Koala Bicycles: dein individuelles Fahrrad

Koala Bicycles: Bambusfahrräder aus nachhaltigen Naturmaterialien

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Koala Bicycles doch kurz vor!
Koala Bicycles GmbH wurde auf Initiative von Tim Taubner gegründet. Unsere Vision ist eine vollständig nachhaltige Fahrradproduktion aus Naturstoffen. Koala Bicycles setzt am Fahrradrahmen an und baut diesen aus Bambus und Flachsfasern – beides nachhaltige Naturmaterialien.

Wie ist die Idee zu Koala Bicycles entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Zunächst wollten wir (Tim, Kevin und Philip – wir kannten uns bereits aus dem Studium) nur für uns selbst Bambusfahrräder bauen. Als die ersten Bikes fertig waren und wir die hervorragenden Fahreigenschaften und den ökologischen Aspekt sahen, dachten wir uns, dass ein solches Fahrrad unbedingt für jedermann erschwinglich sein sollte. Deswegen bewarben wir uns auch für den ETH EC-Award und gewannen sogar. Der brachte den Stein ins Rollen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wie bei jedem andere Startup sind die Kosten in der Anfangsphase sehr hoch. Man muss investieren und Risiken eingehen, bis man ein funktionierendes und in unserem Fall produzierendes Unternehmen aufgebaut hat. Und natürlich klappt nicht alles, wie man es sich wünscht und geplant hat.
Die erste „Finanzspritze“ haben wir durch den ETH EC-Award erhalten, den wir 2015 gewonnen haben. Dank des Preisgeldes i.H.v. 4000 CHF konnten wir durchstarten. Wichtig waren auch unsere ersten Kunden, die ihre Bambusfahrräder im Voraus bezahlt und so die Fertigung ermöglicht haben.

Wer ist die Zielgruppe von Koala Bicycles?
Eigentlich jeder umweltbewusste Fahrradfahrer, der auf Nachhaltigkeit und eine umweltschonende Fertigung setzt.

Worin liegt der Unterschied zu einem herkömmlichen Fahrrad?
Wir verwenden nachhaltige und natürliche Materialien. Der Fahrradrahmen besteht u.a. aus Bambus und Flachsfasern. Zudem versuchen wir so umweltschonend wie nur möglich zu produzieren. Massenware gibt es bei uns nicht.

Wie viel kostet ein Fahrrad?
Es kommt drauf an. Aktuell verkaufen wir unsere Protobikes für ca. 850€ und 1200€. Der Preis für das individuell auf den Kunden abgestimmte Koala Lifestyle ist logischerweise von den Kundenwünschen abhängig.

Woher stammt der Bambus?
Überwiegend aus Vietnam und China, abhängig von der Bambusart der benötigten Rohre, die wir für die unterschiedlichen Stellen am Fahrradrahmen benötigen. Denn sie wachsen unterschiedlich und variieren daher von der Beschaffung.

Wie sieht es mit der Pflege aus?
Der Bambus ist lediglich mit einem Naturöl behandelt, damit er gegen Witterung standhält. Nachhaltigkeit bedeutet immer auch Langlebigkeit. Wir verkaufen kein Wegwerfprodukt. Da unsere Fahrräder ökologische Produkte sind, kommen wir ganz ohne umweltschädliche Lacke aus. Darüber hinaus muss der Bambus nicht behandelt werden.
Natürlich ist ein Fahrrad trotzdem ein Produkt mit Verschleißteilen (Kette, Ritzel, usw.), welche wie bei jedem anderen Fahrrad regelmäßig gewartet bzw. ausgetauscht werden müssen.

Koala Bicycles, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Erst in die Tiefe, dann in die Breite. Wir haben uns das Ziel gesetzt, ganz einfach die besten und ökologischsten Bambusfahrräder zu bauen. Wir stecken viel Liebe ins Detail, um das Herzstück des Fahrrads – den Rahmen – Schritt für Schritt immer weiter zu optimieren.
Gleichzeitig suchen wir auch für die anderen Fahrradkomponenten ökologische Lösungen. Zum Beispiel arbeiten wir bereits an verschiedenen Holzlenkern.
In fünf Jahren sind wir (hoffentlich) so weit, dass wir einer breiten Masse Bambusfahrräder anbieten können. Das heißt, wir werden auch Fahrräder außerhalb des High-End-Bereichs anbieten können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Machen – Probieren geht über Studieren.
2. Langer Atem – Durchhalten, am Anfang wird vieles schief gehen und manchmal sieht man Ergebnisse erst nach vielen Versuchen und langen Arbeitstagen
3. Rat einholen – auf Leute aktiv zugehen, insbesondere auf diejenigen, welche in ihrem Fachgebiet mehr Ahnung haben als ihr selbst.
Und: Nörglern, Besserwissern und Alles-Kritikern keine Beachtung schenken. Die wird es immer geben, lasst euch davon nicht einschüchtern.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Schreibe einen Kommentar

X