Montag, Januar 24, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Kleverscreen nimmt Kampf gegen Werbemüll auf

Stellen Sie sich und das Startup Kleverscreen doch kurz unseren Lesern vor!

Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, was für eine unglaubliche Ressourcenverschwendung die Produktion von Werbemüll darstellt. Jedes Jahr landen tausende Tonnen unadressierter Werbung ungelesen im Müll. Gleichzeitig verteilen die meisten Hausverwaltungen und Eigentümer Ihre Hausaushänge noch immer in Papierform. 

Kleverscreen löst genau diese beiden Probleme. Wir bieten allen Eigentümern und Hauverwaltungen ein kostenloses, digitales schwarzes Brett für jeden Hausaufgang an. Über unsere Onlineplattform kann die Verwaltung alle wichtigen Informationen mit wenigen Klicks mit den Nutzern der Gebäude teilen. Zusätzlich liefert jeder Screen nützliche Informationen, wie beispielsweise die Abfahrtzeiten von Bus & Bahn oder eine aktuelle Wettervorhersage. Gleichzeitig stellt Kleverscreen eine Plattform für digitale Werbung in den Hausaufgängen bereit. So bieten wir allen Werbetreibenden die Möglichkeit, hochwertige und zielgruppenspezifische Werbung zu schalten, ohne dabei die Umwelt durch die Produktion und Verteilung von Werbemüll zu zerstören. 

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Nachdem wir auf das Werbemüllproblem aufmerksam geworden sind, haben sich uns die unglaublichen Auswirkungen erst nach und nach offenbart. Wir sind der Auffassung, dass Innovationen immer der bessere Weg zum Schutz unserer Umwelt sind als Verbote. Es war uns wichtig, einen Teil zur Lösung des Problems beizutragen.

Da wir beide bereits seit unserer Jugend einige Erfahrungen in der Selbstständigkeit gesammelt haben und darüber hinaus in der Immobilienwirtschaft zu Hause sind, war uns sofort klar, dass wir hier nicht länger zögern dürfen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größte Herausforderung aus unserer Sicht war es, die Vorstellung von der Optik und der Funktionsweise unserer Softwarelösungen, die sich bislang ja nur in unseren Köpfen befand, so umzusetzen, dass das Ergebnis genau dem entspricht, was wir für perfekt halten. Gerade in der Zusammenarbeit mit externen Programmierern und Designern bedeutete dies oftmals unzählige Anpassungen und viel Detailarbeit, bis das Resultat uns überzeugen konnte. 

Jeder Kleverscreen wird ausschließlich über die Einnahmen durch unsere Werbepartner finanziert. Die Werbetreibenden können je nach Bedarf auf einzelnen Screens oder auch in vielen Aufgängen unsere Möglichkeiten der digitalen Werbung nutzen. Trotz der hohen Sichtbarkeit und der vielen Möglichkeiten (hochwertige Bilder, Videos, Gifs usw.) orientieren sich die Preise dabei an den Kosten der Printwerbung. So soll der Umstieg auf die nachhaltige Digitalwerbung für die Unternehmen besonders attraktiv sein.

In der derzeitigen Phase stammen die Gelder für die Investitionskosten aus unseren Eigenmitteln. In Anbetracht der geplanten Wachstumsphase in den kommenden Jahren sind wir bereits mit potenziellen Investoren im Gespräch. 

Wer ist die Zielgruppe von Kleverscreen?

Unsere Zielgruppen sind zum einen alle Hausverwaltungen, Immobilienbestandshalter und Assetmanager. Egal ob Gewerbeobjekte oder Wohnhäuser: Jedes Unternehmen und jeder private Immobilieneigentümer ist darauf angewiesen, in irgendeiner Form mit den Nutzern seiner Objekte zu kommunizieren. Hier schaffen wir einen erheblichen Mehrwert.

Zum anderen sind unsere Zielgruppe alle Unternehmen, die auf eine kundennahe Werbung in den Hausaufgängen angewiesen sind. Das fängt bei dem Café oder dem Restaurant von nebenan an und beinhaltet letztendlich den gesamten stationären Handels- und Dienstleistungssektor. 

Wie funktioniert Kleverscreen?

Kleverscreen basiert auf einem eigens programmierten Onlinetool, welches es ohne die zusätzliche Installation einer Software ermöglicht, von überall auf der Welt Informationen zwischen den Nutzern eines Gebäudes und der Verwaltung auszutauschen. Gleichzeitig dient ein Teil jedes Kleverscreens als Werbefläche.

Darüber hinaus hat Kleverscreen auch noch einige Features für die Bewohner an Bord: Eine Live-Anzeige für die Abfahrten von Bus und Bahn, eine Wettervorhersage, einen Community-Chat, einen Newsfeed und die Möglichkeit bestimmte Serviceleistungen, wie zum Beispiel die Hausreinigung, zu bewerten. Besonders hervorzuheben ist auch die Mehrsprachigkeit: Um jedem Bewohner Zugang zu den wichtigen Informationen bieten zu können, stellt Kleverscreen die Daten auf Wunsch der Hausverwaltung in beliebig vielen Sprachen bereit. 

Wo liegen die Vorteile? 

Ein wichtiger Vorteil liegt in der Vermeidung des Werbemülls. Über 90% der unadressierten Werbung landet ungelesen im Müll, obwohl für deren Produktion und Verteilung jede Menge Ressourcen verbraucht werden. Insbesondere für die lokalen Unternehmen stellt die Werbepost jedoch ein wichtiges Marketinginstrument dar. Während die Online-Riesen ihre potenziellen Kunden einfach mit Werbung via Facebook, Google und Instagram oder mit TV-Werbung über neue Angebote informieren können, ist die kundenahe Printwerbung für die kleineren Geschäfte unerlässlich. Kleverscreen bietet eine Möglichkeit nachhaltig zu handeln, ohne auf diese Werbemöglichkeit zu verzichten.

Aus eigener Erfahrung wissen wir außerdem, dass das Verteilen von Hausaushängen noch immer in Handarbeit erfolgt. Das bedeutet auch, dass sich, beispielsweise bei einer Veränderung des Ansprechpartners, die Mitarbeitenden ins Auto setzen und jedes einzelne Haus anfahren müssen. Das kostet nicht nur Geld, sondern auch Zeit und vor allem CO2. Kleverscreen ermöglich eine kinderleichte und umweltschonende Kommunikation zwischen den Hausverwaltungen und den Nutzern und bietet dank der zusätzlichen Tools darüber hinaus einiges an Mehrwert. 

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Mit Kleverscreen sind wir weltweit der erste Anbieter, der allen Eigentümern und Hausverwaltungen ein völlig kostenloses schwarzes Brett anbietet. Weder den Eigentümern noch den Nutzern der Gebäude entstehen Kosten. Zudem bieten wir als erstes Proptech Startup eine Lösung für das Werbemüllproblem. 

Kleverscreen, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Nachdem wir noch in diesem Jahr unsere finale Testphase in den ersten Hausaufgängen beendet haben, werden wir in den kommenden Jahren mit der großflächigen Digitalisierung der Hausaufgänge beginnen. In fünf Jahren wird Kleverscreen die Umweltbelastung durch die Produktion und die Verteilung von Werbemüll massiv reduziert haben. Da das Problem neben Deutschland auch viele andere Länder betrifft, planen wir außerdem eine Ausweitung innerhalb des europäischen Marktes. 

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Kenne Deine Stärken und nutze sie! 

Kenne Deine Schwächen und suche Dir dort Unterstützung, wo andere besser sind als Du!

Fang einfach an!

Wir bedanken uns bei Darwn und Peter für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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