Wer nicht wagt, der nicht gewinnt

KLAITON bringt Unternehmen und Unternehmensberater zusammen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen KLAITON doch kurz vor unseren Lesern vor!
Wir vermitteln auf unserer Onlineplattform Top UnternehmensberaterInnen an Organisationen mit Projektbedarf. Unternehmen beschreiben ihr Projekt auf der Plattform und erhalten im Anschluss schnell, anonym und kostenlos Angebote von qualitätsgeprüften, selbständigen BeraterInnen. Sie können damit ihr Projekt ohne großen Suchaufwand an eine/n herausragende/n selbständige BeraterIn vergeben, dessen/deren Profil und Persönlichkeit zu ihnen passt. KLAITON steht während des Projekts als Qualitätssicherer zur Verfügung.

Wie ist die Idee zu KLAITON entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Wir, Tina Deutsch & Nikolaus Schmidt, haben gemeinsam bei Deloitte Consulting gearbeitet. In zahlreichen Kundengesprächen haben wir immer wieder den wirklich hohen Bedarf nach mehr Transparenz beim Einkauf von Beratungsleistungen wahrgenommen. Wir haben uns die Frage gestellt, wie wir die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen können, um nicht nur Commodities wie bei Amazon & Co., sondern auch hochwertige, komplexe Dienstleistungen online zu verkaufen. Die tatsächliche Idee ist uns dann über einem guten Cocktail gekommen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Regelmäßig hören wir von smarten B2C Produkten, die „alles ändern“ werden – KLAITON hingegen rüttelt die B2B Dienstleistungsbranche auf und stellt damit die Weichen für eine zeitgemäße Arbeitswelt der neuen Generation. Darin liegt auch unsere größte inhaltliche Herausforderung: neue – digitale – Maßstäbe im Professional Services Bereich zu setzen, indem wir unsere Plattform entsprechend den Anforderungen des komplexen „Beziehungsgeschäfts“ laufend weiterentwickeln.
Finanziert haben wir uns zunächst aus eigener Tasche. Inzwischen konnten wir in zwei Finanzierungsrunden tolle Investoren gewinnen, und zwar klassische Business Angels. Dabei sind beispielsweise der Düsseldorfer Top Manager Michael Hürter oder auch der Ex-McKinsey Partner und Regional Office Manager Wolfgang Neubert.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Uns ist nach dem ersten halben Jahr klar gewesen: Das Konzept funktioniert. Jetzt arbeiten wir mit großem Elan am Ausbau der Plattform. Wir haben inzwischen nach ca. 400 Gesprächen über 100 Top BeraterInnen in unsere Community aufgenommen. Ca. 40 Projekte wurden abgewickelt und unser Markteintritt in Deutschland läuft ausgezeichnet. Erste Projekte sind bereits in mehreren deutschen Bundesländern abgewickelt und das Interesse der Unternehmen – sowie der BeraterInnen – ist groß.

Wer ist die Zielgruppe von KLAITON?
Unsere Zielgruppe sind Unternehmen jeder Größe, die ein konkretes Projekt haben, bei dem sie die Unterstützung eines Managementberaters brauchen. Wir machen die Erfahrung, dass meistens Unternehmen aus dem gehobenen Mittelstand – aber durchaus auch schon einige
Großorganisationen – unsere Plattform in Anspruch nehmen. Durch unseren einfachen Prozess machen wir es leicht, ohne viel Aufwand eine/n passende/n BeraterIn zu finden. Prozess machen wir es leicht, ohne viel Aufwand eine/n passende/n BeraterIn zu finden.

KLAITON, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir wollen die Welt der Beratung völlig neu denken. Da geht es nicht nur um Effizienzsteigerungen oder Prozessoptimierungen im Einkauf von Beratungsleistungen, auch wenn das natürlich ein großer Teil der Lösung ist – nein, wir wollen diese Branche in ihrer Grundeinstellung aufrütteln. Beratung muss nicht aus 80-Wochen-Stunden, Anzugträgern und Folienmalern bestehen. Bei Beratung geht es darum, Top Expertise punktuell von außen in die Organisation zu holen und blinde Flecken im eigenen Unternehmen aufzudecken. Wir wollen die allerbesten Berater in den spannendsten Teamkonstellationen auf die effizienteste Art und Weise zum Kunden bringen.
Wo wir in 5 Jahren sind, können wir nicht sagen – dafür bewegt sich der Markt zu schnell. Aber in den nächsten 1-2 Jahren geht es darum, einen wirklich festen Fußabdruck im deutschen Beratungsmarkt zu hinterlassen und sicher zu stellen, dass sämtliche Unternehmen, die regelmäßig mit Beratern arbeiten, von KLAITON gehört haben und uns wenn möglich auch einmal ausprobiert haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Wer eine tolle Idee hat, von ihr überzeugt ist und sie auf Herz und Nieren geprüft hat – der sollte nicht zögern, sie auch umzusetzen.
Zu zweit ist alles besser. Ein Unternehmen zu gründen ist keine Kleinigkeit. Man befasst sich plötzlich mit Dingen, von denen man bis dato noch nicht einmal wusste, dass sie existieren. Wer einen Eindruck bekommen möchte, kann hier in unserem Blog unseren Beitrag Unsere ersten Monate als Start-up – ein Rückblick in Fragen https://klaiton.com/2015/05/29/start-up-rueckblick/ lesen. Einen Sparring-und Geschäftspartner in diesen Situationen zu haben, ist wirklich Gold wert.
Keine Kompromisse bei den wichtigen Dingen. Wenn es z.B. um die Positionierung des Produkts bzw. der Idee geht, muss man genau den Weg gehen, von dem man überzeugt ist und der bei den Kunden auf Resonanz stößt. Bei uns heißt das z.B. Qualität vor Quantität. Wir versprechen unseren Kunden Top BeraterInnen, die sollen sie auch bekommen. Darum wählen wir sehr sorgfältig aus, anstatt möglichst schnell möglichst viele Berater aufzunehmen – der Erfolg in den Projekten und das Kundenfeedback geben uns Recht.

Bild: Tina Deutsch & Nikolaus Schmidt (c) detailsinn.at

Wir bedanken uns bei Tina Deutsch & Nikolaus Schmidt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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