Prüft wirklich eure Ideen

KEYFENDER: Wasserdichtes und stoßsicheres Autoschlüssel-Gehäuse für Outdoor-Fans

Stellen Sie sich und das Startup KEYFENDER doch kurz unseren Lesern vor!


Ich bin von Beruf eigentlich Projektmanager. Ich habe zwar als gelernter Werkzeugmechaniker einen eher technischen Hintergrund, habe mich aber in den letzten Jahren immer mehr in die IT-Branche entwickelt und mich intensiv mit agiler Software Entwicklung und Teamcoaching beschäftigt. Meine Frau Sylvia ist Bilanzbuchhalterin. Privat sind wir schon seit vielen Jahren leidenschaftliche Kitesurfer. Jetzt habe ich mir mal eine Auszeit genommen, um die Keyfender Idee in die Realität umsetzen zu können. Keyfender – dahinter stehen im Wesentlichen Sylvia und ich und zwei weitere Gründer. Produzieren lassen wir die Keyfender in einem Spritzguss Unternehmen im Süden von Hamburg, konfektioniert und verpackt wird das ganze dann in den Elbewerkstätten für Menschen mit Behinderung in Hamburg.

Wie ist die Idee zu KEYFENDER entstanden?

Wir sind sehr oft am Meer und gehen beide gerne kiten und schwimmen. Wir hatten dann immer das Problem, dass wir nicht wussten wohin mit dem Autoschlüssel, wenn wir beide ins oder aufs Wasser wollten. Die typischen Verstecke am oder unterm Auto empfanden wir als nicht besonders beruhigend und am Strand wollten wir den Schlüssel ja auch nicht zurücklassen. Ich wollte mir dann so eine Schlüsselbox besorgen, wo man den Autoschlüssel ein- und dann am Auto festschließen kann. In einem Surf-Forum habe ich aber gelesen, dass man den Versicherungsschutz verliert, wenn man den Fahrzeugschlüssel zurücklässt.

Ein Anruf bei der Versicherung hat das schnell bestätigt. Sylvia hat mir dann so einen wasserdichten Beutel zum Umhängen geschenkt. Der war aber nicht wirklich wasserdicht, unser Schlüssel nass und der Ärger groß…das war’s. Wir haben dann nach Alternativen gesucht und recherchiert, aber nichts dazu gefunden. So wurde die Idee zum Keyfender geboren. Das Design entstand dann durch die Inspiration einer Rettungsschwimmer Boje, wie man Sie aus einer bekannten alten Serie kennt.

Welche Vision steckt hinter KEYFENDER?

Wir sind mit dieser Art von Produkt weltweit einzigartig. Die Wassersportbranche ist riesig und wächst ständig und die meisten Sportler fahren mit dem Auto zu ihrem Spot. Mit dem Keyfender können wir den Leuten eine Lösung an die Hand geben, die sicher ist und mit der man sich beim Sport nicht mehr um seine Sachen sorgen muss. Wir hoffen natürlich auf ein stetiges Wachstum, um damit ein Stück Unabhängigkeit zu erreichen. Wenn wir es schaffen mit dem Keyfender zum Unterhalt unserer Familie beizutragen wäre das schon fantastisch.

Was waren bisher die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die größten Herausforderungen waren sicherlich von der Vision eines Gehäuses zu einer belastbaren technischen Darstellung zu gelangen. Wir mussten ja einen guten Kompromiss finden zwischen der Größe des Gehäuses und der Anzahl der verschiedenen Schlüssel die hinein passen sollen. Die nächste Hürde waren dann die Spritzgusswerkzeuge fertigen zu lassen und die richtigen Materialien auszuwählen. Da kommen so viele Anforderungen zusammen. Das hat mich wirklich kalt erwischt. Obwohl ich als gelernter Werkzeugmechaniker ja durchaus Verständnis für Formenbau und Werkzeugbau habe, hätte ich nie gedacht wie unfassbar komplex und schwierig es ist, ein im Prinzip ja einfaches Gehäuse zu fertigen. Die Finanzierung für die Entwicklung und den Markteintritt besteht aus eigenen Mitteln, den Einlagen der Mitgründer und einem KFW Gründerkredit.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden? Wo sehen Sie die Vorteile für sich?

Für die Entscheidung zum Crowdfunding gab es mehrere Gründe. Wir sammeln so wichtige Erkenntnisse, wie und wo wir unsere Kunden erreichen. Gleichzeitig sammeln wir Feedback, Erfahrung und Kontakte und sind in der Lage jetzt schon Keyfender zu verkaufen, während im Hintergrund die Produktion anläuft. Das Ganze hat natürlich auch etwas mit Marketing zu tun.

Was werden Sie nach erfolgreicher Finanzierung umsetzen?

Wir werden uns um den Vertrieb über die eigenen Kanäle, in den Shops und um die Auslieferung des Keyfenders kümmern. Dazu werden wir natürlich in weiteres Marketing und Werbung investieren.

Wer ist die Zielgruppe von KEYFENDER?

Die Kernzielgruppe sind aus B2C Sicht natürlich Wassersportler. In erster Linie Surfer, Windsurfer, Kitesurfer, Schwimmer – einfach alles was draußen und am Wasser stattfindet. Dazu gehören Familien, die gemeinsam Baden gehen wollen, Segler, Kajakfahrer, Mountainbiker und Festival Besucher. Also eigentlich alle die draußen in der Natur sind, nicht viel dabeihaben müssen und nass werden könnten. Aus B2B Sicht gibt es großes Interesse von Seiten der Surfshops und Marineausstatter. Auch Autovermietungen und Hersteller interessieren sich dafür, unter anderem auch als Merchandising Artikel.

Welche Vorteile bietet der KEYFENDER?

In erster Linie ist man mit dem Keyfender natürlich auf der sicheren Seite was den Versicherungsschutz angeht und so kann man sorgenfrei den Strand und das Wasser genießen. Den Schlüssel angeschlossen, eingeschlossen oder versteckt zurück zu lassen ist die schlechteste aller Lösungen. Der Keyfender ist natürlich viel stabiler und haltbarer als jeder Beutel es sein kann. Trotzdem erlaubt das Fenster im Keyfender die Bedienung des Schlüssels im Gehäuse.

Wer einen keyless go Schlüsssel hat, braucht den Schlüssel selbst zum Fahren nicht mehr aus dem Gehäuse zu nehmen. Der Keyfender hat die IP 68 Schutzklasse und ist bis 10m Tauchtiefe frei gegeben. Dazu kommt noch, dass wir ein qualitativ hochwertiges Lanyard aus Neopren und einen stufenlos einstellbaren Gurt mitliefern. So gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Keyfender bequem mit sich zu führen. Unser Keyfender ist ein echtes Qualitätsprodukt – Made in Germany.

KEYFENDER, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Das wird man sehen. Wir denken, dass der Markt riesig ist und wir mit unserem Produkt gute Chancen haben. Wir wollen zur Lösung Nr.1 und fest etablierten Marke für Autoschlüssel-Schutz werden. Wenn es gut läuft, setzen wir unsere Konzepte für ein etwas kleineres Gehäuse, weitere Formen und ein Modell mit RFID Abschirmung um.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Prüft wirklich eure Ideen. Wer ist eure Zielgruppe, wie verhält sie sich, wie entwickelt sich der Markt, gibt es Konkurrenz und was sind eure Potentiale. Das bedeutet viel Marktforschung und Recherche. Geht nicht nur von euch und der Meinung eures nahen Umfeldes aus. Geht raus und fragt wildfremde Menschen.

Eine solide Finanzierung. Man braucht einen wirklichen langen Atem und man muss bereit sein, viel zu entbehren. Plant mit Reserven. Es wird immer alles teurer als gedacht und dauert länger als gedacht.

Vertrieb. Was nützt das beste Produkt, wenn man seine Abnehmer nicht erreicht? Macht euch rechtzeitig Gedanken, wer eure Produkte verkauft und was er dafür bekommt. Welche Vertriebskanäle stehen euch offen? Welche könnt ihr selber bedienen und welche erreicht ihr nicht? Welche Margen sind in eurer Brache üblich? Was nimmt ein Händler und was ein Großhändler? Das ist ein wesentlicher Faktor, der bei allen Kalkulationen zu berücksichtigen ist.

Link zum Crowdfunding

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Christoph Blöcker für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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