Sonntag, August 14, 2022

KI – letzte Rettung für Unternehmen vor Rezession?

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Wer heute stabil durch jede Wirtschaftslage kommen möchte, der muss sich clever ausrichten. Wie KIs, künstliche Intelligenzen, große Chancen für Unternehmen eröffnen können, die sicher und gestärkt durch Rezessionen kommen möchten, wird in diesem Artikel von Jan Truch, COO der Headfound GmbH, genauer beleuchtet. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf den drei wichtigsten Aspekten, die maßgeblich zum unternehmerischen Erfolg beitragen. 

Wirtschaftsabschwung nicht aufhaltbar?

Der IWF (=der internationale Währungsfonds) hat die Schätzung zur wirtschaftlichen Entwicklung stark nach unten korrigiert. Laut Bericht des ZDF sind nun nur noch 3,6 % Wirtschaftswachstum für 2022 prognostiziert. [Quelle1] Ob die steigende Inflation, die Lieferengpässe, der Krieg oder die anhaltenden Spekulationen entscheidend dazu beigetragen haben, ist irrelevant, denn der Wirtschaftsabschwung scheint unaufhaltsam.

Das veranlasst aktuell viele Unternehmer dazu, deutlich bedachter zu wirtschaften, wenn sie dies nicht schon sowieso tun. In beiden Fällen sollten Unternehmen auf alle Risiken vorbereitet sein und gerade jetzt nichts dem Zufall überlassen. Denn es gilt in diesen Marktlagen auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein, es können auch langjährige Geschäftspartner betroffen sein, die Dienstleistungen nicht bezahlen oder Aufträge kurzfristig canceln. Eine gute strategische Ausrichtung und operative Anpassungen sind daher unumgänglich, die durch KI-gestützte Softwareprogramme effizient vonstattengehen können. 

Liquidität ist Trumpf

Wer in der Lage ist, sein Unternehmen flexibel zu navigieren, wird in turbulenten Zeiten deutlich einfacher Probleme umschiffen können. Somit ist Liquidität, die zur Anpassungsfähigkeit an etwaige Marktveränderungen behilflich ist, ein Muss! Womöglich verwundert der Rat eines Recruiting Experten an dieser Stelle, da vor allem im Recruiting- und Personalbereich oft die meisten Kosten anfallen. Jedoch können A-Mitarbeiter und hervorragende Fachkräfte, die ein Unternehmen auf Erfolgskurs halten, nur durch finanzielle Freiräume beschäftigt werden. Die Alternative wäre, viel Zeit in gering-qualifizierte Mitarbeiter zu investieren, die mangels Erfahrung, Zusatzkosten für das Unternehmen bedeuten.

Gut, dass im Marketing, im Forderungsmanagement, in der Buchhaltung sowie im Recruiting bereits innovative KI in der Praxis eingesetzt werden. Das spart nicht nur Zeit, sondern vor allem Geld! Denn KI oder IT-Systeme, die maschinell lernen, sind nicht nur in der Lage, sich selbst mit aktuellen Informationen zu versorgen, sondern darauf aufbauend, selbstorganisiert Optimierungen vorzunehmen. Im Marketing können so einfacher neue Marktpotenziale und Trends erkannt werden, die letztlich zu höheren Verkaufszahlen führen. Im Forderungsmanagement können Chatbots wiederkehrende Fragen der Schuldner rund um die Uhr beantworten, sodass offene Rechnungen schneller beglichen werden. Während im Recruiting die KI eine objektive Vorauswahl geeigneter Kandidaten treffen kann, ohne wertvolle Mitarbeiterressourcen zu binden. 

Investieren leicht gemacht durch KI

So rasant wie sich wirtschaftliche Veränderungen ergeben, ist es für viele IT-Systeme der „alten Generation“ nicht mehr möglich, Schritt zu halten. Problem: Daten müssen aktuell gehalten werden. Da sich viele herkömmliche Softwareprogramme jedoch nicht komplett selbstständig mit den richtigen Informationen versorgen können und in turbulenten Zeiten genau hier der Erfolg in der Qualität der zugrundeliegenden Daten steckt, müsste viel mehr Manpower aufgebracht werden. Doch auch die Vielzahl der Programme zur sicheren Auswertung lukrativer Strategien ist ein Hindernis. Bis die Ergebnisse aus den Analysen feststehen, haben andere Unternehmen sich bereits neu ausgerichtet und dementsprechend investiert. Ärgerlich, wenn man aus diesen Gründen von Konkurrenten überholt wird oder Fehlinvestitionen tätigt. 

KI-Technologien verringern diese Risiken erheblich, da sie auch komplexe Zusammenhänge miteinander ins Verhältnis setzen können. Zudem braucht es weniger Personal, um das Datenmaterial qualitativ und gleichzeitig tagesaktuell zu halten. Was für Unternehmen mit gängigen Softwarelösungen wegen des erheblichen Kostenfaktors gar nicht stemmbar ist, kann durch KI möglich werden. Obgleich KI-gestützte Lösungen zu Beginn teurer erscheinen, gibt es dennoch viele Faktoren, die für eine schnelle Amortisation sprechen.

Vorteile von KI im Recruiting

Die Vorteile von Recruiting-Prozessen mit KI-gestützter Software zeigen sich schon bei der Talentsuche. Wer z. B. Ads schaltet, um neue Bewerber auf eine freie Stelle aufmerksam zu machen, der freut sich über eine effektivere Verteilung des Werbebudgets. Denn Ads, die nicht ausreichend performen, können von einer KI direkt erkannt werden, sodass sie eigenständig Anpassungen in der Verteilung des Budgets vornimmt. Danach kann die objektive Vorauswahl vor Fehlentscheidungen aufgrund von persönlichen Sympathien der Recruiting-Verantwortlichen schützen. In der letzten Phase hält dann ein Chatbot allgemeine Bewerbungsfragen vom Personalbereich fern, was final dafür sorgt, dass das Team mehr Zeit für die qualifizierten Bewerber hat. Das schindet nicht nur Eindruck beim Bewerber, sondern verhilft zudem (durch ausführlichere Vorstellungsgespräche) die Bewerber noch besser kennenzulernen.  

Recruiting als Erfolgsgarant 

Neben Liquidität und klugem Investieren, braucht es natürlich auch engagierte Mitarbeiter, um ein Unternehmen durch wirtschaftlich schwierige Phasen zu manövrieren. Dabei sollten alle Unternehmensbereiche perfekt aufeinander abgestimmt sein und alle an einem Strang ziehen. An dieser Stelle kommt es vor, dass viele Unternehmer dem „Irrtum“ erliegen, sie müssten ihre Mitarbeiter motivieren. Falsch! Die besten Fachkräfte, die A-Player, sind von sich aus motiviert. Genau diese A-Player sind es obendrein, die mehr Produktivität als 90 % des Branchendurchschnitts erzielen. Ein geschäftliches Fundament, das in Krisenzeiten Gold wert ist! Hier an gutem Fachpersonal zu sparen, kann gefährlich werden. Man bedenke: In guten Marktphasen bringt ein A-Mitarbeiter das Unternehmen voran, aber in schwachen Marktphasen kann er sogar zu dem entscheidenden Faktor werden, der das Unternehmen existenziell rettet. Aus diesem Grund stellen sich Einsparungen beim Recruiting im Nachgang oft als kontraproduktiv heraus. 

Wer dennoch das Recruiting als schwer messbar einstuft und noch nicht weiß, wie viel er in diesem Bereich investieren sollte, kann bequem an einen externen Partner outsourcen. Das hat den Vorteil, dass durch die Praxiserfahrung des Dienstleisters, häufig präzise Ergebnisse prognostiziert werden können. Der Input ist dadurch kalkulierbar und der Output bei professionellen Anbietern ebenfalls. Sollte der externe Partner dann noch KI-Technologie für das Recruiting einsetzen, um effizient die Besten der Besten zu finden, profitiert der Unternehmer, ohne sich selbst in die Materie eingearbeitet zu haben. 

Fazit von Jan Truch

Obwohl Herausforderungen aufgrund der schwächelnden Wirtschaft unumgänglich werden, ist genau jetzt die beste Zeit, um das eigene Unternehmen neu aufzustellen und Strategien zu überdenken. KI-gestützte Technologien eröffnen hierfür beachtliche Potenziale, die man sich noch vor wenigen Jahren nicht hätte vorstellen können. Experten an der Hand zu haben, die sich bereits mit der KI-Technologie intensiv auseinandergesetzt haben, sind zu empfehlen. Außerdem können diese Spezialisten Ergebnisse liefern, die sie bereits in der Praxis erzielt haben. Somit ist die Umstellung zu KI-gestützter Software oder die Integration von Anbietern, die diese nutzen, zwischenzeitlich absolut kalkulierbar. Wer jetzt nicht auf Innovation, in Form von KI in den genannten Bereichen, setzt, wird es in den kommenden Monaten und Jahren mehr als schwer haben, erfolgreich zu reüssieren. 

 [Quelle1] https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/iwf-senkt-wachstumsprognose-ukraine-krieg-100.html 

Autor:

Jan Truch ist COO der ersten digitalen Headhunter Agentur Deutschlands, der Headfound GmbH, mit Sitz in Köln. Mit ihren innovativen Strategien sorgen sie dafür, dass die richtigen Fachkräfte gefunden werden.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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