5 Kosten, die auf dich als Gründer zukommen

Der Finanzplan: das Schreckgespenst eines jeden Businessplans. Geplante Kosten, Einnahmen, Cash-Flow und Konsorten können vor allem unerfahrene Gründer schnell abschrecken. Nimmt man sich das Zahlenwerk allerdings im Einzelnen vor und bricht die Masse auf kleine Teile herunter, beginnt man Zusammenhänge zu erkennen.Plötzlich fängt der Finanzplan an Sinn zu machen.

Um bei genau dieser Zerlegung zu helfen, findest du hier 5 Kosten die zwangsläufig in jedem Unternehmen anfallen:

1. Personal
Sie sind in erster Linie Menschen, aber in der Finanzplanung sind sowohl Mitarbeiter als auch Gründer eine Ressource. Das heißt natürlich nicht, dass sie mit einem Laptop gleichzusetzen sind. Doch tatsächlich ist der Lohn pro Stunde im Regelfall der größte laufende Posten im Unternehmen. Es ist wichtig, genau zu planen, wofür und wie lange man seine Mitarbeiter einsetzt. Ein klassischer Gründerfehler ist zu vergessen, dass auch Gründer einen Wert pro Stunde haben. Das heißt, dass man sich in dieser Beziehung auch selbst kontrollieren muss.

2. Miete und laufende Kosten
Der Klassiker: Miete, Strom, Wasser, Internet und Heizkosten. Diese Kosten sind einem aus dem Privatleben geläufig. Im eigenen Unternehmen sind sie allerdings etwas höher und es kommen eventuell Dienstleistungskosten wie ein Reinigungsdienst hinzu. Bei den Geschäftsräumen muss man einen ganz klaren Plan für die Entwicklung des Unternehmens haben. Soviel Raum wie nötig, so wenig wie möglich.

3. Marketing
Die Kosten des Marketings sind stark von der Unternehmensart abhängig. Für eine Bäckerei reichen kleinere Maßnahmen wie eine Website und eine Flyer-Aktion. Unternehmen, die allerdings einen Großteil ihres Geschäfts im Internet tätigen, werden weit mehr investieren müssen. Suchmaschinenoptimierung, Linkbuilding und Social Media Marketing sind nur ein paar Begriffe mit denen sich Gründer im Web 2.0 beschäftigen müssen. Marketing ist wichtig, sollte aber wegen des Preises immer ein klares Ziel haben.

4. Ausstattung
Kein erfolgreiches Unternehmen entstand in einem leeren Büro. Büroeinrichtung und Ausstattung sind unverzichtbar. Dazu gehören unter anderem Computer, Telefone und Drucker. Durch die neuen Herausforderungen für Unternehmen im Internet kommt noch digitale Ausstattung hinzu. Achtung: Bevor man sich auf ein Tool festlegt, sollte man es ausführlich testen. Tut man das nicht, ist man unter Umständen an ein mangelhaftes Tool gebunden, das einen dreistelligen Monatsbetrag verschlingt. Tools sollen den Erfolg fördern, nicht die Arbeit verlangsamen.

5. Unvorhergesehenes
Ein Posten, der oft und gern vernachlässigt wird. Eine Kostenreserve für ungeplante Kosten zu haben ist überlebenswichtig für jedes Unternehmen. Widerrufs- bzw. Stornierungskosten sind vor allem bei Onlinehändlern ein wichtiges Thema. Rechtliche Beratung in der Gründungsphase und bei Notfällen kann eine ganze Stange Geld kosten. Finde heraus, welche ungewöhnlichen Kosten deinen Unternehmensbereich betreffen und lege entsprechend Finanzmittel zurück.
Diese Liste hat dir einen kurzen Einblick in die Kosten gegeben, die auf dich zukommen. So wie jedes Unternehmen einzigartig ist, sind es auch die Kosten die anfallen. Finde heraus, welche Ausgaben für dein Unternehmen relevant sind, plane entsprechend und du wirst keine böse Überraschung erleben.

Bild: Fotoquelle: © NinaMalyna -Fotolia.com

Julius Pankoke

Julius Pankoke hat einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und lebt in Berlin. Seine Spezialgebiete sind Entrepreneurship und Business Development. Julius teilt sein Wissen gern mit Gründern und Startups bei SmartBusinessPlan Kontakt

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