Versuche nicht, alles selbst zu machen!

Kruschhausen Cycles: Fiiz die Alternative zum altbekannten Klapprad

Stellen Sie sich und das Startup Kruschhausen Cycles kurz unseren Lesern vor!
Mein Name ist Tobias Kruschhausen, ich bin 33 Jahre alt und Produktdesigner. Nach fünf Jahren als Angestellter in einer Agentur und vielen Erfahrungen im Bereich Produktentwicklung habe ich den Schritt gewagt, mich selbstständig zu machen, um ein eigenes Produkt zu entwickeln und zu realisieren.

Ich habe das Startup Kruschhausen Cycles gegründet und das Thema Faltrad komplett neu interpretiert! Herausgekommen ist dabei das Fiiz, eine Alternative zum altbekannten Klapprad. Es verbindet die schlichte Form eines klassischen Diamantrahmens und den Fahrkomfort eines 26″ Rades mit kompakten Packmaßen.

Das puristische Urban Bike lässt sich in nur 20 Sekunden minimieren und gut in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Kofferraum mitnehmen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?
Schon seit langem hatte ich den Traum, ein eigenes Produkt zum Leben zu erwecken, das meinen Vorstellungen von Sinnhaftigkeit, Nachhaltigkeit und Ästhetik entspricht. Oft wird man als Produktdesigner mit der Aufgabe konfrontiert, ein weiteres kurzlebiges Wegwerfprodukt zu gestalten, welches nur den Sinn hat das Modell der vorherigen Saison zu ersetzen. Ich war also auf der Suche nach einer Idee für ein langlebiges Produkt, das auch zu meinen persönlichen Interessen passt und für das es einen Bedarf gibt. Als ich eine passende Idee gefunden hatte, habe ich mich entschieden alles auf eine Karte zu setzen und ein Unternehmen zu gründen.

Welche Vision steckt hinter Kruschhausen Cycles?
Kruschhausen Cycles möchte all diejenigen fürs Radfahren begeistern, die Wert auf funktionale, flexible Mobilität in Kombination mit einem hohen Anspruch an Design und Fahreigenschaften legen. Wir wollen mehr Menschen dazu bringen, das Fahrrad mit in ihre täglichen Wege zu integrieren. Egal ob in Kombination mit dem Auto, der Bahn oder dem Bus.

Das Fahrrad ist mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Durchs tägliche Radfahren lässt sich leicht eine Portion Sport in den Alltag integrieren und dabei noch etwas Gutes für die Umwelt tun. Jedes Rad mehr ist potentiell ein Auto weniger, vor allem in der Stadt.

Unser Faltrad, das „Fiiz“ ist eine Bereicherung zum bestehenden Mobilitätangebot und leistet so einen Beitrag zum Klimaschutz.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die technische Umsetzung war mit Sicherheit eine der größten Herausforderungen. Die Belastungen, die ein Fahrradrahmen aushalten muss sind enorm. Beim Tritt in die Pedale erzeugt man Torsionskräfte, die auf den Rahmen wirken. Bis der teilbare Rahmen des „Fiiz“ alle Tests ausgehalten hat, hat es einige Anläufe und Prototypen gebraucht.

Finanziert habe ich das Startup bisher überwiegend durch private Mittel. Zu Beginn der Gründungsphase habe ich noch einen Gründungszuschuss erhalten. Außerdem habe ich vom Land Baden-Württemberg Förderangebote wie den Innovationsgutschein A und B und den Steinbeis EXI-Gründungsgutschein wahrgenommen. Für die Patentanmeldung habe ich das Förderprogramm Wipano des Bundes in Anspruch genommen.

Wer ist die Zielgruppe von Kruschhausen Cycles?
Das Fiiz richtet sich an alle, die das Fahrrad flexibel mit in ihren Alltag integrieren möchten und dabei nicht auf ein schönes, schlichtes Design und gute Fahreigenschaften verzichten wollen. Wir wollen Leute ansprechen, die ein Faible für das Besondere haben und sich nicht mit einem beliebigen Massenprodukt zufriedengeben. Das Bike eignet sich z.B. für Pendler, die auf ihrem Weg zwischen den verschiedenen Verkehrsmitteln wie Bus, Bahn oder Car-Sharing wechseln. Aber auch im Urlaub, z.B. beim Camping macht das Fiiz Sinn.

Zu Hause oder im Büro kann es leicht verstaut werden.

Wie funktioniert das Fiiz? Wo liegen die Vorteile?
Mit nur einem Schnellspanner lässt sich der Rahmen des „Fiiz“ teilen. Das Rad kann dann mit ein paar Handgriffen in den Transportmodus gebracht werden. So kann es dann ohne großen Kraftaufwand bequem auf seinen beiden parallel rollenden Rädern geschoben oder gezogen werden. Durch den Einsatz eines wartungsarmen Riemenantriebs gibt es keine fettigen Stellen.

Das Fiiz fährt sich wie ein gutes, normales Fahrrad.

Man merkt nicht, dass man auf einem Faltrad sitzt und es sieht auch nicht danach aus! Durch sein cleanes, klassisches Design wirkt es wie ein modernes Urban Bike. Die 26“ Laufräder sorgen für besten Komfort. Trotz der großen Räder lässt sich das Fiiz gut im Kofferraum oder der Gepäckablage im ICE verstauen.

Wie ist das Feedback?
Im Frühjahr 2018 haben wir das Fiiz auf der Berliner Fahrradschau das erste Mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Rahmen der Cyclingworld Düsseldorf hat es den Award „Best Urban Bike 2018“ gewonnen. Die Reaktionen waren durchweg sehr positiv. Jeder, der das „Fiiz“ selbst in die Hand genommen hat und damit probegefahren ist, war sehr von der Handhabung und den Fahreigenschaften angetan. Sowohl Menschen, die sich zuvor nicht für das Thema Faltrad interessiert haben als auch eingefleischte Faltrad-Fans sind begeistert. Das schönste Feedback, dass wir bisher bekommen haben: „…das Fahrrad trifft zu 100% meine Vorstellung!

Endlich habe ich mein Traumbike gefunden.“ Sowas ist natürlich schön zu hören und macht Mut, den Weg weiter zu gehen.

Kruschhausen Cycles wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Momentan arbeiten wir daran, das ausgereifte und getestete „Fiiz“ in Serie zu bringen. Die ersten Bikes werden Mitte 2019 am Markt erhältlich sein.

Der Markt der Falträder wächst stetig. Wir wollen uns als Premium-Marke etablieren, die für clevere, funktionale Fahrräder mit einem hohen Designanspruch steht. Nach und nach wollen wir unser Produktportfolio rund um das Kernprodukt Fiiz erweitern. Mit unseren Produkten wollen wir vorallem zur modernen Mobilität in urbanen Räumen beitragen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Gründe nur mit einer Idee, die auch zu dir persönlich passt. Manches dauert länger, als man zu Beginn denkt. Da ist es hilfreich, wenn man für die Sache richtig brennt, um auch Durststrecken zu überstehen.
2. Lass dich von Rückschlägen nicht entmutigen. Nach meiner Erfahrung klappt vieles nicht beim ersten Anlauf. „Trial and Error“ gehört dazu.
3. Versuche nicht, alles selbst zu machen. Es ist zwar gut, von allen Bereichen etwas zu wissen und zu verstehen, aber es macht Sinn, sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tobias Kruschhausen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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