Bereiten Sie sich gut auf die Gründung vor

Mit dem Kluba Medical Babykopfschutz haben wir ein innovatives Medizinprodukt zur Vermeidung und Linderung des Schiefschädels entwickelt

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Kluba Medical doch kurz  unseren Lesern vor!
Wir, die Kluba Medical GmbH, sind ein junges Medizintechnikunternehmen aus Düsseldorf und haben den Kluba Medical Babykopfschutz entwickelt: Ein patentiertes Medizinprodukt als wirksame, flexible und sichere Lösung zur Vermeidung und Linderung von Schädeldeformationen bei Babys. Unser Team zeichnet sich durch seine interdisziplinäre Ausrichtung aus und besteht aus der Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie Dr. Dr. Susanne Kluba, der Geschäftsführerin Nicole Klingen, unserer Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen Kathrin Elges sowie unserem erfahrenem Co-Gründer Dr. Mirko Stange.

Wie ist die Idee zu Kluba Medical entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee, unser Unternehmen zu gründen und damit den Kluba Medical Babykopfschutz zu vermarkten, ist „aus der Praxis heraus“ im Rahmen der klinischen Tätigkeit von Dr. Dr. Susanne Kluba in ihrer Funktion als Ärztin an der Uniklinik in Tübingen entstanden. Sie behandelt dort Babys und Kleinkinder, die bereits unter einem Schiefschädel leiden und hat sich häufig gefragt, warum es bisher noch keine funktionierende Prophylaxe gibt, die sie den Eltern der Neugeborenen an die Hand geben kann, sodass das Problem einer Schädelverformung gar nicht erst entsteht bzw. wirksam vermieden werden kann. Daraufhin hat sie sich Gedanken gemacht und unseren Babykopfschutz step by step entwickelt. Durch die Zusammenarbeit in einem anderen Medizintechnikprojekt ist der Kontakt zu den Mitgründern Nicole Klingen und Dr. Mirko Stange entstanden. Da Expertise im Marketing fehlte, kam Kathrin Elges zum Team dazu. Wir haben dann Nägel mit Köpfen gemacht und auf Basis der Synergien der klinischen und unternehmerischen Kompetenz unser junges Unternehmen gegründet.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Zu unseren größten Herausforderungen gehörte zunächst die Entwicklung unseres Produktes im Hinblick auf eine wirksame Druckentlastung des Babykopfes, eine hohe Flexibilitätund ein maximales Maß an Sicherheit.Auch hatten wir die teilweise beschwerliche Suche nach einem geeigneten Hersteller zu bewältigen, der die hohen Anforderungen an ein Medizinprodukt sowie an die bereits genannten wünschenswerten Eigenschaften unseres Babykopfschutzes, was z.B. die Form oder die Materialien betrifft, vollumfänglich erfüllen konnte.
Des Weiteren hat uns auch die Suche nach passenden Investoren, die uns neben ihrer finanziellen Hilfe auch mit Know-how und relevanten Kontakten unterstützen können, vor eine gewisse Herausforderung gestellt. Und auch wenn wir auf diesem Feld die ersten Schritte erfolgreich gemeistert haben, halten wir weiterhin Ausschau.
Wir sind bisher komplett eigenfinanziert und haben aus unseren Privatvermögen die benötigten Mittel für die Patentanmeldung, die Vorbereitung der Gründung sowie die erste Entwicklungsphase bereitgestellt.

Kluba Medical TeamWie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Wir haben zunächst ein Funktionsmuster des Kluba Medical Babykopfschutzes entwickelt, das gegenwärtig bereits in zwei renommierten Kliniken zur Prophylaxe und Therapie des lagebedingten Schiefschädels eingesetzt wird. Parallel zur Finalisierung des Prototyps arbeiten wir aktuell an der Zertifizierung des Kopfrings als Medizinprodukt. Zudem wurde das Patent für unser Produkt und die damit verbundenen Eigenschaften bereits erteilt.Einhergehend mit dem Aufbau des Unternehmens und unserem Kernteam am Standort Düsseldorf haben wir erfolgreich unsere Wertschöpfungskette aufgesetzt und neben einem zertifizierten Hersteller weitere qualitativ hochwertige Fertigungs- und Dienstleistungspartner für unser junges Unternehmen gewinnen können. Auch haben wir einen prämierten Businessplan erstellt.
Unser Ziel ist es nun, zeitnah ein innovatives Produkt auf den Markt zu bringen, das die Nachteile des Standes der Technik überwindet und so ein druckbelastungsfreies und komplikationsloses Wachstum des Schädels der Säuglinge gewährleistet. Und wir haben schon jede Menge Ideen für neue Produkte, um uns zu einem Spezialisten für die Baby- und Kleinkindergesundheit weiterzuentwickeln.

Wer ist die Zielgruppe von Kluba Medical
Der Babykopfschutz von Kluba Medical richtet sich sowohl an werdende Mütter als auch an junge Eltern. Weiter liegt ein hohes Augenmerk auf der Zielgruppe der Intermediäre in Form von Hebammen, Kinderärzten und Ärzten im Bereich Kopf- und Kieferchirurgie sowie Entbindungsstationen. Sie nehmen eine besondere und sehr wichtige Rolle ein, da sie über ein umfangreiches medizinisches und klinisches Wissen sowie über den wertvollen Zugang zu den relevanten Endkunden verfügen, welche Rat und Hilfe bei ihnen suchen und ihnen großes Vertrauen entgegenbringen. Durch diesen Umstand können die medizinischen Intermediäre die Endkunden für die Schiefschädel-Problematik sensibilisieren.

Wie funktioniert der Babykopfschutz?
Zunächst möchten wir kurz erklären, was eigentlich das Problem ist: Die lagebedingte Plagiozephalie („Schiefschädel“) ist ein verbreitetes Phänomen. Bis zu 45 Prozent aller Babys sind von Schädelverformungen unterschiedlicher Schweregrade betroffen. Sie können während der Geburt auf dem Weg durch den Geburtskanal oder in den ersten Monaten nach der Geburt entstehen. Bisher gibt es keine zufriedenstellende Lösung für eine wirksame Prophylaxe. Der Schiefschädel ist nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern kann unbehandelt zu schweren Folgen führen, wie zum Beispiel Entwicklungsverzögerungen oder Bewegungs- und Haltungsschäden.
Mit dem Kluba Medical Babykopfschutz haben wir ein innovatives Medizinprodukt zur Vermeidung und Linderung des Schiefschädels entwickelt. Der durch eine Ärztin und anerkannte Expertin für Schädeldeformationen im klinischen Umfeld entwickelte Babykopfschutz reduziert nachweislich das Risiko lagebedingter Verformungen des Schädels von Säuglingen. Er kann sowohl zur Vorbeugung als auch therapeutisch eingesetzt werden. Der Babykopfschutz ist zu 100 Prozent „made in Germany“ und besteht ausschließlich aus hochwertigen Materialien. Dabei zeichnet sich der ringförmige Babykopfschutz durch die Möglichkeit aus, die Größe zu verstellen und ihn somit individuell an die Kopfgröße eines jeden Säuglings anzupassen, wodurch ein Herausrutschen des Kopfes verhindert und ein erhöhter Schutz sowie eine höhere Wirksamkeit erreicht werden. Er ist zudem klein, gut transportabel und auch in beengter Umgebung anwendbar und vermeidet durch seine flexiblen Eigenschaften die Nachteile der im Stand der Technik bekannten Lagerungskissen. So erfolgt bei Anwendung unseres Produktes eine Druckentlastung des empfindlichen Babykopfes, sodass dieser belastungsfrei wachsen kann und Deformationen vermieden werden können.

Kluba Medical, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unsere Vision ist, dass die medizinischen Multiplikatoren unser Produkt, den Kluba Medical Babykopfschutz, einhergehend mit der allgemeinen Empfehlung zur Rückenlage für Säuglinge, als sichere und flexible Lösung zur Vermeidung von Schädeldeformationen aktiv empfehlen.
Wir möchten innerhalb der nächsten fünf Jahre den Kluba Medical Babykopfschutz, unser Leitprodukt, erfolgreich im internationalen Markt positionieren, unserer Angebot um mehrere spezifische Babyprodukte erweitern und das Unternehmen zu einem Systemanbieter für die Baby- und Kleinkindergesundheit weiterentwickeln.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Planung: Bereiten Sie sich gut auf die Gründung vor. Ein Businessplan, den Sie von verschiedenen Personen challengen lassen, hilft ungemein, einen Überblick über alle wichtigen Fragen und ToDos zu bekommen.
Aufbau eines Teams: Sie können in der Regel nicht alles alleine leisten. Binden Sie für bestimmte Aufgaben externe Berater ein und suchen Sie sich Mitgründer mit komplementären Kompetenzen. Investieren Sie viel Zeit in die Auswahl und den Aufbau des Teams. Es sollte sowohl fachlich als auch persönlich zusammenpassen.
Zusammenarbeit: Sprechen Sie mit Ihren Mitgründer vorab sehr intensiv über Ihre konkreten Vorstellungen hinsichtlich der Gründung und des Unternehmensaufbaus sowie über Ihre individuellen Ziele, um hier keine bösen Überraschungen zu erleben.

Wir bedanken uns bei Kathrin Elges für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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