Freitag, Oktober 7, 2022

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Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Kenjo All-in-One-Personalverwaltungs-Software für KMUs

Stellen Sie sich und das Startup Kenjo doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist David Padilla und ich bin der CEO und Mitbegründer von Kenjo. Kenjo ist eine All-in-One-Personalverwaltungs-Software für KMUs, die den Zeitaufwand für administrative Aufgaben reduziert. Dadurch sparen HR-Teams, Manager und Mitarbeiter Zeit und können sich dadurch voll auf ihre Angestellten konzentrieren.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich bin aus Leidenschaft im Personalwesen gelandet. Seit 2014 experimentiere ich mit konventionellen und unkonventionellen Personalmanagementpraktiken wie Holacracy oder Selbstmanagement. Im Jahr 2014 gründete ich mein erstes Unternehmen, EMPAUA, den ersten europäischen Salesforce-Partner für VC-finanzierte Unternehmen. Bei EMPAUA leitete ich nicht nur das Unternehmen im Bereich Holacracy-Management, sondern kümmerte mich auch um alle wichtigen Prozesse im Lebenszyklus der Mitarbeiter. Dazu zählen Rekrutierung, Gehaltsabrechnung, Freizeitmanagement, Leistung, Lernen und die Entwicklung der Mitarbeiter. Das zeigte mir die Möglichkeit auf, ein Unternehmen zu gründen, das mir etwas bedeutet. Für mich war es die Lösung, um anderen Unternehmen zu helfen, Verwaltungsarbeit loszuwerden und dadurch sinnvollere Arbeitsplätze zu schaffen.

Welche Vision steckt hinter Kenjo?

Kenjo gestaltet die Arbeit sinnvoll. Das ist möglich, indem wir Verwaltungsaufgaben in freie Zeit umwandeln, die HR-Teams, Manager und Mitarbeiter mit sinnvoller Arbeit verbringen können. Diese Vision ist weitreichend und nicht nur auf Büroangestellte beschränkt. Tatsächlich haben wir ein sehr intuitives Tool entwickelt, so dass auch Unternehmen in Sektoren, die nicht stark digitalisiert sind, von Kenjo profitieren.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Eine der größten Herausforderungen war es, die Bedürfnisse der Personalleiter zu verstehen, um ihnen eine nützliche und maßgeschneiderte Lösung zu bieten. Ein Team von Fachleuten zusammenzustellen, das in der Lage ist, eine Software mit so vielen Funktionen und einer ziemlich hohen Komplexität zu entwickeln, war ebenfalls herausfordernd. Die Finanzierung haben wir seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2017. Dank der finanziellen Unterstützung des Schweizer Fonds Redalpine und der CEOs und Gründer von Unternehmen wie N26 (Maximilian Thayenthal und Noor van Boven, ehemaliger CPO), Wefox Group (Julian Teicke) und Taxfix (Mathis Buechi), konnten 6,8 Millionen Euro aufgebracht werden. Die Investition wurde für die ständige Weiterentwicklung und Verbesserung des Produkts, sowie für die Erweiterung des Teams und die Konsolidierung unserer Lösung verwendet. Dadurch konnten wir Kenjo auf internationaler Ebene ausbauen und Büros in Berlin, Madrid und nach der jüngsten Expansion nach LATAM – auch in Mexiko eröffnen.

Wer ist die Zielgruppe von Kenjo?

Kenjos Zielgruppe sind Abteilungsleiter, Manager und Berater des Human Resources Bereichs, CEOs, Recruiter, Gründer, COOs, CFOs.

Wie funktioniert Kenjo?

Kenjo verfügt über mehr als zwölf Module zur Vereinfachung von Personalverwaltungs-Aufgaben. Wir haben Tools für Freistellungen, Digital-HR, Anwesenheit, Workflows, Berichte und Analysen. Themen wie Gehaltsabrechnung, Personalbeschaffung, elektronische Unterschrift und die Schichtplanung können ebenfalls innerhalb der Anwendung erledigt werden. Wir haben eine intuitive und benutzerfreundliche Schnittstelle entwickelt. Auf diese Weise haben Personalleiter Zugang zu allen Dashboards, Berichten und Analysen, die automatisch auf der Grundlage der Informationen ihrer Mitarbeiter erstellt werden.

Teamleiter und Manager können ebenfalls auf bestimmte Informationen zugreifen, sofern das Managementteam der Organisation dies beschließt. Mitarbeiter können bestimmte Tools, beispielsweise um Urlaub und Abwesenheit zu beantragen, Arbeitszeiten zu erfassen oder um das Unternehmens-Organigramm einzusehen, verwenden. Unternehmen können einen Jahresvertrag mit verschiedenen Tarifen abschließen. Zur Auswahl stehen die Kategorien Starter, Growth und Connect. Die Software kann vor dem Kauf in einer 14-tägigen kostenlosen Testphase ausprobiert werden.

Wo liegen die Vorteile?

Einer der größten Vorteile ist Kenjos Benutzerfreundlichkeit. Wir erhalten sehr viel positives Feedback dazu, die Software ist trotz der Vielzahl von Tools einfach zu navigieren und benutzen. Die Zeitersparnis ist ebenfalls ein nennenswerter Vorteil. Personalabteilungen können bis zu 40 Arbeitsstunden pro Monat einsparen, indem sie die Anzahl der administrativen, manuellen und sich wiederholenden Aufgaben verringern. Auf diese Weise können die meisten Prozesse optimiert werden, da die Software von der gesamten Organisation genutzt werden kann und die Kommunikation zwischen Mitarbeitern und Teams verbessert wird.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Kenjo weist zwei Besonderheiten auf: Einerseits ist es ein Werkzeug, das von Unternehmen aus verschiedenen Sektoren genutzt werden kann, insbesondere aber von solchen, die zum Industrie-, Handels- oder Dienstleistungssektor gehören. Wir haben einige Funktionen wie z.B. Wechselschichten, die speziell für diese Branchen entwickelt wurden. Darüber hinaus macht die einfache Handhabung das System für Mitarbeiter zugänglich, die nicht von vornherein technologisch versiert sind oder in einem digitalen Umfeld arbeiten. Gleichzeitig konzentriert sich Kenjo auf die Entwicklung und das Wachstum der Mitarbeiter auf beruflicher, aber auch auf persönlicher Ebene. Wir wollen ein positives Arbeitsumfeld schaffen und haben dafür Lösungen wie Leistungsbewertungen und Umfragen zum Arbeitsklima entwickelt. Mit diesen Instrumenten ist es möglich, die Mitarbeiterzufriedenheit zu messen und Verbesserungspotential zu erkennen. So wird mühelos ein Arbeitsumfeld geschaffen, das Wachstum ermöglicht.

Kenjo, wo geht der Weg hin?

Kenjo ist in Berlin ansässig und hat ein Büro in Madrid. Wir sind auch in der Schweiz, Österreich und Lateinamerika aktiv und haben dort Kunden. Wir wollen weltweit expandieren und durch unser intuitives Personalverwaltung-Tool den Zeitaufwand für administrative Aufgaben selbst in nicht stark digitalisierten Branchen minimieren. In Zukunft werden wir weitere Produkte und Dienstleistungen anbieten, um bessere Arbeitsplätze zu schaffen und den Mitarbeitern ein besseres Erlebnis zu bieten, beispielsweise durch Sozialleistungen, Lern- und Entwicklungsprodukte.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren möchte ich bei Kenjo die gleiche Unternehmenskultur leben, die wir durch unsere Software auch bei unseren Kunden vermitteln wollen. Deswegen führen wir regelmäßig konkrete Maßnahmen durch, um die Erfahrung und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu verbessern. Das hat dazu geführt, dass wir Ende 2021 sowohl in Deutschland als auch in Spanien die Auszeichnung ‚Great Place To Work‘ erhalten haben. Wir sind sehr stolz auf den Preis. Er beweist, dass wir zufriedene Mitarbeiter haben und bei der Stärkung des Teams auf dem richtigen Weg sind. Darauf wollen wir aufbauen, denn für uns ist es entscheidend, sinnvolles Arbeiten zu ermöglichen und Mitarbeitern einen Mehrwert zu bieten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Wenn ich zukünftigen Gründern drei Ratschläge geben müsste, würde ich Folgende nennen: 

Gehen Sie die Sache aus einer gesunden Motivation an. Wenn Sie Geld verdienen wollen, ist die Gründung eines Start-ups nicht die beste Idee, zumindest nicht unter Berücksichtigung des Risikos. Ein Startup von Grund auf aufzubauen, ist hart, wirklich hart und herausfordernd. Ich glaube, es fast unmöglich in schwierigen Zeiten, ohne gesunde Motivation, die einen antreibt, weiterzumachen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Gründungsteam ausgewogen ist. Seien Sie sich Ihrer Schwächen bewusst und umgeben Sie sich mit Menschen, die Sie ergänzen. Es ein langer Weg, vor allem wenn Sie ein B2B-Unternehmen gründen. Es dauert zwei Jahre, bis Ihr Unternehmen die ersten Babyschritte macht, und mindestens vier Jahre, um eine gewisse Geschwindigkeit zu erreichen. Seien Sie darauf vorbereitet.

Wir bedanken uns bei David Padilla für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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