Kinderkistl kreative Spielideen und Bastelüberraschungen

Kinderkistl Gründerin Ursula Ressl über die Idee hinter Ihrem Startup und Ihrem Auftritt in der Startup Show 2 Minuten 2 Millionen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Kinderkistl doch bitte unseren Lesern kurz vor!
www.Kinderkistl.com ist der Onlineshop für die monatliche Bastelbox mit kreativen Spielideen und Bastelüberraschungen. In jedem Kistl finden sich alle notwendigen Bastelmaterialen für die Bastelidee. Der Gedanke dahinter: Spielerisch stärken die Kinder ihre feinmotorischen Fähigkeiten und können so ganz einfach ihre ureigene Kreativität entdecken, erleben und entfalten. Intelligent Schenken leicht gemacht. Kinderkistl bietet ein breite Palette an pädagogisch wertvollen Spielideen für Kinder zwischen 3 und 8 Jahren. Auswählbar als Einmalkistl und als Kistl-Abonnement.
Liebevolle Ideen, sorgfältig ausgewählte Inhalte und nachhaltige Materialien aus Österreich – das ist die Seele von Kinderkistl.
Ein Experten-Team aus den Bereichen Pädagogik, Bildung, Psychologie und Kunst berät beim Zusammenstellen der kreativen Kinderspielzeug-Ideen zum Selbermachen.

Ursula ResslWie ist die Idee zu Kinderkistl entstanden? Warum haben Sie sich entschieden ein Startup zu gründen?
Ich habe eine Nichte, die Leah. Sie hat relativ knapp nach Weihnachten Geburtstag. Aufgrund der Übermenge an Geschenken und der daraus resultierenden Reizüberflutung und Überforderung damit umzugehen, bittet ihre Mutter jedes Jahr darum, möglichst nichts zu schenken („Du, das wird ausgepackt, kurz angeschaut und wandert auf den Spielzeugberg, wo bereits 135 Millionen andere Spielzeuge ihres tristen Daseins fristen!“) So hab ich mich vor zwei Jahren mal auf die Suche gemacht, nach „sinnvollem Spielzeug“. Nach Spielzeug, das die Kreativität anregt und den Kindern ein Erlebnis verschafft. Nach Spielzeug, das nachhaltig ist, in zweierlei Hinsicht – umweltfreundlich und nachhaltig, im Sinne der Beschäftigung selbst. Nach Spielzeug, das nicht auf dem gefürchteten Spielzeugberg landet. Ich habe mit Eltern gesprochen, mit Experten und natürlich mit meiner Nichte und habe so beschlossen, Kinderkistl zu gründen. In der Überzeugung, etwas Gutes zu starten, etwas, das die Menschen brauchen, etwas, das die Fantasie der Kinder anregt, etwas das unsere Welt ein klein wenig bunter macht.

Von der Idee bis zum Start, was waren die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eine der größten Herausforderungen war sicherlich, dass ich alleine gegründet habe. Somit musste ich sämtliche Entscheidungen alleine treffen, die Verantwortung alleine tragen und einen Großteil der Vorarbeit auch im Alleingang machen. Finanziert wurde der Start über Business Angels aus dem „Friends- und Family“- Umfeld, von Menschen die an die Idee und an die Gründerin glauben.

Wie hat sich Ihr Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Ich selbst komme aus der Medien- und Werbebranche und habe ein dementsprechendes Netzwerk, das hat natürlich einiges erleichtert. Wir hatten von Anfang an eine unfassbare Resonanz seitens der Presse und effektive Marketing-Kooperationen mit großen Partnern. Mittlerweile verkaufen wir auch über andere Onlineshops und sind im stationären Handel, wie z.B. bei Thalia, gelistet. Wir sind also recht zufrieden. Darüber hinaus ist auch das Segment B2B organisch gewachsen – so entwickeln wir beispielsweise Konzepte zu den Themen Kreativität, Kinder und Familie für große Unternehmen und eigens produzierte Kistln und Ideen für bekannte Brands.

Wer ist die Zielgruppe von Kinderkistl?
Im Endkundenbereich alle, die Kindern mit sinnvollem Kinderspielzeug ein etwas Gutes tun möchten: Eltern, Großeltern, Tanten, Onkel, Freunde und Freundinnen, Patentanten- und Onkel…jeder Mensch, der ein Geschenk für ein Kind sucht. Und davon gibt’s bekanntlich ja ganz schön viele!

Für welches Alter sind die Bastelkisten?
Wir empfehlen Kinderkistl für Kinder zwischen 3 und 8 Jahren, wobei nach obenhin keine Grenze gesetzt ist. Kommt immer auf das jeweilige Kind an. Manchmal bestellen sogar Erwachsene für sich selbst ein Kistl.

Wie kam es dazu, dass Sie sich für die Startup Show 2 Minuten 2 Millionen beworben haben?
Wir verkaufen Erlebnisse – Kinderkistl ist das kreative Abenteuer-Spielzeug unserer Zeit: mit eigenen Händen spüren, erleben und kreieren – Dinge die so wichtig sind, in einer Welt der Tablets und Smartphones und bei den Kleinen oft viel zu kurz kommen. Das Gestalten und „Bauen“ der Spielzeuge schafft gestalterische Erfolgserlebnisse, an die sich die Kinder gerne erinnern und von denen sie durch das spielerische Lernen immer wieder profitieren. Kinderkistl macht unsere Kinder zu kreativen Abenteurern!
Es war also naheliegend, diese Erlebnisse im Bewegtbild – also im Fernsehen – erlebbar zu machen. Für uns war der Pitch bei 2 Minuten 2 Millionen eine tolle Möglichkeit, Kinderkistl im TV zu präsentieren und damit eine beachtliche Reichweite zu generieren. Den dadurch geschaffenen Impact hätten wir in unserem derzeitigen Stadium aus eigenen Ressourcen so nie schaffen können.
Darüberhinaus ist man als Startup am Anfang eigentlich so gut wie immer auf der Suche nach Kapital und Hilfe bei der Erweiterung des Netzwerks. Somit sind Shows wie diese, eine großartige Gelegenheit sein Glück zu versuchen. Man muss nur wissen, worauf man sich einlässt – am Ende sind Startup-Shows ja trotz allem ein Unterhaltungsformat…aber für ein Produkt wie Kinderkistl eben goldrichtig!

Wie haben Sie sich auf die Show 2 Minuten 2 Millionen vorbereitet?
Ich habe einige Gespräche mit ehemaligen Teilnehmern geführt, die haben mir ganz gute Tipps gegeben worauf man achten muss, wie man auftreten soll.
Wie aber immer im Leben, wenn man etwas verkaufen will, ist es einfach wichtig, eine Geschichte zu erzählen…und die Jury nicht zu langweilen. Und authentisch zu sein. So haben wir mit einem sehr bunten Auftritt überzeigen können.
Dass man auch den wirtschaftlichen Hintergrund glaubwürdig und professionell beleuchten können muss, versteht sich von selbst. Aber auch das ist einem Startup eigen – du solltest IMMER darauf vorbereitet sein, dein Unternehmen präsentieren zu können, egal wo, wie und wann.

Sie sind eines der wenigen Startups die es in die Show 2 Minuten 2 Millionen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was hatten Sie sich von der Show versprochen?
Kinderkistl ist ein wunderbares Geschenk für Kinder und jedes Kistl birgt ein kreatives Abenteuer, ein Erlebnis – was ist also sinnvoller, als so ein Produkt im Fernsehen einer sehr breiten Zielgruppe zu präsentieren? Und ich denke, das ist uns mit einem sehr lebendigen und authentischen Auftritt wirklich gut gelungen! Dass wir darüberhinaus auch noch Star-Winzer Leo Hillinger als Investor überzeugen konnten, macht stolz. Er ist unglaublich gut vernetzt und ein echter Macher. Er weiß, was es bedeutet, für eine Idee zu kämpfen und ein Unternehmen hochzuziehen!

Wie war nach der Sendung das Feedback aus der Presse sowie von den Kunden?
Die Rückmeldungen sind überwältigend! Das motiviert mein Team und mich unheimlich. Ich bin sehr dankbar und freue mich riesig, dass wir mit Kinderkistl so viele Menschen begeistern können. Kunden bedanken sich persönlich für „diese großartige Idee“ und beschreiben sie als wegweisend. Wir bekommen laufend Bastelfotos zugesandt, die die stolzen Kinder mit ihren fertigen Werken zeigen. Auch, dass wir Kinderkistl in Österreich produzieren, erzeugt sehr viel positive Resonanz. Ich denke, es wird uns allen einfach immer wichtiger, Kinder nachhaltig und sinnvoll zu beschäftigen und vor allem auch zu wissen, wo das Spielzeug herkommt, das wir ihnen schenken. Auch das Bedürfnis nach „gescheitem“ Kinderspielzeug steigt gerade enorm. Ich glaube, wir machen einiges richtig

Würden Sie anderen Startup Unternehmen empfehlen sich für Startup Shows im Fernsehen zu bewerben?
Schaden kann es keinesfalls…was ist denn Schlimmste, was passieren kann? Dass man keinen Investor findet, dafür aber einen kostenlosen Werbeauftritt hingelegt hat. Das ist für ein junges Unternehmen unbezahlbar und für ein Produkt, das sich erst am Markt positionieren muss, irre wichtig! Uns jedenfalls hat der Fernsehauftritt wahnsinnig gut getan und ich bin froh, dass wir diesen Schritt gemacht haben.

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
…dann haben wir hoffentlich unzähligen Kindern viele kreative Kinderkistl-Erlebnisse verschafft und die Welt damit ein bisschen bunter gemacht.
Die Kids werden sich nicht an die beste Fernseh-Sendung erinnern, wenn sie groß sind, aber daran, was sie mit Händen selbst kreiert haben schon!
Und wir haben noch ein, zwei spannende Ideen rund ums Thema Kinderkistl…da ist noch so einiges in der Pipeline…

Wir bedanken uns bei Ursula Ressl für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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