Kokku: lecker vegan genießen

Kokku vegane Produkte von Lebensmittel über Kosmetika bis zur Tiernahrung

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Kokku doch kurz vor!
kokku, also kokku-online.de, wurde von uns 2014 als veganer Onlineshop gegründet. Das ursprüngliche Gründungsteam besteht aus Manja, Scarlett und Dieter. Thomas, der Vierte im Bunde, ist erst kurz vor der Eröffnung dazu gestoßen. Ansonsten verfügen wir über ein relativ großes Netzwerk an Helfern, auf das wir bei Bedarf zugreifen können.

Wie ist die Idee zu Kokku entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Entstanden ist die Idee im Grunde dadurch, dass in Dresden eine Einkaufsmöglichkeit für Veganer fehlte. Ein rein lokales Geschäft macht für uns jedoch keinen Sinn, auch wenn es in Dresden an die 7000 Veganer geben soll. Die Konkurrenz durch die zahlreichen Bio-Läden – auch wenn diese nur ein zum Teil veganes Sortiment führen – war einfach zu groß. Im Nachhinein hat sich das als weitsichtig herausgestellt, wenn man den momentanen Trend zur Aufnahme veganer Produkte ins Sortiment der Supermärkte bedenkt.
Da Dieter Programmierer ist, konnten wir leicht auf einen Onlineshop umschwenken. Wir, also Manja und Scarlett, haben dann eher den themenbezogenen Sachverstand, können die Kunden individuell beraten und stehen für sämtliche Anfragen zur Verfügung.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Bis jetzt haben wir uns komplett mit Eigenkapital finanziert. Einen Gründungskredit haben wir erst kürzlich in Anspruch genommen, um unser Angebot weiter ausbauen zu können. Neue Produkte sind in dem sich schnell entwickelnden Markt der veganen Lebensmittel extrem wichtig. Viele unserer Kunden sind begierig, neue Sachen zu testen. Zwar gibt es die sogenannten Evergreens, aber Neues wird hier oft euphorisch aufgenommen. Gut möglich, dass in ein paar Jahren wieder eine Art von Sättigung eintritt, momentan ist dies jedoch nicht zu beobachten.
Für uns bestand die größte Herausforderung bis jetzt darin, das laufende Geschäft aus dem eigenen Kapital zu stemmen und weiter auszubauen. Das ist uns glaube ich ganz gut gelungen.

Wer ist die Zielgruppe von Kokku?
Neben den klassischen Veganern kommen zunehmend ernährungsbewusst lebende Menschen dazu, die nicht dem ganzen ethischen Überbau des Veganismus folgen. Die Betonung liegt da eher auf dem eigenen Körper. Das jugendliche, hippe Publikum, was man gewöhnlich mit Veganern verbindet, ist bei uns gar nicht mal so stark ausgebildet. Es kaufen auch viele ältere Menschen ein, denen die Ärzte Fleischabstinenz verordnet haben.
Im B2B-Bereich sind unsere Zielgruppen natürlich Gastronomen und kleinere Wiederverkäufer wie Spätshops. Hier wird in den nächsten Jahren der Markt noch ordentlich wachsen.

Welche Produkte findet man auf Kokku?
Wir bieten auf kokku-online.de alles an, was der Veganer für seine Ernährung braucht, plus Tierfutter und einige Kosmetika. Insgesamt führen wir momentan knapp über 1200 Produkte mit stark steigender Tendenz.
In Zukunft werden wir mehr exklusive Produkte in den Shop aufnehmen.

Mit welchen Partnern arbeiten Sie zusammen?
Unsere Waren beziehen wir entweder direkt von den Herstellern oder über Großhändler. Einzelne Produkte kommen aus dem regionalen Umfeld. Da könnte man am ehesten von Partnern sprechen. Ansonsten wird bei uns alles in Eigenregie realisiert.
Da wir im Gründungsteam einen Programmierer haben und in unserem Netzwerk mehrere Grafiker und Onlinemarketer zu finden sind, fällt uns der Ausbau unseres Webshops vergleichsweise leicht.

Kokku, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen uns am Markt behaupten und unsere Stammkundschaft sukzessive erweitern. Wie genau das in 5 Jahren aussehen wird, wissen wir noch nicht. Wie gesagt, der Markt für vegane Lebensmittel ist gerade einer ziemlich starken Veränderung ausgesetzt.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Holt euch zu jeder Zeit ein begründetes Feedback von Leuten, denen ihr Sachverstand zutraut. Das beste Feedback kommt natürlich von kritischen Kunden!
Reserviert euch täglich ein Zeitfenster, in welchem ihr euch mit der Weiterentwicklung eures Unternehmens beschäftigt. Gerade nach der anfänglichen Gründungsphase kommt ihr sonst in den täglichen Trott, der die Weiterentwicklung eher behindert.

Wir bedanken uns bei Manja und Scarlett für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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