratsch am 16.Oktober in #DHDL

Wir bedanken uns bei Katharina Mayer für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X