Keiner schafft es ohne gute Mentoren und gutem Netzwerk

Kickbase Bundesliga Managerspiel

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Kickbase doch kurz vor unseren Lesern vor!
Anatol Korel, 29, Co-Founder von Kickbase.
Kickbase wurde von den fußballverrückten Jungs Anatol Korel, Ante Kristo, Daniel Wagner und Felix van de Sande 2013 gegründet und hat seitdem über eine Millione Downloads gesammelt. Darunter zählen sich sogar junge Bundesliga-Profis wie Joshua Kimmich oder Sebastian Rode, die die App für sich entdeckt haben und sie in der eigenen Kabine verbreiten und dies auch ihre Fans wissen lassen.
Wir sind das Tinder unter den Manager-Spielen. Eine alte Idee vereinfacht aber innovativ umgesetzt. Im Sekundentakt werden die Ergebnisse aus über 60 verschiedenen Werten wie Schüsse, Dribblings und Fouls ausgewertet und angezeigt. Jede Aktion auf dem Spielfeld hat so einen unmittelbaren Einfluss auf das Punktekonto der Nutzer. Noch nie war die Bundesliga so live und nachvollziehbar, dass sogar die Profis selbst ihre Punkte nach dem Abpfiff prüfen.
Das Highlight von Kickbase: Mit jeder gelungenen Aktion eines Spielers aus dem eigenen Team wächst das Punktekonto und damit das virtuelle Budget für Transfers. Statt sich den Erfolg mit Echtgeld zu erkaufen, muss man ihn sich bei Kickbase mit klugen An- und Verkäufen erarbeiten. Als Partner der DFL gibt es bei Kickbase alle Teams, alle Vereinswappen und alle Spieler also, Bundesliga-Feeling pur.

Wie ist die Idee zu Kickbase entstanden?
Wir haben fünf Jahre COMUNIO gezockt und waren für zehn Jahre frustriert. Design, Support, Bewertung der Spieler. Alles Themen, die seit zehn Jahren ein Problem darstellen und wir wollten es einfach besser lösen. Also haben wir eine schöne App mit einem Top-Team und einer innovativen Art und Weise der Spielerbewertung ins Leben gerufen. Am Anfang wollten wir das nur für uns machen, aber warum nicht die Idee mit allen Teilen.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war, dass wir das Projekt und das Produkt anfangs unterschätzt haben. Angefangen bei der offiziellen DFL-Lizenz, von der wir nicht dachten dass sie so schwer zu kriegen ist, bis hin zum permanenten Mitziehen der App bei Updates durch Apple/Android. Neue Displaygrößen, höhere Auflösungen etc.

Wer ist die Zielgruppe von Kickbase?
Jeder Fußballverrückte. Bei uns zocken 12-Jährige genauso wie 50-Jährige. Studenten, Schüler, Fußballprofis, Schauspieler. Wir haben eine sehr bunte aber sehr fußballverrückte Zielgruppe. Lediglich der geringe Frauenanteil (3%) macht uns noch ein wenig traurig.

Wie funktioniert der Kickbase?
• Du gründest eine „Liga“ mit deinen Freunden oder Arbeitskollegen.
• Jeder von euch bekommt ein Team zugelost und etwas Startbudget.
• Nach Ebay-Prinzip versucht man nun auf dem Transfermarkt auf die besten Spieler zu bieten und sie zu erstehen.
• Hat man seine 11 Top-Spieler beisammen, stellt man sie auf.
• Am Wochenende kannst du dann live mitverfolgen, wie sich die Punkte deiner aufgestellten Jungs entwickeln. Jede Aktion, ob Pass, Foul, Dribbling, Tor wird dabei im Sekundentakt bewertet und dir als Manager angezeigt.
• Ziel ist es am Ende der Saison die meisten Punkte gemacht zu haben. Gewinnen wird der Spieler, der sich mit der Bundesliga beschäftigt und Spieler die sich z.B. verletzen oder nicht regelmäßig aufgestellt werden, wieder verkauft und durch bessere Spieler ersetzt.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für Die Höhle der Löwen zu bewerben?
Das war anfänglich nur ein Spaß. Aus der Idee sich dort einem großen TV Publikum und 5 Katzen vorzustellen wurde dann unerwartet und sehr schnell Realität. Wir haben nicht händeringend nach Kapital gesucht und uns in letzter Hoffnung beworben. Aber wir würden einem Deal auch nicht widersprechen. Mit dem Kapital könnten wir schneller in die Expansion investieren.Wir hatten nichts zu verlieren und haben uns einfach beworben und nun am Ende sehr viel Spaß dabei gehabt. Rückwirkend war das eine sehr gute Idee!

Wie haben Sie sich auf die Höhle der Löwen vorbereitet?
Wir wollten möglichst natürlich auftreten und uns nicht durch übertriebene Vorbereitung verrückt machen. Am Ende des Tages war es ein Pitch, den wir in der Form 100fach vor „gewöhnlichen“ Investoren schon geprobt haben. Dieses mal waren wir geschminkt. Und vielleicht auch dadurch merklich nervöser.
Wir haben uns die Jury angesehen, geprüft ob sie Interesse am Thema Fußball haben, die Lieblingsvereine ausfindig gemacht und sind so in den 101 Pitch.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen das es in die Show „die Höhle der Löwen geschafft hat. Wie motivierend ist das für Sie und was versprechen Sie sich von der Show?
Da man selbst als Teilnehmer kein Gefühl dafür hat durch welches „Auswahlverfahren“ man hier durch musste und wieviele Startups ein „nein“ bekommen haben, ziehen wir unsere Motivation aus anderen Dingen. Dennoch freuen wir uns, die Gelegenheit gehabt zu haben unser Produkt in dieser Sendung vorstellen zu dürfen. Von der Sendung versprechen wir uns in erster Linie viele neue fußballverrückte Jungs und Mädels, die mit Kickbase Manager die Bundesliga noch intensiver erleben.

Wie wichtig ist dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch die Show viele Interessenten und auch Medien auf Kickbase aufmerksam werden?
Das Thema Fußball ist einen Massenmarkt in Deutschland aber auch Europa. Wir pflegen seit Beginn unserer Reise engen Kontakt zu allen großen Medienhäusern und TV Sendern, die mit dem Thema Fußball Berührungspunkte haben. Hier regiert aber ganz klar die Reichweite. Mit 50.000 Usern hört dir keiner zu. Sobald du 6- oder sogar 7-Stellige Userzahlen vorweisen kannst, ist das Interesse ein Anderes und deine Verhandlungsposition ein viel Bessere. Daher ist es für uns ein sehr wichtiger Schritt in Punkto Reichweite. So haben wir einfach eine bessere Verhandlungsposition wenn es um Kooperationen oder strategische Beteiligungen geht.

Ziel der Show „ Die Höhle der Löwen “ ist es, das die Löwen investieren und der Deal zustande kommt. Welchen der Löwen haben Sie als Investor im Fokus?
Wir sind eine App, daher war Frank natürlich ein wichtiger „Ansprechpartner“. Wir sind aber auch eine „Nische“ mit dem Thema Fußball Manager. Daher haben wir auch auf fußballinteressierte Investoren geschaut. Davon gibt es bei den Löwen nicht viele. Herr Schweizer und Frau Williams zählen auf alle Fälle nicht dazu.

Wie geht es mit Kickbase nach der Show weiter, sollte der Deal zustande kommen? Und wie, wenn es keinen Deal gibt?
Der Deal hilft uns die Webversion für Kickbase voran zu treiben. Ein Teilprojekt das seit längerem auf unserer Agenda steht aber vernachlässigt werden muss, weil die Mobile-App von Kickbase sich sehr gut entwickelt und guten Rezensionen erfreut. Da wir ein sehr effizientes Team aus Designern und Entwicklern haben, können wir aber auch ohne Deal weitermachen. Vielleicht nicht so schnell, aber mit mindestens genau soviel Elan und Einsatz.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Herr Schweizer sagte beim Pitch wir träumen viel. Und das stimmt. Kickbase wird der Inbegriff für Fußball werden. Wir werden um den Manager herum eine Redaktion aufbauen, hier sind wir schon sehr fortgeschritten, um so auch den Fußballinteressierten abzuholen der vielleicht nicht in der Stimmung ist ein Team zu Managen / zu Zocken. Ein Angriff auf die alte Welt der Fußballredaktion. Kicker / Sport1 /Sportal / Goal Etc.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Kondition + KPIs. Wie in allen Lebenslagen kommen Ups and Downs. Wer durchhält und nach 3 Jahren Kampf immer noch bereit ist alles zu geben wird früher oder später belohnt. Wer die Ups and Downs aber nicht anhand von KPIs bewertet wird den Absprung verpassen. KPIs haben uns geholfen Kickbase immer neutral zu bewerten. Läuft das Ding oder läuft es nicht.
2. Keiner schafft es ohne gute Mentoren und gutem Netzwerk. Von Mark Zuckerberg bis Steve Jobs, sie alle hatten gute Mentoren. Sucht sie euch. Begeistert sie für euch. Nicht jeder will sofort Equity dafür. Nicht jeder lässt sich das teuer bezahlen. Karma.
3. Startet keinen Bundesligamanager, es ist ein langer harter Weg.

Bild © VOX/ Bernd-Michael Maurer

Sehen Sie Kickbase am 13.September in #DHDL

Wir bedanken uns bei Anatol Korel für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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