Immer cool bleiben und versuchen die Nerven zu behalten

Kluba Medical: Medibino der Babykopfschutz schützt vor lagebedingten Kopfverformungen bei Neugeborenen

Stellen Sie sich und das Startup Medibino doch kurz vor! 

Das Düsseldorfer Start-up Kluba Medical GmbH entwickelt Produkte für die Babygesundheit sowie Babysicherheit und bietet Lösungen, um den Familienalltag einfach und sorgenfrei zu gestalten. Der Babykopfschutz Medibino ist das erste Produkt unseres Startups. Mit unserem Medibino bekommen Eltern ein einfach zu handhabendes Babykissen an die Hand, um den empfindlichen Kopf ihres Neugeborenen vor lagebedingten Verformungen zu schützen. Dieser ist in den ersten Lebensmonaten noch sehr weich und anfällig für lagebedingte Verformungen.  Plagiozephalie und Brachyzephalie, besser bekannt als Schief- oder Plattschädel, sind nicht nur eine kosmetische Beeinträchtigung. Auch funktionelle Langzeitfolgen, wie Asymmetrien im Kopf- und Kieferbereich, können nicht komplett ausgeschlossen werden.  

Der Medibino ist ein weicher Lagerungsring mit speziellen ergonomischen Eigenschaften und einem Bezug, der die hohen und strengen Anforderungen an ein Medizinprodukt erfüllt. Das Einzigartige an unserem Babykopfschutz ist, dass der Medibino die Fähigkeit hat, mit dem Säugling zu wachsen. Über den Klettverschluss können Eltern die Größe des Babykopfschutzes immer exakt an die Größe des Kopfes ihres Kindes anpassen. Was den Medibino zudem besonders macht, ist die Form als Ring. Diese Geometrie verhindert die Gefahr des Anatmens. 

Der Schutz von Neugeborenen und Kindern ist der Motor der Kluba Medical GmbH: Das Bestreben, das uns Tag für Tag aufs Neue motiviert und unser ganzes Team miteinander verbindet. Unser Team, das ist die Entwicklerin, Ärztin und anerkannte Expertin für Schädeldeformationen, Frau Dr. Dr. Susanne Kluba und die Mitgründerin und Geschäftsführerin Nicole Klingen, sowie das stetig wachsende operative Kluba Medical Team. 

Wie ist die Idee zu Medibino entstanden?

Die Idee ist entstanden, da es den natürlichen Bedarf gibt, den sehr empfindlichen Kopf eines Babys vor Verformung zu schützen. Und dieser Bedarf ist stark angestiegen, seitdem sich Mitte der 90-iger Jahre die Empfehlung zur Rückenlage für den sicheren Babyschlaf mehr und mehr durchsetzt. Diese gilt als ein wichtiger Faktor für die Vorbeugung des plötzlichen Kindstods. Doch die Rückenlage verstärkt die lagebedingten Kopfverformungen.

Dies erlebte Frau Dr. Dr. Susanne Kluba selbst hautnah bei ihrer Arbeit als Spezialistin für die Behandlung betroffener Kinder. Seitdem sie die Helmsprechstunde in der Universitätsklinik Tübingen aufbaute, kamen immer mehr Kinder mit lagedingten Kopfverformungen zu ihr. Neueren Studien zufolge sind bis zu 45 % der Säuglinge in den ersten Lebensmonaten betroffen. 

Dr. Dr. Susanne Kluba wunderte sich, dass Eltern keine Hilfe an die Hand gegeben wurde und warum sich keine funktionierende Lösung zur Prophylaxe auf dem Markt etabliert hatte. Daher fing die Ärztin an, einen eigenen Babykopfschutz zu entwickeln. Sie kam im Rahmen eines anderen Medizintechnikprojekts in Kontakt mit den Mitgründern Nicole Klingen und Dr. Mirko Stange. Nicole Klingen, die selbst junge Mutter ist und ihre Kinder bestmöglich schützen will, war für das Thema sensibilisiert und dankbar für eine Lösung. Damit trafen medizinische und Produktentwicklungskompetenz aufeinander und die konkrete Idee des Medibino entstand. Wir haben dann nicht lange gezögert und auf Basis der Synergien der klinischen und unternehmerischen Kompetenz unser Unternehmen gegründet. Nach erfolgreicher Patentierung haben wir im August 2018 die Zulassung als Medizinprodukt bekommen. Seit September 2018 können Eltern unseren Medibino Babykopfschutz erwerben. 

Welche Vision steckt hinter Medibino?

Wir wollen allen Eltern – in Deutschland, Europa und weltweit – mit dem Medibino eine Lösung an die Hand geben, um ihre Kinder vor dem Risiko einer Kopfverformung zu schützen. Ein Kopfschutz, der funktioniert, für das Baby angenehm ist, sich einfach anwenden lässt und überall hin mitgenommen werden kann. 

Auch Eltern von bereits betroffenen Kindern wollen wir helfen. Dafür haben wir unseren Babykopfschutz so entwickelt, dass durch die Anwendung des Medibinos bereits bestehende leichte Kopfverformungen gemildert werden können. 

Mittelfristig wollen wir uns zum Spezialisten für Babygesundheit und Babysicherheit weiterentwickeln und haben dafür eine Produktpipeline für den Bereich Homecare und Klinik aufgebaut. Ganz aktuell haben wir unser neues Erstlingsset herausgebracht, bestehend aus Medibino, Schnuffeltuch und Decke – das perfekte Geschenk zur Geburt. Außerdem entwickeln wir gemeinsam mit Frühgeborenen-Stationen ein Kopflagerungssystem für die Klinik.  Im Januar startet das vom Land NRW geförderte Projekt NeoSmartNest mit Partnern aus dem Bereich Sensorik. Ziel ist die Entwicklung eines Lagerungs- und Monitoring-Systems zur Überwachung von Frühchen auf Intensivstationen. Es soll die Pflege vereinfachen und das Bonding, die emotionale Bindung zwischen Eltern und Kind, fördern.

Wer ist die Zielgruppe von Medibino?

Unsere primären Zielgruppen sind natürlich alle werdenden Mütter und Väter sowie alle Eltern von Neugeborenen. Zudem gehören auch die Familie und Freunde der (werdenden) Eltern zu unseren Zielgruppen. Sie können mit dem Medibino als Geschenk einen wertvollen Beitrag zum Schutz des neuen Erdenbürgers leisten. Parallel zum B2C-Käufermarkt sprechen wir die einflussreichen Intermediäre im Kontext der Schwangerschaft, Entbindung und Behandlung von Babys und Kleinkindern an. Allen voran Hebammen, Kinderärzte und Ärzte im Bereich Kopf- und Kieferchirurgie sowie Kliniken. Sie sind für die Bekanntmachung und Etablierung des Medibinos am Markt die Schlüssel-Zielgruppe, denn sie verfügen über ein umfangreiches medizinisches und klinisches Wissen sowie über den wertvollen Zugang zu den relevanten Endkunden, welche Rat und Hilfe bei ihnen suchen und ihnen großes Vertrauen entgegenbringen. So haben sie Einfluss auf die primäre Zielgruppe am richtigen Ort zu der exakt richtigen Zeit

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung Die Höhle der Löwen zu bewerben?

Drei unserer Gesellschafter (Nicole, unser Seedinvestor Peter und unser Mitgründer Mirko) sind sehr aktiv in der Gründercommunity. Da ist ein gründungsnahes Format wie die Höhle der Löwen natürlich sehr spannend – wir alle verfolgen die Sendung mit großem Interesse! Da unser Team fast vollständig aus dem Medizin- und Medizintechnikbereich kommt, haben wir uns durch unsere Bewerbung bei der Höhle der Löwen nicht nur einen eine höhere Aufmerksamkeit bei unserer B2C-Zielgruppe, sondern auch einen kräftigen Schub Marketingpower durch die Unterstützung der Löwen erhofft. Unsere medizinische und betriebswirtschaftliche Kompetenz gepaart mit dem Marketing-Know-how der Löwen – das ist doch eine perfekte Mischung! Natürlich war mit einem möglichen Investment auch der finanzielle Anreiz, den die Show bietet, ein wichtiges Kriterium.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Nachdem die Herren in unserem Team von Anfang an von der Idee, sich bei der Höhe der Löwen zu bewerben, begeistert waren, mussten sie bei den Damen zunächst noch ein wenig Überzeugungsarbeit leisten.  Denn es ist immerhin ein großer Schritt, sich einem Millionen-Publikum zu präsentieren. Letztendlich haben aber einfach die immensen Vorteile überwogen, sodass wir vom Zeitpunkt der Entscheidung für unsere Bewerbung alle Feuer und Flamme waren. Nachdem diese erste Hürde gepackt war, haben wir uns gemeinsam daran gemacht, unseren Businessplan zu überarbeiten und in Abstimmung mit der Redaktion einen tollen Pitch zu erstellen. Wir haben viel diskutiert, geprobt, die ganze Sendung durchgespielt und unserem TV-Auftritt den letzten Schliff verpasst – um am Ende festzustellen, dass, wie so oft im Leben, doch wieder alles ganz anders kommt…

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung Die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Um mit den Vorkabeln der Medizinwelt zu jonglieren – es ist wie eine Infusion, bei der die Wirkung des Medikaments durch die intravenöse Gabe schneller einsetzt und stärker greift. Kurz gesagt: Die Zusage, bei dieser einzigartigen Show dabei sein zu können, hat uns wahnsinnig motiviert und uns gezeigt, dass wir mit unserer Idee und unserem Unternehmen auf dem richtigen Weg sind!

Und motiviert sind wir natürlich immer noch: Unser Ansporn ist durch die Höhle-der-Löwen-Infusion dauerhaft auf einem noch höheren Pegel und macht uns jeden Tag noch ein Stückchen stärker – auch wenn es mit einem Deal leider nicht geklappt hat. Natürlich hätten wir uns über die Zusammenarbeit mit einem oder mehreren Löwen immens gefreut, aber wir sehen es sportlich. Es war einfach toll und spannend, die Erfolgssendung mal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Und wir freuen uns natürlich riesig, mit unserem Auftritt unser Produkt den Menschen näher zu bringen und möglichst viele Kinder vor dem Risiko einer Kopfverformung zu schützen.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch Die Höhle der Löwen viele Interessenten und auch Medien auf Medibino aufmerksam werden?

Für uns als noch relativ junges Unternehmen war unsere Teilnahme ein sehr wichtiger Schritt, da wir nicht nur in der Sendung, sondern auch auf dem langen Weg dorthin neue Erfahrungen gesammelt und weitere Erkenntnisse gewonnen haben. Nach der Sendung haben uns als Team zusammengesetzt und uns noch einmal aus einer 360 Grad Perspektive kritisch hinterfragt. Das ist etwas, was im Tagegeschäft eines jeden Unternehmens sehr oft vernachlässigt wird, was jedoch speziell für ein Startup unerlässlich ist: Aus verschiedenen Perspektiven kritisch auf das zu blicken, was man aufgebaut hat und ob es wirklich funktioniert.

Und ja, wir sind absolut überzeugt: Unser Produkt ist wunderbar! Daran kann auch eine Absage der Löwen nichts ändern . Wenn wir mit unserem Medibino helfen können, für ein gesundes und sicheres Kopfwachstum zu sorgen und somit die Babygesundheit aktiv zu unterstützen, haben wir schon viel erreicht! Natürlich gilt: Je mehr Menschen durch unsere Teilnahme an der Sendung auf uns und Medibino aufmerksam werden, umso besser! 

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Zum einen hatten wir an Judith Williams gedacht, da sie bereits in andere Produkte im Babysegment investiert hat und damit über branchenrelevante Erfahrungen und Kontakte verfügt. Ein Pfund, von dem wir bei der Vermarktung und dem Ausbau unserer Marke bestimmt sehr profitieren könnten. Zudem bewundern wir sie als Frau und Unternehmerin und stellen uns eine Zusammenarbeit als äußert inspirierend und spannend vor. 

Zum anderen würde uns auch eine Zusammenarbeit mit den Herren Dümmel oder Maschmeyer reizen. Wahrscheinlich fällt es Frauen naturgemäß leichter, sich für unsere Idee zu begeistern, aber wir würden uns auch sehr über einen männlichen Löwen freuen. Gerade weil es da die andere, maskuline Sicht auf die Dinge gibt. Die Sache aus einer anderen, nüchternen Perspektive zu betrachten, halten wir für genauso wichtig, wie den emotionalen, femininen Blick. Das kann helfen, die Männerwelt generell besser anzusprechen, einzubinden und von unserem Produkt ebenfalls zu überzeugen. 

Medibino, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Wir möchten innerhalb der nächsten fünf Jahre den Medibino Babykopfschutz, unser Leitprodukt, erfolgreich im internationalen Markt positionieren, so dass Babys aus aller Welt durch unser Produkt vor Kopfverformungen geschützt werden können. Wir haben bereits zum jetzigen Zeitpunkt weitere Produkte entwickelt und werden hier auch weiterhin Gas geben, denn durch die Erweiterung unseres Angebots um mehrere spezifische Babyprodukte möchten wir die Kluba Medical GmbH zukünftig zu einem Systemanbieter für die Baby- und Kleinkindergesundheit weiterentwickeln.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Aus unserer Erfahrung aus diesem als auch aus vergangenen Start-up Projekten haben wir gelernt, dass diese drei Schritte für den Weg zum Erfolg essenziell sind: Fundiert und realistisch planen, ein starkes Team aufbauen und eine funktionierende Kommunikation sicherstellen. 

Alle drei Tipps hören sich selbstverständlich an und weniger nach einem spektakulären Erfolgsgeheimnis für den ultimativen Geschäftserfolg. Doch wie so häufig liegt der Teufel im Detail. In den Bereichen der Planung, des Teams und der Kommunikation verstecken sich zahlreiche Stolperfallen, die selbst die beste Idee in die Knie zwingen können.

An alle angehenden Gründer und Gründerinnen: 

Lassen Sie sich von kompetenten Personen „challengen“, wenn Sie den Businessplan erstellen. Das hilft ungemein, den Überblick über alle wichtigen Fragen und ToDos zu bekommen und nicht die Orientierung zu verlieren. 

Realisieren Sie von Anfang an, dass Sie nicht alles alleine schaffen können, selbst wenn der Tag 48 Stunden hätte. Binden Sie für bestimmte Aufgaben externe Berater ein und suchen Sie sich Mitgründer mit komplementären Kompetenzen, die auch von ihrer menschlichen, persönlichen Seite zu Ihnen passen. Denn die Chemie im Gründerteam sollte immer stimmen.

Fragen Sie Ihre Mitgründer und operativen Teammitglieder, welche konkreten Vorstellungen sie hinsichtlich der Gründung und des Unternehmensaufbaus haben und was ihre individuellen Ziele sind. Sichern Sie durch eine offene Kommunikation, dass alle dauerhaft und verlässlich an einem Strang ziehen und vermeiden sie dadurch böse Überraschungen. 

Und das wichtigste: Immer cool bleiben und versuchen die Nerven zu behalten 

Bild: Dr. Susanne Kluba, Nicole Klingen (mit Sohn Bosse), Dr. Mitko Stange
Foto: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei den Gründern für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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