Mittwoch, Oktober 20, 2021

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Klinikheld Karriereplattform für die Medizin für Pflegekräfte und Ärzte/Ärztinnen und weitere Medizinberufe

Stellen Sie sich und das Startup Klinikheld kurz unseren Lesern vor! 

Hey, ich bin Daniel Huth, Co-Gründer und Geschäftsführer von Klinikheld. Klinikheld ist eine unabhängige Karriereplattform für die Medizin. Wir führen medizinisches Fachpersonal vollautomatisiert mit Kliniken und Praxen zusammen. In den Worten einer Kundin: Wir sind das Jobparship für die Medizin.  Auf Klinikheld legen Pflegekräfte und Ärzte/Ärztinnen in zehn Minuten aussagekräftige Profile an. Diese werden dann mit allen offenen Stellen auf dem Portal verglichen. Kommt es zu einem Match, können sich Kandidatinnen und Kandidaten mit einem Klick beim Arbeitgeber bewerben. 

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen? 

Klinikheld ist nicht mein erstes Unternehmen. Dementsprechend liegt mir das Unternehmertum nahe. In den vergangenen Jahren haben mir Freunde und Bekannte immer wieder vom Personalnotstand in der Medizin erzählt. Schnell wurde klar, dass es zwar einen Fachkräftemangel gibt, aber da draußen tausende medizinische Fachkräfte darauf warten, wieder arbeiten zu können. Insbesondere Freiberufliche, die seit 2019 nur noch schwer ihrer Tätigkeit nachgehen können (Grund ist ein BSG-Urteil zur freiberuflichen Arbeit in der Medizin). Daneben können wir auf unserer Plattform sehr schnell Arbeitnehmer mit Arbeitgebern zusammenbringen. Eine alleinerziehende Pflegekraft möchte nur am Wochenende arbeiten? Bürokratische Hürden in den Kliniken verhindern oftmals die Anstellung eines/r solchen Kandidatin/en. Klinikheld tritt dem entgegen: durch digitale Prozesse und preiswerte Pakete.

Welche Vision steckt hinter Klinikheld? 

Wir machen Klinikheld zur ersten vollautomatisierten Recruitinglösung für die Medizin. Dabei sorgen wir bei Kandidaten und Unternehmen in allen Recruitingschritten für Zeit- und Kostenersparnisse.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert? 

Wir haben uns viel Zeit für die Entwicklung der passenden Software genommen. Allerdings lag unser Fokus zu Beginn voll auf dem Matching für freiberufliche Pflegekräfte und Ärzte. Inmitten der Entwicklungsphase unserer Plattform wurde diese Anstellungsart quasi unmöglich gemacht. Die folgende Anpassung der Software und aller Prozesse waren aufwändig, aber lohnenswert. Gerade kam mit der Corona-Pandemie eine weitere Herausforderung auf. Aktuell arbeiten wir alle pro bono, um möglichst viel Personal in Deutschlands Kliniken zu bringen. 

Wer ist die Zielgruppe von Klinikheld? 

Als Nischenplattform haben wir eine sehr spitze Zielgruppe: 

  1. Medizinisches Personal, d. h. Ärzte, Pflegekräfte und weitere Berufsgruppen
  2. Medizinische Institutionen, gleich ob Klinik, Praxis oder Pflegeheim

Wie funktioniert Klinikheld? 

Im Kern von Klinikheld steht ein vollautomatisiertes Matching von Kandidaten und ausgeschriebenen Stellen. Kommt es zu einem Match, können sich Kandidaten mit einem Klick bewerben; Arbeitgeber können das Bewerbungsangebot mit einem Klick annehmen. Klinikheld funktioniert folglich zu 100 % digital und ist für alle sehr einfach zu verstehen. 

Wo liegen die Vorteile? 

Auf Klinikheld legen Ärzte und Pflegekräfte ihre Profile in wenigen Minuten an und vergleichen ihre Wünsche vollautomatisiert mit allen Stellen unseres Portals gleichzeitig. Für Kandidaten ist Klinikheld dabei in allen Bewerbungsschritten und immer kostenfrei. 

Wie Bewerber sparen medizinische Institutionen durch unser Matching viel Zeit. Schließlich werden ihnen nur Personen ausgespielt, die tatsächlich auf die Stelle passen. Zudem ist Klinikheld unabhängig – die Anstellung von Bewerbern erfolgt direkt beim Arbeitgeber. So gibt es keinen Ärger mit Recruitingagenturen. Last but not least: Durch unsere komplett digitalen Prozesse ist das Recruiting auf Klinikheld nicht nur effizienter, sondern auch günstiger. Medizinische Institutionen zahlen außerdem nur im Erfolgsfall.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? 

Unsere Unabhängigkeit und unsere komplett digitalen Prozesse. Es gibt keinen Anbieter auf dem Markt, der Kandidaten und Unternehmen schneller zusammenführen kann. 

Wie ist das Feedback?

Die Personalleiter, mit denen wir sprechen, sind von Klinikheld begeistert. Viele sprechen von Recruiting, wie es sein sollte. Gerade jetzt ist es notwendig, Prozesse im Recruiting zu digitalisieren – wir sind bereit. 

Auch Pflegekräfte und Ärzte freuen sich über die Einfachheit unserer Lösung. Für sie bedeutet Klinikheld ein komfortable und kostenlose Bewerbungsprozesse.

Klinikheld, wo geht der Weg hin? 

Wir haben unsere Plattform im Oktober 2019 gestartet und durften bis März bereits über 4.000 Ärzte/Ärztinnen und Pflegekräfte bei uns begrüßen. Mit der Kampagne #weiljederklinikheldzählt konnten wir weitere 1000 Neuregistrierungen verzeichnen. Daneben beherbergt Klinikheld über 1.200 Stellenanzeigen von mehr als 100 Kliniken. Dass wir nach kurzer Zeit ohne Investorengelder profitabel sind, zeigt den Weg klar auf: Reichweite generieren, bei der Besetzung von mehr Stellen in der Medizin helfen. Hierfür wollen wir der Ansprechpartner Nummer 1 für Kliniken europaweit sein.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren? 

2025 ist Klinikheld erster Ansprechpartner für medizinisches Personal, das flexibel oder in Festanstellung einen Job sucht. Bis dahin haben wir uns als effizienteste Jobplattform Europas etabliert und arbeiten mit einem jungen Team an den nächsten Innovationen für das eRecruiting.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wir drücken diese Dinge gerne in scheinbaren Widersprüchen aus: 

Seid vernunftsmutig: Mut darf nicht in Aktionismus münden; Vernunft darf uns Gründer nicht blockieren. Wir planen vernünftig und haben dann den Mut, Lösungen umzusetzen. 

Seid fokussiert-freigeistig: Ihr solltet euch mit eurem Produkt auf die Lösung eines speziellen Bedarfs konzentrieren – das heißt jedoch nicht, dass ihr eure Kreativität einschränken müsst. Packt einfach alles, was ihr erfahrt, erlebt und gedanklich innoviert in euren Ideenspeicher. Wer weiß, wofür es noch gut ist. 

Seid rebellisch-konservativ: Geile Ideen und Lösungen entstehen nicht, wenn wir der Musik hinterherlaufen. In der Umsetzung der Rebellion setzen wir jedoch auf Bodenständigkeit und Engagement. Wir sind beispielsweise ohne Investorengelder gewachsen und erarbeiten uns die Skalierung durch ehrliche Aktivität. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Daniel Huth für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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