Saugt so viel Wissen auf, wie ihr könnt!

Kolibri Games Spiele Firma in Berlin: Idle Miner Tycoon und Idle Factory Tycoon

Stellen Sie sich und das Startup Kolibri Games kurz unseren Lesern vor!

Wir sind Kolibri Games, eine junge Spielefirma mit Hauptsitz in Berlin. Meine Mitgründer und ich haben die Firma 2016 aus unserer Studenten-WG in Karlsruhe heraus gegründet, komplett eigenfinanziert, ohne Investorengelder. Wir haben uns damals alle für Mobilegames interessiert und uns dann das Ziel gesetzt, auf dem Spielemarkt erfolgreich zu werden. Acht Wochen später haben wir unser erstes Spiel veröffentlicht, “Idle Miner Tycoon” – ein Simulationsspiel, in dem Spieler ein Minenimperium aufbauen können. Der Titel wurde ein Hit und hat heute weltweit fast 90 Millionen Downloads erreicht. Dieser Erfolg hat es uns erlaubt, als Firma weiter zu wachsen. Heute sind wir etwa 100 Kolibris, haben mittlerweile ein zweites Spiel herausgebracht und arbeiten täglich daran, unsere beiden Titel anhand der Wünsche unserer Spieler weiterzuentwickeln und zu verbessern. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Individuell und als Gründerteam waren wir schon immer unternehmerisch veranlagt und wussten früh, dass wir eine erfolgreiche Firma großziehen wollen. Vor Kolibri haben wir in verschiedenen Konstellationen an Startup-Projekten gearbeitet – auch nicht ganz unerfolgreich, dennoch hatten unsere Projekte nicht genug Wachstumspotenzial und sind nicht nach unseren Vorstellungen skaliert. 

Zur Zeit der Gründung spielten wir alle gerne den Supercell-Hit “Clash of Clans” und als wir herausfanden, dass das Spiel über eine Milliarde Umsatz im Jahr einbrachte, beschlossen wir, einen Jugendtraum wahr zu machen: Spiele zu entwickeln. 

Welche Vision steckt hinter Kolibri Games?

Unsere Vision mit Kolibri Games ist, die am stärksten Spieler-orientierte Games-Firma der Welt zu werden. “Creating truly player-centric games” – mit diesem Grundsatz hat alles angefangen, dieser Leitsatz hat uns zum Erfolg verholfen. Wir haben von Anfang an viele unserer Entwicklungs- und Geschäftsprozesse darauf ausgelegt, schnell Feedback unserer Spieler in unseren Titeln implementieren zu können. In der Branche haben wir uns damit einen Namen gemacht und wollen diese Position weiter ausbauen. 

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Finanziert haben wir uns komplett alleine, wir hatten schließlich zu Beginn kaum Ausgaben – wir haben quasi unsere eigene Arbeitszeit voll investiert und alle anderen Kosten niedrig gehalten

Die größte Herausforderung (und gleichzeitig unser größtes erstes Learning) war unser erstes gescheitertes Projekt als Team. Wir hatten uns ein viel zu ambitioniertes und komplexes Spiel vorgenommen, das mit unseren Ressourcen wahrscheinlich bis heute nicht fertig geworden wäre. Die Entscheidung, alles bis dahin Erreichte wegzuwerfen und noch einmal ganz von vorne anzufangen war nicht leicht, aber genau richtig. Wir erkannten, dass wir nicht nur unser Projekt überdenken mussten, sondern auch unsere gesamte Herangehensweise. Dass es viel besser ist, sehr schnell einen Prototypen an den Markt bringen, die Nachfrage zu testen und das Spiel ab da zusammen mit den Spielern zu verbessern – das ist die Erkenntnis, der wir unseren Erfolg verdanken. 

Wer ist die Zielgruppe von Kolibri Games?

Jeder Mensch, der ein Smartphone besitzt, gehört zu unserer Zielgruppe. Unser Ziel ist es, unsere Spiele zu “Generation Games” aufzubauen, also Spiele die von jung und alt auf der ganzen Welt gespielt werden. Idle Miner Tycoon und Idle Factory Tycoon sind extrem zugänglich: man muss kein “Gamer” sein um sich zurecht zu finden. Zudem sind sie “Free to Play”, also ohne Kostenbarriere zum Download verfügbar und in über 25 Sprachen erhältlich. 

Welche Spiele haben Sie schon entwickelt?

Aktuell zwei. Unser erstes Spiel war Idle Miner Tycoon. Darauf folgte im April 2018 Idle Factory Tycoon. 

Wie ist das Feedback?

Das Feedback ist großartig. Fast 100 Millionen Downloads für beide Spiele insgesamt und beinah perfekte Bewertungen durch die Spieler auf allen Plattformen sprechen für sich. Unsere Spieler wissen es zu schätzen, dass wir extremen Fokus auf ihre Wünsche und Vorstellungen legen. 

Kolibri Games, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Unser Ziel als Gründer ist es, mit Kolibri Games ein nachhaltig profitables Technologieunternehmen aufzubauen, welches den Herausforderungen eines harten Marktes gewachsen ist. Wir haben die erste kritische Skalierungsphase überstanden und müssen jetzt Strukturen schaffen, um weiterhin nachhaltig wachsen zu können. Was das für uns in fünf Jahren bedeutet? Ein deutlich größeres Team, weitere international erfolgreiche Spiele die die App-Charts erobern und viele, viele glückliche Spieler. 

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Saugt so viel Wissen auf, wie ihr könnt. Im Jahr der Gründung haben wir jede Woche ein Buch gelesen, weil uns vor allem beim Thema Leadership viel Erfahrung gefehlt hat. Außerdem haben wir jede Menge Unternehmer ausgefragt, die uns wertvolle Ratschläge geben konnten. 
  1. Lernt aus euren Fehlern. Kein Unternehmen läuft immer perfekt, aber die Fähigkeit Fehler, als solche zu erkennen und daraus Wachstumspotenzial zu schöpfen, zeichnet gute Gründer aus.
  1. Wisst euer Team zu schätzen und lasst es eure Wertschätzung spüren. Scheut euch nicht, in euer Team zu investieren, denn eine Investition ins Team ist eine nachhaltige Investition in euer Unternehmen. Belohnt das Vertrauen eures Teams in euer Unternehmen, vor allem schon vor eurem großen Erfolg. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei  Janosch Sadowski für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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