Auf Teamkommunikation und Work-Life Balance achten

Kinemic: Steuerung von digitalen Geräten mittels Gesten

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Kinemic doch kurz unseren Lesern vor!
Mit Kinemic bieten wir Lösungen zur freihändigen Steuerung von digitalen Geräten mittels Gesten. Damit kann man Augmented Reality Brillen freihändig steuern, aber auch Terminals und PCs über die Distanz oder auch mit Handschuhen bedienen.

Wie ist die Idee zu Kinemic entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Technologie wurde über mehrere Jahre am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelt. Da wir immer eine super Resonanz aus Industrie und Presse hatten, keimte recht bald die Idee einer Ausgründung auf, die wir dann Anfang 2016 umgesetzt haben. Wir als Gründerteam kennen uns somit schon mehrere Jahre über die gemeinsame Arbeit.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die wichtigste Herausforderung ist nach wie vor Kunden für so ein doch sehr innovatives Thema zu begeistern, gerade im direkten Austausch auf Messen ergeben sich hier aber immer wieder neue Ideen, auf die wir selbst gar nicht gekommen wären. Wir sind derzeit eigenfinanziert, haben aber im Rahmen von Exist Forschungstransfer, einem Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft, eine Anschubfinanzierung erhalten.

Wer ist die Zielgruppe von Kinemic?
Derzeit adressieren wir Industriekunden und innovative Entwickler. Oft möchten die Kunden die Gestensteuerung in einem bekannten Prozess nutzen um Tastatur oder Maus zu ersetzen, was auch wunderbar funktioniert. Aber es gibt auch die spannenden Fälle, in denen völlig neue Interaktionen und Workflows, zum Beispiel für Augmented Reality Brillen, realisiert werden.

Wie funktioniert die Technologie von Kinemic?
Wir nutzen die Bewegungen des Handgelenks um daraus Gesten, Texte und Mausbewegungen zu errechnen. Dazu benutzen wir Verfahren des maschinellen Lernens.

Welche Vorteile bietet Kinemic?
Mit unserer Software können Computer und letztlich alle digitalen Geräte intuitiver und natürlicher bedient werden. Und das auch über Distanzen hinweg und in Anwendungsfällen, wo es bislang nicht möglich ist, zum Beispiel mit Handschuhen oder in Reinräumen.

Kinemic, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Wir haben uns zum Ziel gesetzt ein führendes Unternehmen für die Mensch-Computer-Interaktion zu schaffen, in fünf Jahren hätten wir dazu gerne einen Grundstein gelegt indem wir die Gestensteuerung als industrielle Lösung etabliert haben.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Frühzeitig -definitiv schon lange vor der Gründung- den Bedarf beweisen und kontinuierlich nach außen gehen und die eigenen Überlegungen immer wieder im Kundengespräch verifizieren.
2. Man sollte schnell rausfinden, welche Kanäle effektiv zur Kundenansprache sind. Für uns waren das bisher klassische Messeteilnahmen, aber wir probieren auch immer wieder neue Möglichkeiten aus.
3. Auf Teamkommunikation und Work-Life Balance achten, sonst ist man irgendwann gefrustet und dann macht auch das Startup keinen Spaß mehr.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Tomt Lenz für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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