Knip:mobiler Versicherungsmanager

Mit der Knip App den Überblick über die Versicherungen behalten

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Knip doch kurz vor!
Meine Co-­Gründerin Christina Kehl und ich haben beide schon sehr früh Unternehmen ins Leben gerufen. Christina gründete mit 19 Jahren ihre erste Firma, die sie fünf Jahre später erfolgreich verkaufte, im Anschluss unterstütze sie den Aufbau verschiedener Startups in London und Berlin. Heute spielt sie nicht nur eine wesentliche Rolle für Knip, sondern ist auch Initiatorin und Präsidentin des Verbands Swiss Finance Startups (SFS) und eine der einflussreichsten Fintech Evangelisten der DACH-­Region. Ich gründete mit 16 Jahren mein erstes e-­sports-­Unternehmen, das ich kurz nach dem Abitur verkaufte. Nach Stationen bei DeinDeal.ch und Numbrs gründete ich Knip gemeinsam mit Christina.
Mit Knip machen wir Versicherungen einfach und mobil. Die App bietet mir einen Überblick über meine Versicherungen. Ich sehe sofort, welche Versicherungen ich habe, wie viel ich wann dafür zahle und wann mein Vertrag ausläuft. Mit einem Klick kann ich die ganze Police in der App aufrufen und habe so alle wichtigen Informationen stets griffbereit.
Unser Brokerteam besteht aus ausgebildeten Versicherungskaufleuten und bietet ehrliche Beratung nach Festgehalt, ist also völlig unbeeinflusst von Provisionen. Mit diesem Full-­Service,der für den User komplett kostenfrei ist, wird Knip zum Next-­Gen-­Versicherungsmakler für die
Generation Smartphone.
Wir arbeiten kontinuierlich an der technischen Weiterentwicklung der App, um die User Experience immer weiter zu verbessern. Das Handling wird dadurch immer intuitiver, Services werden automatisiert und beschleunigt und die Kommunikation mit dem Brokerteam wird immer direkter.

Wie ist die Idee zu Knip entstanden und wie haben Sie sich als Team zusammen gefunden?
Christina und ich sind beide schon länger in der Fintech-­Szene unterwegs und wir interessieren uns für alles, was das Leben leichter macht. Wir gehören zur Generation Smartphone und organisieren unser Leben mithilfe von Apps. Wir buchen Flüge und Hotels, machen Termine aus und nutzen Online Banking. Nur Versicherungen fanden noch analog statt. Mit Knip ändern wir das: Wir müssen unseren Makler nicht mehr auf der heimischen Couch bewirten und im Schadensfall unseren Ordner herauskramen.

Knip Christina KehlVon der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Wir haben von Anfang an gemerkt, dass das Interesse für eine mobile Versicherungslösung groß ist und sehr viel Unterstützung erfahren. In der Schweiz lag der Fokus zu Beginn auf dem Aufbau der App. In Deutschland konnten wir bereits kurz nach dem Markteintritt die Marktführung übernehmen und arbeiten nun vor allem daran, ständig neue Features für die App zu entwickeln. Wir haben viel gelernt: In der ersten Version der Knip App kontaktierten wir den Kunden persönlich, nachdem er sich die App heruntergeladen hatte, um mit ihm eventuelle Fragen zu klären. Wir mussten jedoch feststellen, dass der digitale Kunde das Onboarding selbst durchführen möchte und nicht angerufen werden will. Wir haben uns schnell angepasst und nun bestimmt der Kunde über die Interaktion mit Knip.
OGC und redalpine sind unsere “ältesten” Investoren, mit denen wir hervorragend zusammen arbeiten und von denen wir nicht nur die Finanzierung, sondern auch wichtiges Know-­How und Expertise erhalten. Im Rahmen unserer Series B Finanzierungsrunde konnten wir drei weitere Investoren dazu gewinnen, die genauso ticken wie wir: Unseren Lead-­Investor Route 66 Ventures, eine der weltweit führenden Fintech-­Investmentfirmen aus den USA, Creathor Venture aus Deutschland und QED Investors, ebenfalls aus den USA. In der kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde haben wir 15 Millionen CHF, umgerechnet fast 14 Millionen Euro, erhalten.

Wer ist die Zielgruppe von Knip?
Unser typischer Nutzer ist jung, aber erwachsen, urban und mit einem mobilen Lifestyle. Ich selbst gehöre definitiv zur Kernzielgruppe. Ich interessiere mich für innovative Lösungen und Technik und nutze ziemlich viele Apps, die mir mein Leben erleichtern. Aber mittlerweile lässt sich die Generation Smartphone nicht mehr so leicht eingrenzen. Unser bis dato ältester Kunde ist 82 Jahre alt und hat uns erst vor Kurzem tolles Feedback geschickt, welch große Erleichterung die Knip-­App ihm bietet, dass er alles per Slide and Click managen kann und dennoch nicht auf Profi-­Beratung verzichten muss.

Wie funktioniert Knip?
Die App und der Service von Knip sind komplett kostenfrei und die Anmeldung dauert keine zwei Minuten. Nutzer können sich die App ganz leicht für iOS im App Store und für Android im Google Play Store herunterladen. Bei der Registrierung wählt der Kunde aus einer Liste die Gesellschaften aus, bei denen er Versicherungsverträge laufen hat. Dann braucht es nur noch die Stammdaten. Das Maklermandat kann direkt auf dem Touchscreen unterschrieben werden -­völlig papierlos. Knip wird somit als Makler beauftragt und wir holen für den Kunden bei den Gesellschaften seine Versicherungsscheine ein und stellen sie in der App dar. Kunden bekommen so einen Überblick über ihre Versicherungen. Darüber hinaus können sie sich von unseren Versicherungsexperten unabhängig per E-­Mail oder am Telefon beraten lassen. Außerdem können sie dank Knip in ein paar Minuten ein Angebot anfragen oder ihren Beitrag für eine existenzielle Versicherung berechnen.

Wie viel kostet der Service von Knip?
Die App und der Service von Knip sind für den Kunden komplett kostenlos. Wir arbeiten mit den meisten Schweizer und deutschen Versicherungsunternehmen zusammen, die uns für die Verwaltung von Kundenpolicen eine Managementgebühr zahlen. Wenn ein Kunde eine neue Versicherung abschließt, erhält Knip als Unternehmen auch eine Abschlussprovision. Unsere Berater hingegen bekommen ein festes Gehalt und keinerlei Provision. So stellen wir ehrliche und unabhängige Beratung sicher.

Knip, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir konzentrieren uns erst einmal darauf, unsere starke Position als Marktführer auszubauen und die App technisch weiterzuentwickeln. Wir wollen die User Experience kontinuierlich verbessern und haben noch einige Features, u.a. in der Real-­Time-­Kommunikation, in der Pipeline.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ich würde sagen, das Wichtigste ist ein tolles Team, auf das man sich verlassen kann. Außerdem muss man sehr genau auswählen, auf welche Ratschläge man baut. Wichtig ist, sich echte Unterstützer für die eigene Sache zu suchen und einen weiten Bogen um sogenannte Consultants zu machen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Dennis Just für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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