Samstag, Juli 2, 2022

Mit Konflikten das eigene Unternehmen weiterentwickeln

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Die meisten Unternehmer möchten Konflikte um alles in der Welt vermeiden. Sie scheinen Angst davor zu haben, dass bereits etablierte Strukturen und Prozesse in Mitleidenschaft gezogen werden, dabei ist das Gegenteil der Fall. Konflikte, richtig genutzt, sind das Salz in der Suppe der Unternehmensentwicklung. Produktiv durchlebt werden sie zum absoluten Turbo für die persönliche und unternehmerische Weiterentwicklung. In diesem Artikel wird darauf eingegangen, was es benötigt, um Konflikte erfolgreich zu nutzen.

Konflikte sind unvermeidbar

Ein konfliktfreies Unternehmertum ist nicht nur illusorisch, es ist von Haus aus auch unmöglich. Dies hat damit zu tun, dass man als Unternehmer mit unterschiedlichen Instanzen zu tun hat, deren Bedürfnisse, Wünsche, Ziele und Einstellungen sich teilweise vollkommen widersprechen. Man nehme nur die Instanzen Lieferant und Unternehmen. Der Lieferant möchte mit seinen Waren den maximalen Preis erzielen und der Unternehmer den minimal möglichen Preis bezahlen, vereinfacht gesagt.

Die Interessen widersprechen sich somit diametral und dennoch kann eine Einigung gefunden werden, wenn ein Kompromiss erschaffen wird. Auch Mitarbeiter haben teilweise andere Wünsche und Ziele als ihre Arbeitgeber. Konflikte sind also vorprogrammiert und nichts Ungewöhnliches – sie sind die Regel. Nun ist es jedoch entscheidend, wie mit diesem Konfliktpotenzial im Unternehmen umgegangen wird. Unternehmen können sich nämlich für eine Konfliktvermeidung oder für eine Konfliktnutzung entscheiden. 

Unternehmenskultur ist Kommunikationskultur

Es klingt beinahe banal, doch gelebte Unternehmenskultur ist letzten Endes immer Kommunikationskultur. Je offener mit dem Thema Konflikt umgegangen wird und je freier beispielsweise Mitarbeiter über diese Faktoren reden dürfen, desto eher werden diese auch zur Sprache kommen. Konfliktvermeidung muss auf jeden Fall vermieden werden, weil hier enormes Entwicklungspotenzial verlorengeht. 

Konflikte sind nichts anderes als das Aufzeigen von Verbesserungspotenzial. Darüber hinaus mobilisiert ein Konflikt wichtige Energiereserven, um entsprechende Veränderungsprozesse auch tatsächlich in der Realität umzusetzen. Niemand sagt, dass es angenehm und einfach ist, Konflikte zu thematisieren und zu durchleben, doch für die Unternehmensentwicklung ist alles andere Gift.

Konfliktvermeidung ist Entwicklungsvermeidung

Unternehmen, die verhindern, dass Konflikte angesprochen oder gemeistert werden, lassen wertvolles Entwicklungspotenzial liegen. Es ist sogar noch schlimmer – durch diese Konfliktvermeidung kann es dazu kommen, dass die Konflikte im Hintergrund verbleiben und sich subtil, also unbemerkt, negativ auf die täglichen Handlungen auswirken. Das ist der absolute Worst-Case, der unbedingt vermieden werden sollte. 

Natürlich ist das genaue Gegenteil auch nicht von Vorteil. Dass Konflikte bewusst geschürt werden, ist ebenso destruktiv, wie diese zu verneinen und sich ihnen überhaupt nicht zu stellen. Je besser die Kommunikationskultur darauf ausgerichtet ist, Konflikte als enorme Verbesserungsressource zu behandeln, desto leichter wird dies von allen Beteiligten auch umgesetzt werden können.

Impulse von außen

Für die Konfliktbearbeitung ist es auch ratsam, Impulse von außen zu holen. Dies kann in Form von Experten, Mediatoren, Kommunikationstrainern, Psychologen oder anderen Unternehmern geschehen. Auch hier kann eine Perspektive von außen dabei helfen, noch weitere Potenziale zu identifizieren. Unternehmer, die bereits bewiesen haben, dass sie Konflikte produktiv für ihre eigene Unternehmensentwicklung genutzt haben, sollten logischerweise die erste Wahl sein. Dabei empfiehlt sich ein Mix aus Branchenkennern und Branchenfremdlingen. Die erste Kategorie bringt wertvolles, fachspezifisches Know-how mit in den Prozess, wohingegen die zweite Kategorie für neue, frische und alternative Impulse sorgen kann.  Man kann von anderen Branchen enorm viel lernen, wenn man es zulässt, denn der Umgang mit Konflikten und die Gestaltung von Kommunikation ist in jedem Unternehmen ein wichtiges Thema.

Lernen von anderen Branchen

Den Chancenblick zu wahren und den eigenen Horizont nicht als gegeben anzunehmen, hilft enorm dabei, als Unternehmer zu wachsen. So kann man von anderen Branchen neue Zugangsweisen zu und Perspektiven auf bestimmte Themen erhalten. Auf diese Weise sorgt man dafür, dass man nicht ständig ähnliche Lösungsansätze verfolgt, sondern durchaus auch mal einen völlig anderen Weg geht, der zum Erfolg führt. 

Beispielsweise kann man viel von Gastronomiebetrieben lernen, wenn es um spontane Entscheidungen, effiziente Kommunikation in Stresssituationen und den Zusammenhalt in einem Team geht. Mit der Fähigkeit der Abstraktion und dem Ziehen von Parallelen können hier wertvolle Impulse für das eigene Unternehmen herausgefiltert werden, obgleich es vielleicht überhaupt nichts mit der Gastronomiebranche am Hut hat. 

Die zwei wichtigsten Fragen für Unternehmer

Die Qualität der eigenen Fragen bestimmt die Qualität der Antworten. Demzufolge ist es entscheidend, wie man sich einer Situation nähert, um von ihr zu profitieren. 

Es gibt zwei entscheidende Fragen, die sich Unternehmer immer und immer wieder stellen sollten:
  1. Wie kann ich diesen Konflikt für die unternehmerische Weiterentwicklung nutzen?
  2. Was kann ich von diesem Unternehmen für mein eigenes Unternehmen lernen?

Mit diesen Fragen ist jeder Unternehmer gut gerüstet für die täglichen Herausforderungen, die das Unternehmertum mit sich bringt. 

Autor:

Nikos Wolters kann auf über 24 Jahre Unternehmertum in der Gastronomie zurückblicken und zeichnet sich derzeit für den Vertrieb der Conty Luxury Tiny Houses verantwortlich. Für das Unternehmern stellt er sein außerordentliches Gespür für Marktpositionierung zur Verfügung. 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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