Kiën startet Crowdfunding auf Kickstarter

Kiën Licht 1: Die intelligente Pendelleuchte, die Ihr Wohlbefinden und Ihre Produktivität steigert

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Sygns doch kurz unseren Lesern vor!
Unser Kerngeschäft ist das Designen und Fertigen von Neon-Lichtinstallationen. Mittlerweile haben wir Büros in Berlin und Kopenhagen, und insgesamt über 30 Mitarbeitern mit den verschiedensten Nationalitäten und beruflichen Backgrounds. Allein in Berlin zählen wir Mitarbeiter aus 10 verschiedenen Ländern und beschäftigen neben Handwerkern, Produktdesigner und Architekten, ebenfalls Leute im Bereich Operations, Kommunikation, Sales etc.. Dies ermöglicht uns, mit unseren Produkten viele verschiedene Anforderungen zu erfüllen, die beispielsweise von Galerien, Restaurants, Events und zu individuellen Wünschen reichen. Alles, was technisch realisierbar ist, machen wir möglich

Wie ist die Idee zu Sygns entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ich kenne meinen Mitgründer Anthony Genillard bereits aus gemeinsamen Uni-Tagen. Uns kam im Jahr 2014 gemeinsam der Gedanke, den Leuten Neon näherzubringen und ihnen zu ermöglichen, sich selbst mit dem Medium zu verwirklichen. Als ich zu dieser Zeit einen der letzten deutschen Glasbläser besucht hatte, habe ich erst gemerkt, wie haptisch diese Arbeit ist und dass das Handwerk praktisch vom Aussterben bedroht ist. Zur gleichen Zeit hat Anthony begonnen, Lichtinstallationen für Freunde zu designen. Das Feedback im Bekanntenkreis war wirklich gut. Wir haben auch die Preisklasse ganz gut getroffen und uns dann entschieden, eine kleine Firma daraus zu machen!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Am Beginn gab es sehr unterschiedliche und viele Herausforderungen. Als Gründer arbeiteten wir Tag und Nacht an unserem Projekt, um uns mit dem Thema bekannter zu machen und alles durchzuplanen. Durch die Dienstleistungen die wir bringen, benötigen wir eine hohe Beständigkeit und Planungssicherheit innerhalbunserer Firma, deshalb ist es sehr wichtig ein strukturiertes Team zu bilden.

Warum haben Sie sich für den Produkt Launch von Kiën für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?
Wir legen großen Wert darauf, in den gesamten Produktentwicklungsprozess Feedback von unseren Kunden einzubeziehen und einzubinden. Bei uns steht der Kunde immer im Mittelpunkt jeder Überlegung.
Gleichzeitig möchten wir mit Kiën eine Produktlinie schaffen, die den Nerv der Zeit eines internationalen Publikums trifft. Kickstarter bietet uns genau die richtige Plattform, um mögliche Expansionsgedanken ohne Risiko in einer sehr frühen Phase zu testen.

Nach welchen Kriterien haben Sie die Plattform ausgewählt?
Kickstarter ist weltweit die größte Crowdfunding-Plattform und seit dem Deutschland-Start im letzten Jahr, ist Kickstarter heute auch hier schon die erfolgreichste Plattform. Täglich werden erfolgreich kreative Projekte gestartet. Crowdfunding Plattformen wie Kickstarter sind internationale Marktplätze mit Besuchern aus aller Welt. Die Internationalität der Plattform ist natürlich auch enorm wichtig und war ein wichtiger Faktor in unserer Entscheidung. Kickstarter ist ein Ort für Kreative. Gleichzeitig sind hier Menschen mit viel technischem Know-How unterwegs die uns sehr qualifiziertes Feedback geben.

Wie haben Sie sich auf die Crowdfunding Kampagne vorbereitet?
Rund 60% aller Crowdfunding Projektideen auf Kickstarter erreichen ihr selbst gestecktes Finanzierungsziel nicht und scheitern. Täglich starten hunderte Gründer neue Projekte. Wir kennen die Zahlen, haben aber keine Angst vor dem Scheitern. Wir haben sehr lange und hart an unserer Kampagne gearbeitet und mit vielen erfolgreichen Crowdfunding Gründern gesprochen. Wichtig in solchen Phasen ist natürlich immer der Teamzusammenhalt, gerade wenn die Tage länger werden und der Druck steigt. Wir sind ein Team aus Spezialisten, so dass für jeden Teilbereich der Kampagne eine Person hauptverantwortlich war. Alle waren zu jedem Zeitpunkt mit Leidenschaft, enormer Einsatzbereitschaft und viel Kreativität dabei – das hätte nicht besser sein können.

Warum sollte man Kiën unterstützen?
Wir kooperieren mit Experten auf mehreren Fachgebieten – so zum Beispiel mit Fachleuten für 3D Druck und Laser Cutting in Leipzig und Lichtexperten des Fraunhofer Instituts, der Technischen Universität Berlin sowie der Technischen Universität Dresden.Uns ist sehr wichtig, dass wir sehr engin den eigentlichen Fertigungsprozess involviert sind und so haben wir uns entschieden, das Produkt ausschließlich in Deutschland zu fertigen.
LICHT 1 ist als Kollektion in drei hochwertig verarbeiteten Materialien verfügbar: einem speziell pulverbeschichteten Aluminium, kruden Industriebeton, oder in mehrfach furniertem Eichen- sowie Nussholz. Alle Komponenten werden nach Maß angefertigt und sind in mehreren Größen verfügbar, um sich je nach Wunsch und persönlichem Stil jedes Kunden als modulares Pendellampensystem anzupassen. Das Lichtsystem kann durch eine eigens entwickelte App mit dem Smartphone und Tablet kontrolliert werden und soll zukünftig kompatibel mit den neuesten Smart Home Geräten sein. Jede Lampe ist mit einer zentralen Produktdatenbank vernetzt, welche optional Sensordaten der Lampen empfängt — darunter der Stromverbrauch und Hitzeentwicklung einzelner LEDs Kiën verbessert somit langfristig die Produktqualität und kann pro aktiv einen guten und schnellen Service versichern, falls es zu technischen Fehlern kommt. Ich bin mir sehr sicher, dass wir mit Kiën Produkt geschaffen haben, das perfekt in unsere Zeit passt.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?
Wir haben fast zwei Jahre intensiv an der Produktentwicklung gearbeitet und auch eine Crowdfunding-Kampagne plant man nicht in einer Woche. Unsere Kickstarter Kampagne erforderte viele Monate intensiver Planung und die Verpflichtung mehrerer neuer Mitarbeiter, die sich jeweils um einen Arbeitsbereich der Kampagne kümmerten. Das war dementsprechend eine sehr ressourcen forderne Zeit, die wir durch das Geld aus der erfolgreichen Kampagne etwas abfedern möchten. Unser großes Ziel ist aber noch in diesem Jahr mit LICHT 1 in die Serienproduktion zu gehen und uns einen ersten Kundenstamm aufzubauen.

Wer ist die Zielgruppe von Kiën?
Sowohl B2B als auch B2C, jeder mit Auge für Design und Technik Begeisterung. Für viele Berufe ist steuerbare Beleuchtung extrem wichtig (Fotografen, Künstler, Einrichtungshäuser, Restaurants und Museen) aber auch für Büros istgesundes und dynamischesTageslicht extrem wichtig – nur bekommen das die meisten Arbeitnehmer viel zu selten. Licht mit guten CRI Werten, dass sich dynamisch auf verschiedene Situationen einstellen lässt, führt nachgewiesenermaßen zu einer langfristigen Steigerung der Produktivität und des Wohlbefindens.

Kiën, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Mit LICHT 1 wollen wir mit dem Status Quo des Smart Light Marktes brechen. Wir haben uns zum Ziel gesetzt ein funktionales und gesundes Wohn- und Arbeitslicht für Kunden zu entwickeln, die sowohl Tech-Affinität als auch ein Gefühl für Design besitzen.
Wir wollen den smarten Lichtmarkt revolutionieren, indem wir neueste Technik mit Design kombinieren. Natürlich wollen wir dabei so viele Kunden wie möglich erreichen und uns international als Marke etablieren.

Zum Schluss: Welche3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Ausdauer. Gründen ist harte Arbeit und nur ein langer Atem führt zu langfristigem Erfolg.
Finanzierung. Man braucht keine riesige Startfinanzierung um ein Projekt ins Rollen zu bringen. Es gibt mittlerweile viele andere Möglichkeiten wie zum Beispiel Crowdfunding.
Team. Ohne ein sehr gut funktionierendes Team geht nichts. Ehrlichkeit zu Mitstreitern und eine faire Gewinnbeteiligung im Projektverlauf sind sehr starke Motivationsmechanismen.

Link zum Crowdfunding

 

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer ist 39 Jahre jung, Gründerin und leitende Redakteurin der StartupValleyNews. Ihre Karriere startete sie in verschiedenen internationalen Direktvertriebsunternehmen. Seit 2007 ist sie hauptberuflich als Journalistin tätig. Während dieser Zeit lernte sie die Startup-Szene kennen und schätzen, was Sie dazu bewogen hat mit StartupValleyNews ein internationales Startup Magazin aufzubauen!

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