Kölner Startups besitzen klaren Fokus auf Tech-Branche

Die Startups aus der Region Kölner bieten in ihrem Leistungsportfolio überwiegend technische Dienstleistungen an. Mit ihren Angeboten richten sie sich mehrheitlich an B2B-Kunden. Dies geht aus einer Analyse von 120 Startups in der Region Köln durch den Digital Hub Cologne hervor. Die technische Orientierung scheint vor allem Investoren von den Geschäftsmodellen der Startups zu überzeugen: Über 40 Prozent der im Kölner Ballungsgebiet ansässigen Gründungen befinden sich bereits in einer stabilen Wachstumsphase. Die Teams gelten als verhältnismäßig klein. Vier von zehn Startups haben nur drei bis sechs Mitarbeiter angestellt. Ein Drittel der Startups wurde innerhalb der letzten 18 Monate gegründet. Die attraktivsten Geschäftsmodelle konzentrieren sich auf Lizenz- und Abonnement-Modelle. Ein umfangreicher Überblick zum Startup-Ökosystem der Region Köln steht auf der Plattform CologneBay.com, einem Projekt des Digital Hub Cologne.

„Die Region Köln darf auf ihr Startup-Ökosystem stolz sein. Gerade Mittelständler und Großunternehmen vertrauen auf die Leistung der kleinen, aber anpassungsfähigen Gründungen. Sie überzeugen durch ihre technologische und damit innovative Kompetenz, die für die Geschäftskunden eine oft sinnvolle und logische Ergänzung zu ihren etablierten Geschäftsmodellen bildet“, erklärt André Panné, Geschäftsführer des Digital Hub Cologne.

Technologie im Mittelpunkt der Produkte und Dienstleistungen

Die Kölner Startups konzentrieren sich mehrheitlich auf ein ausgeprägt technisches Leistungsportfolio. Ein Fünftel aller Startups bietet Leistungen aus dem Bereich „Software as a Service“ an (20 Prozent). Weitere 15 Prozent sind nach eigenen Angaben in der IT und Softwareentwicklung tätig. Als Consulting-Unternehmen oder Agentur betrachten sich 8 Prozent, während jeweils 6 Prozent der Startups einen Online-Marktplatz anbieten oder im E-Commerce-Geschäft tätig sind. Leistungen für industrielle Technologien, Produktion und Hardware sowie die Entwicklung von Mobile und Web Anwendungen erachten nur jeweils 5 Prozent der Startups als Schwerpunkt ihrer Tätigkeit.

B2B-Zielmärkte als Haupttreiber der Startups

Geschäftskunden aus dem Mittelstand gelten als Kernzielmarkt der Kölner Startups (49 Prozent). Auf eine Mischform zwischen Geschäfts- und Endkunden konzentriert sich rund ein Drittel (33 Prozent). Hingegen sieht weniger ein Fünftel der Startups die Verbraucher als zentrale Umsatzquelle (18 Prozent).

„Das Endkundengeschäft ist unglaublich kapitalintensiv, weil viel Geld ins Marketing fließen muss. Viele Startups schwenken deshalb im Laufe der ersten zwölf Monate um und suchen nach Möglichkeiten, ihren Service für Geschäftskunden anzubieten. Hier ist der aktive Vertrieb wesentlich günstiger und die Erträge sind in der Regel höher, sodass B2B-Startups sich meist schneller selbst tragen und weniger Geld verbrennen“, erklärt Anna-Lena Kümpel, Startup-Agentin beim Digital Hub Cologne.

Kölner Startups: Anpassungsfähig mit kleinen Teams

Die meisten Startups in der Wirtschaftsregion Köln bilden sich aus relativ kleinen Teams. Vier von zehn Startups bestehen aus drei bis sechs Mitarbeitern (39 Prozent). Etwa ein Viertel aller Startups besteht nur aus ein bis zwei Personen (23 Prozent). Rund ein Fünftel hat bereits zwischen sieben und 15 Mitarbeitern (23 Prozent). Nur etwa ein Zehntel der Startups hat zwischen 16 und 50 Mitarbeitern (9 Prozent, während nur ein geringer Anteil deutlich über 100 Mitarbeiter vorweist (5 Prozent).

Tech-Fokus liefert Grundlage für Wachstum

Die Mehrheit der Startups befindet sich nach eigener Einschätzung nach ihrer initialen Gründung entweder in der Startup-Phase (40 Prozent) oder in der Wachstumsphase (40 Prozent). Nur etwa ein Sechstel aller Startups befindet sich in der Zeit der Frühphasenfinanzierung (13 Prozent). Stabile Geschäftsmodelle und entsprechenden Hintergrund ihrer finanziellen Lage können erst 7 Prozent der Startups vorweisen.

Köln überzeugt mit frischen Gründerteams

Ein großer Anteil der Startups hat sich erst in den letzten zwei Jahren gegründet. Ein Drittel aller Startups gibt die Gründungszeit innerhalb der letzten 18 Monate an (34 Prozent). Etwa ein Viertel der Startups benennt seinen Markteintritt im Jahr 2016 (23 Prozent) und ein Fünftel im Jahr 2015 (20 Prozent).

„Ein Teil der Startups von heute wird der Mittelstand von Morgen sein. Startups wie Eyeo oder Actineo beschäftigen jetzt bereits jeweils mehr als 100 Mitarbeiter und sind auf dem besten Weg, sich zu langfristigen Akteuren der rheinischen digitalen Wirtschaft zu entwickeln und gehören heute schon zu den Hidden Champions der deutschen Startup Szene“, schlussfolgert Anna-Lena Kümpel, die das Projekt CologneBay.com für den Digital Hub Cologne betreut.

Geschäftsmodelle: Lizenzen und Abonnements an der Spitze

Die attraktivsten Geschäftsmodelle bilden Abo-Modelle (20 Prozent) und Lizenzierungen (17 Prozent). Auf den Direktvertrieb basieren 14 Prozent ihr Geschäftsmodell. Honorarleistungen und Provisionen zählen zu weiteren gängigen Möglichkeiten (jeweils 12 Prozent), um die Startups der Region Köln zum finanziellen Erfolg zu führen.

Methodische Hinweise:

Die Untersuchung des Digital Hub Cologne basiert auf den eigenen Angaben der Startups, die ihre Daten in Online-Plattform CologneBay.com erfasst haben. Die Analyse bildet einen ersten Überblick zum Startup-Ökosystem der Region Köln und soll in Zukunft quartalweise veröffentlicht werden. Untersucht wurden insgesamt 120 Startups, die sich auf der Online-Plattform CologneBay.com des Digital Hub Cologne innerhalb der letzten sechs Monate angemeldet haben.

Bild: Andre Panne

Quelle: Digital Hub Cologne GmbH

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