Nicht unterkriegen lassen!

KOENA tec unterstütz aktiv die Integration von weiteren erneuerbaren Energien ins europäische Stromnetz.

Stellen Sie sich und das Startup KOENA tec doch kurz unseren Lesern vor!
KOENA tec hebt Demand Response Dienstleistungen am Energiemarkt auf ein neues Level. Durch die kontinuierliche Zunahme von erneuerbaren Energien werden unsere Stromnetze immer instabiler. Der Strom kann nicht mehr dann produziert werden, wann er benötigt wird, sondern muss dann genutzt werden, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Dafür werden flexible, an die Stromproduktion anpassbare Systeme benötigt, um die hohe Versorgungssicherheit in Europa zu wahren. Genau an dieser Stelle kommt KOENA tec ins Spiel: Mit uns können potenzielle Kunden einen Anlagenpool aus schon vorhandenen Endgeräten, wie beispielsweise Gastronomiekaffeemaschinen und Kühlgeräten aus dem Gewerbesektor, intelligent verwalten.

Dieser Anlagenpool agiert als smartes, virtuelles Kraftwerk und entlastet dabei das Stromnetz, indem es kurzfristige Stromüberschüsse und Strommängel ausgleicht, ohne dabei den Nutzer zu beeinflussen. Das heißt, die Anschaffungen von zusätzlichen Kraftwerken oder Speichern entfallen, der Ressourcenaufwand wird geringer und die Gewinnspannen aller Beteiligten erhöht sich. KOENA tec unterstütz damit aktiv die Integration von weiteren erneuerbaren Energien ins europäische Stromnetz.

Wir von KOENA tec setzen auf Kaffeemaschinen und nicht auf Kraftwerke, um unsere Netze stabil zu halten.

Wie ist die Idee zu KOENA tec entstanden?
Der Grundstein unserer Idee entstand während eines Projekt noch während unserem Studium. Dort haben wir stromnetzentlastende Systeme mit Gebäudebeheizungsanlagen untersucht. So eine Idee verändert sich und reift dann natürlich mit der Zeit. Nach einigen tiefgründigen Gesprächen und Diskussionen stand dann unsere Idee fest: Demand Response mit endnutzerbedienten Geräten, die nicht extra dafür hergestellt werden müssen. Besonders die Gastronomiekaffeemaschinen sind technologisch schon sehr weit, bei den Topmodellen ist die eigene Internet-of-Things Anbindung heute schon obligatorisch.

Welche Vision steckt hinter KOENA tec?
Mit unserer Technologie tragen wir zur dezentralen Stromnetzstabilisierung bei. KOENA tec ermöglicht damit die weitere Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz und unterstützt so aktiv die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende. Das alles soll nicht nur in Deutschland und mit Kaffeemaschinen geschehen, zukünftig werden wir mit unserer Technologie eine energiemarktunabhängige und weltweit anwendbare Netzstabilisierungsdienstleistung mit sämtlichen, geeigneten, endnutzerbedienten Geräten anbieten können.

Die Anbindung der Geräte an das Internet-of-Things ermöglicht intelligentes und kurzfristiges Energiemanagement von fast überall.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eine der größten Herausforderungen war es, die Finanzierung des Unternehmens zu sichern. Bisher haben wir alles privat finanziert. Mitte dieses Jahres konnten wir mit InnoEnergy einen Investor für uns gewinnen, der uns bis zum geplanten Markteintritt Ende 2019 finanziell und unternehmerisch unterstützt. Während der Investorensuche benötigt man viel Zeit für Aufgaben, die nicht direkt mit der Produktentwicklung zusammenhängen. Dabei den Fokus zu behalten und ein gutes Mittelmaß für alle wichtigen Aufgaben zu finden, mussten wir als Team erst lernen. Jetzt haben wir mit InnoEnergy einen Investor gefunden, der uns neben der finanziellen Unterstützung auch einen großen Mehrwert im Ausbau unseres Business-Netzwerkes bietet. Trotzdem haben wir gelernt, dass man nicht früh genug damit anfangen kann Finanzierungen zu suchen.

Wer ist die Zielgruppe von KOENA tec?
Neben der Energiewirtschaft sprechen wir Gerätehersteller an, die neben ihrem Interesse an der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Geräte auch zum einen die Energiewende aktiv unterstützen, und zum anderen die Gewinnspanne ihrer Geräte nachhaltig erhöhen wollen.

Wir sprechen aber auch mit vielen Endkunden und Gastronomen, da es ihre Bedürfnisse und Herausforderungen im Kontext der Energiewende sind, die mit innovativen Ansätzen wie unserem gemeistert werden müssen und können.

Wie funktioniert KOENA tec?
Man kann sich die flexible Steuerung der einzelnen Maschinen ungefähr vorstellen wie bei einem Laptop: Diesen stecke ich in die Steckdose und lade den Akku komplett voll. Ich kann ihn dann vom Netz nehmen und solange damit arbeiten, bis der Akku wieder leer ist. Ich könnte den Laptop aber theoretisch auch – wenn gerade zu viel Strom am Netz ist – bei halber Akkuladung schon wieder in die Steckdose einstecken und wieder vollladen. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert es bei einer Gastronomiekaffeemaschine, nur mit etwas mehr Anschlussleistung. Durch die Vernetzung vieler Maschinen via Internet-of-Things zu einem Anlagenpool entsteht dann ein zuverlässiges und effizientes System, das einen positiven Einfluss auf die Netzstabilität hat. Mit der Vernetzung der Geräte generieren wir zudem eine hohe Flexibilität der elektrischen Leistung des Pools.

Mit dieser Flexibilität und einem intelligenten Energiemanagement können wir energiemarktunabhängig an der Flexibilitätsvermarktung teilnehmen, Demand Response Dienstleistungen anbieten und Erlöse erwirtschaften.

Zudem können erneuerbare Energien besser integriert und eine stabile Stromversorgung kostengünstiger gewährleistet werden. Bisherige Technologien, die der Stabilisierung des Stromnetzes dienen, sind hauptsächlich konventionelle Kraftwerke oder Energiespeichersysteme, welche extra zur Energiespeicherung gebaut werden. KOENA tec ermöglicht zukünftig die Einbindung von nicht zur Stromnetzstabilisierung hergestellten Systemen in vorhandene und neue Stromnetzstabilisierungsmechanismen – und das ohne die Gerätebenutzer zu beeinflussen.

Welche Vorteile bietet KOENA tec? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?
Wir bieten den Geräteherstellern und damit auch den Endkunden die Möglichkeit, sich direkt an der Umsetzung der Energiewende zu beteiligen und davon finanziell zu profitieren. Die Geräte wie beispielsweise die Gastronomiekaffeemaschinen werden sowieso gebaut und haben in ihrem Grundsatz nicht den Zweck der Stromnetzstabilisierung. Wir nutzen damit vorhandenes Potential zur Stromnetzstabilisierung.

Bisher werden teure Kraftwerke oder Speichersysteme extra dafür angeschafft. Diese Anschaffungskosten und den Ressourcenaufwand sparen wir mit unserer Technologie ein.

KOENA tec, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
In fünf Jahren haben wir uns in drei bis fünf Energiemärkten international etabliert. Außerdem haben wir neben der Gastronomiekaffeemaschine mindestens zwei weitere Gerätearten in unser System integriert. Das KOENA tec Team ist bis 2023 auf rund 15 bis 20 Mitarbeiter gewachsen und wirtschaftet nachhaltig.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Einfach machen: Es gibt viele gute Ideen aber die wenigsten haben den Mut sie umzusetzen. Wenn ihr eine gute Idee habt und daran glaubt, dann setzt sie mit Leidenschaft und Ehrgeiz um.

Nicht unterkriegen lassen: Es gibt ganz sicher auch Phasen, in denen vieles nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat. Da muss man Durchhaltevermögen beweisen und schauen, dass man diese Phasen möglichst schnell und erfolgreich überwindet.

Den richtigen Menschen davon erzählen: Es bringt nichts, seine Idee zuhause im Keller zu entwickeln und zu versuchen, sie vor der Außenwelt fern zu halten. Geht auf Startup Veranstaltungen und andere Events und holt euch Feedback über eure Idee ein. So werdet ihr auch neue Anregungen bekommen, die ihr mit umsetzen könnt und eure Idee formt sich nach und nach zu einem richtigen Produkt, welches die Bedürfnisse der zukünftigen Kunden stillt.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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