Klemens Gaida zur Startup Woche Düsseldorf vom 5. bis 12. April

Klemens Gaida vom digihub Düsseldorf/Rheinland wird auf der Startup Woche Düsseldorf ein B2B-Speedating veranstalten

Stellen Sie sich doch unseren Lesern kurz vor!

Hallo, ich bin Klemens Gaida und zusammen mit Peter Hornik Geschäftsführer des digihub Düsseldorf/Rheinland. Nach Ingenieurstudium, Berater- und Manager-Karriere habe ich vor 10 Jahren meine Berufung in der Startup-Szene gefunden – als Digitalexperte, Geschäftsentwickler und Preseed-Investor.

Stellen Sie uns doch das DigiHub kurz vor!

Der Digihub ist eine Matchmaking- & Innovationsplattform für Mittelstand, Startups, Hochschulen und Konzerne zur Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle, Produkte und Lösungen. Wir betreiben u.a. das Startup-Accelerator-Programm „Ignition“ und richten den jährlichen „Digital Demo Day“ mit zuletzt 100+ Tech-Startups und 2.500+ Besuchern aus.

Welche Aufgaben haben Sie im DigiHub?

Ich bin beim digihub Teil eines einzigartigen, inzwischen sehr erfahrenen und schlagkräftigen Teams und dabei vor allem als Stratege, Geschäftsentwickler und Personalleiter tätig. Wie alle anderen packe ich darüber hinaus im Tagesgeschäft überall da an, wo es nötig ist.

Gibt es den richtigen Zeitpunkt um ein Startup zu gründen?

Man kann jederzeit gründen, es ist keine Frage des Alters oder der Erfahrung, weil Gründen für fast alle das „Erste Mal“ ist und eine besondere Vorgehensweise erfordert. Das richtige Vorgehen kann man z.B. in idealerweise Weise in einem Accelerator-Programm erlernen, zusammen mit anderen Startups und Gleichgesinnten.

Was waren bei der  Gründung die größten Hürden die Sie bewältigen mussten?

Ich habe neben dem digihub auch schon einige Startups selbst aufgebaut (aktuell z.B. www.trustedreferences.de) und meine größte Herausforderung ist, mich immer wieder an die trivialen Erfolgsfaktoren für ein Startup zu erinnern: Konsequenter Fokus auf die Kunden und das Angebot einer echten Problemlösung sowie Sicherstellung der Skalierbarkeit des Geschäftsmodells mit einer möglichst robusten Erlösquelle.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Klemens Gaida aus?

Morgens geht es zu Fuß mit unserem „digidog“ – der Hundedame Dakota – in den Coworking-Space des STARTPLATZES im Medienhafen Düsseldorf, wo wir als digihub zusammen mit unseren Accelerator-Startups Mieter sind. Dann um 9:30 unser tägliches Team Stand-up und anschließend der klassische Mix aus operativem Tagesgeschäft und Meetings mit strategischem Networking und Konzeptarbeit.

Wer kann sich für das Speedating auf der Startup Woche Düsseldorf bewerben?

Wir suchen auf der einen Seite B2B Digital-Startups aus NRW mit innovativen Digitallösungen für Unternehmen und auf der anderen Seite Mittelstandsunternehmen aus NRW, die an frischen Impulsen und der Zusammenarbeit mit Startups interessiert sind.

Wie wird das Speedating ablaufen?

In kurzen, rotierenden 1:1-Gesprächen zwischen Startups und Mittelstandsunternehmen stellen sich beide Seiten kurz vor und was sie tun und loten dann direkt aus, ob das Startup mit seiner Digitallösung in irgendeiner Weise interessant für das Mittelstandsunternehmen ist – als klassischer Lieferant, als Technologie- oder Vertriebspartner oder als strategische Beteiligungsmöglichkeit.

Wie hat sich die Startup-Szene in den letzten Jahren verändert?

Ausgehend von Berlin breiten sich die lokalen Startup-Ökosysteme über die bekannten Großstädte inzwischen bis in die Mittelstädte aus, wo z.B. überall Coworking-Spaces und kleine Accelerator-Programme entstehen. Und es beginnt eine Vernetzung der lokalen Startup-Ökosysteme, in NRW arbeiten wir z.B. mit unseren Hub-Kollegen und vielen anderen Partnern an einem „NRWalley“.

Welches sind die größten Fehler Junger Gründer?

Ich habe in den letzten 10 Jahren vor allem drei Ursachen gesehen, warum ein Startup gescheitert ist: Kein ausreichend lernfähiges, zuverlässiges & komplementäres Team, kein voller Fokus auf das Startup-Projekt & Produkt und kein Erreichen des sogenannten Produkt-Market-Fit, d.h. einer echten Problemlösung, wofür Kunden bezahlen. Dabei gilt wirklich der Spruch „Knapp daneben ist auch vorbei“.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?

Als geschätzter Begleiter & Förderer von vielen, bis dahin erfolgreichen Digital-Startups, ausgestattet mit einem guten Budget an Risikokapital, und als geschätzter Ansprechpartner & Experte für Unternehmen und Institutionen, auf ihrem Weg ins Digitalzeitalter.

Welche 3 Tipps haben Sie für Gründer?

„Fake-it-before-you-make-it“ – Geschäftsidee umfangreich mit Kunden testen bevor man ein Produkt entwickelt, „Bierdeckelrechnung machen“ – Umsatzpotenzial einfach und ehrlich abschätzen, „Networking & Pitchen“ – In der Startup-Szene vernetzen und zur eigenen Geschäftsidee möglichst viel austauschen.

Wir bedanken uns bei Klemens Gaida für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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