Dienstag, November 30, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Koncept Hotels bietet den Gästen ein nachhaltiges, digitales und zeitgemäßes Hotelerlebnis in der Destination

Stellen Sie sich und das Startup Koncept Hotels doch kurz unseren Lesern vor!

Wir bei Koncept Hotels bieten unseren Gästen das nachhaltigste, digitalste und damit zeitgemäßeste Hotelerlebnis in der Destination. Durch unseren hohen Digitalisierungs- und Automatisierungsgrad schaffen wir Mehrwerte: Für die Gäste bedeutet das vor allem ein erhöhter Komfort, da viele Services, die man aus anderen Hotels kennt, rund um die Uhr selbst und bequem am Smartphone erledigt werden können. Für unsere Mitarbeitenden bedeutet es vor allem, dass sie weniger Zeit in stupide, sich wiederholende Jobs stecken müssen und so flexibler in der Gestaltung ihrer Arbeitszeit sind. Damit gewinnen sie mehr Raum, um sich um das Gasterlebnis intensiv zu kümmern und es perfekt zu machen. Uns als Unternehmen wiederum befähigt die Digitalisierung, dass wir einen Kostenvorteil haben, den wir nutzen, um in unsere ganzheitliche Nachhaltigkeitsziele zu investieren. Die sind der eigentliche Grund, warum es Koncept Hotels gibt.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

2017 ist zwar noch gar nicht lange her, aber das Thema Nachhaltigkeit war damals noch nicht mal ein Buzzword in der Hotellerie. Niemand machte sich Gedanken darüber, welchen Schaden unsere Branche auf ökologischer, gesellschaftlicher und sozialer Ebene anrichtet. Für mich war das ein nicht hinnehmbarer Zustand und mir war klar, dass die Hotellerie von morgen anders sein muss. Sozialer, fairer, mit besseren Arbeitsbedingungen, integrativer, grüner, digitaler und mehr auf die echten Bedürfnisse der Reisenden fokussiert. Daraus entstand der Anspruch, genau das umsetzen zu wollen, was wir heute bei Koncept Hotels realisieren.

Welche Vision steckt hinter Koncept Hotels?

Wir glauben, dass jeder Mensch und jedes Unternehmen seinen Beitrag dazu leisten sollte, die Welt um uns herum besser zu machen. In einer margenschwachen Branche wie der Hotellerie galt die Investition in eine ganzheitlich nachhaltige Unternehmensführung lange Zeit als unmöglich. Bis wir daherkamen und aufgezeigt haben, dass ein Öko-Hotel nicht auf dem Land stehen muss, sondern auch 70 Zimmer in einer Millionenstadt haben kann. Oder dass Arbeiten im Hotel nicht heißen muss, dass man seine Kinder kaum mehr sieht, weil man zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein muss – und Überstunden schieben darf. Oder dass es falsch ist anzunehmen, Menschen mit Behinderungen sollten bloß keinen Gästekontakt haben, weil „die das nicht können“. 

Kurzum: Unsere Vision ist eine bessere Hotellerie.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind recht stolz darauf, dass wir immer noch finanziell komplett unabhängig agieren können – auch und gerade jetzt in dieser größten Krise unserer Branche seit über 70 Jahren. Dadurch können wir uns die Agilität und Flexibilität, die ein erfolgreiches Wirtschaften in unserer Branche zur Voraussetzung hat, bewahren. Und erfolgreich ist unser Konzept tatsächlich: Wurden wir anfangs noch belächelt und nach dem Gewinn des Digital Leader Awards – einem der wichtigsten branchenübergreifenden Digital-Preise Deutschlands – auch von manchem Marktbegleiter attackiert, so bekommen wir heute ein durchweg positives Feedback aus der Branche zurückgespiegelt. Das uns auch dazu bewegt hat, unser Konzept dem Markt mittels eines Franchise-Systems zugänglich zu machen.

Wer ist die Zielgruppe von Koncept Hotels?

Bei uns schlafen Menschen, denen es wichtig ist, dass sie nicht irgendwo schlafen. Sie wollen ein frisches Design in einer tollen Lage, aber auch noch ein bisschen mehr. Sie wollen wissen, dass ihre Übernachtung etwas bewegt, dazu beiträgt, dass die Welt um sie herum ein kleines Stück weit besser wird. Durch unsere sozialen und ökologischen Projekte, die jeder Gast bei seinem Aufenthalt in einem Koncept Hotel unterstützt, bekommen sie genau das.

Was ist anders? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wo viele unserer Marktbegleiter keine klare Antwort geben können, haben wir auf die Frage nach dem Warum überhaupt keine Zweifel. Wir wissen, warum wir das hier machen. Unsere Vision einer besseren Hotellerie ist ganz deutlich und unsere Ziele motivieren uns jeden Tag, diese umzusetzen. Und dieser Spirit wird von allen unseren Mitarbeitenden getragen, was letztendlich auch der Gast bei der authentischen Umsetzung unserer Vision spürt.

Koncept Hotels, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir wollen weiter organisch wachsen und beweisen, dass sich unser nachhaltiges Geschäftsmodell skalieren lässt und dabei dennoch seine Werte bewahrt. Natürlich wollen wir noch mehr Koncept Hotels in tollen Destinationen dort draußen sehen, die durch einen hohen Grad an Digitalisierung einen Kostenvorteil im Wettbewerb haben und diesen nutzen, um sich für eine ganzheitliche Nachhaltigkeit einzusetzen. Aber auch wenn die Branche uns als Proof of Concept nimmt, um selbst nachhaltiger zu werden, haben wir viel gewonnen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Da wir fest davon ausgehen, dass Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind nicht ausschließen, lege ich jeder Gründerin und jedem Gründer ans Herz, das Geschäftsmodell auf den gesellschaftlichen Kontext zu überprüfen. Wir haben schon genug schnell skalierende Unternehmen da draußen, die einzig Werte auf den Konten ihrer Investoren schaffen, aber selbst keine für die Welt um sich herum bereithalten. Ethisches Wirtschaften ist nachhaltiges Wirtschaften und wir werden in den kommenden Jahren einen wahren Boom an Investments in diesem Bereich sehen, weshalb dieser Blick auf das eigene Tun sicherlich nicht zum Nachteil wird. Das war zwar nur ein Tipp, dafür vielleicht ein wichtiger.

Wir bedanken uns bei Martin Stockburger für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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