Nichts ist wichtiger als Geduld

KEiMSTER Müsli aus angekeimten, getrockneten und geflockten Getreidekörnern in Bio Qualität

Stellen Sie sich und Ihr Startup doch kurz vor!

Mit KEiMSTER bringen mein Co-Gründer Erik Renk und ich, Michael Gebhardt, ein Basis Müsli aus angekeimten Saaten auf den Tisch. Das Besondere dabei ist, dass das Getreide vor dem Flocken in Wasser eingelegt wird. Damit leiten wir den Keimprozess ein.
Schon vor vielen hunderten Jahren weichten unsere Vorfahren Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse über Nacht ein, bevor sie auf dem Herd weichgekocht wurden. Der Effekt, der bemerkt wurde, war die Bekömmlichkeit der Lebensmittel.

Wir bei KEiMSTER haben begonnen, die Verarbeitungsschritte zu optimieren und das Getreide zusätzlich anzukeimen. Dazu legen wir die Getreidesaaten, nachdem sie geerntet wurden in Wasser ein. Das Korn beginnt zu keimen, wodurch ein Stoffwechselprozess aktiviert wird. Bei diesem Vorgang werden bestimmte Antinährstoffe aus dem Getreide abgebaut. Danach trocknen wir die Saaten schonend, sodass eine leckere und angenehme Konsistenz entsteht.

Damit ist es uns möglich das Maximum aus den Saaten herauszuholen und somit bieten wir dem Konsumenten eine optimierte Alternative zum Müsli, ohne dass es für ihn Mehraufwand bedeutet.

Wie ist Ihre Idee entstanden?

Als ich (Michael) Ende 2016 nach Kalifornien (USA) gereist bin, kam ich das erste Mal mit gekeimten Produkten im regulären Supermarktsortiment in Berührung. Von Sprouted Müsli, Sprouted Bread, Sprouted Noodles bis hin zu Sprouted Taco Chips gab es in einer riesigen Bio Supermarktkette im ganzen Bundesstaat ein großes Angebot.
Da mir die Eigenschaften von gekeimten Saaten durch meine ernährungswissenschaftliche Ausbildung bewusst waren, ging es zurück in Deutschland sofort los.
Die Geschäftsidee stand schnell fest: Das Gesamtkonzept soll fair, transparent, umweltbewusst, hochwertig, gesund und natürlich lecker sein!

Welche Vision steckt hinter Ihrem Produkt?

Unsere Vision ist es, gesunde Lebensmittel in den modernen Alltag zu integrieren. Die Frage, warum genau das für viele Menschen schwierig ist, beschäftigt uns. Meist sind es Zeitmangel und fehlende Umsetzungskompetenzen. Darüber hinaus wird der Wille sich nachhaltig und gesund zu ernähren durch hohe Preise und intransparente Produktionsprozesse erschwert.

Getreide stellt nahezu weltweit ein Grundnahrungsmittel für den Menschen dar. Das liegt an den sättigenden Eigenschaften der kohlenhydratreichen Pflanze, als auch dem vergleichsweisen simplen und ertragreichen Anbau dessen. 

Deshalb ist es uns mit KEiMSTER so wichtig, dem Verbraucher ein optimal durchdachtes Produkt anzubieten. Unser Ziel ist es, eine gesunde und nachhaltige Lebensweise mit unseren Produkten für jeden zugänglich zu machen, begonnen mit der Basis – dem Getreide.

Zudem setzen wir auf ein großes Gesamtpaket, das sich durch hohe Qualität, einem verstärkten Fokus auf Nachhaltigkeit, dem Mehrwert des gekeimten Getreides und absoluter Transparenz und Fairness dem Kunden gegenüber auszeichnet. 

Wer ist Ihre Zielgruppe?

Alle, die gern und viel Müsli, Brot, Nudeln, Reis, Nüsse, Saaten und Kerne essen und sich beste Bekömmlichkeit wünschen. 

Wie sind Sie auf die Idee gekommen sich für die Sendung „Die Höhle der Löwen“ zu bewerben?

Wir sind seit Beginn der Show „Die Höhle der Löwen“ große Fans. Mit dem stetig wachsenden Erfolg der Sendung, wuchs auch unser Interesse ein Teil der „Höhle der Löwen“ zu sein. Um ehrlich zu sein ist es nicht unsere erste Bewerbung für die Show gewesen. Somit: Die Ausdauer bis die langersehnte Einladung in die Show kam, hat sich gelohnt.

Wie haben Sie sich auf die Sendung vorbereitet?

Unsere Recherche bestand darin, eine Vielzahl vergangener Aufzeichnungen anzuschauen. Wir haben uns mögliche Fragen und Schwachstellen unseres Konzeptes vorgestellt und diese Szenarien mehrmals durchgespielt. Das war mental sowie physisch sehr anspruchsvoll.

Sie sind eines der wenigen Startup Unternehmen, dass es in die Sendung „Die Höhle der Löwen“ geschafft hat. Wie motivierend war das für Sie?

Wir haben den Blick hinter die Kulissen als sehr beeindruckend empfunden. So viele Menschen sind am Set beteiligt und jeder Einzelne stellt ein wichtiges Zahnrad im großen Getriebe des „Die Höhle der Löwen“ – Formats dar. Es ist sehr motivierend, nach langer harter Arbeit mit der Einladung in die Sendung so eine Bestätigung bekommen zu haben.

Wie wichtig war dieser Schritt für Sie als Startup Unternehmen? Auch unter dem Gesichtspunkt, dass durch „Die Höhle der Löwen“ viele Interessenten und auch Medien auf KEiMSTER aufmerksam werden?

Die Bewerbung in „Die Höhle der Löwen“ ist Teil unseres Geschäftsmodells im Bereich Marketing gewesen. Wir haben schon viele Jahre zuvor geplant, dass das ein wichtiger Schritt in unserem Unternehmen darstellen wird. Egal wie das Ergebnis ausgehen wird.

Welchen Investor hatten Sie im Fokus?

Wir haben uns zuvor auf keinen bestimmten Investor festgelegt.
Trotzdem waren uns die Mehrwerte der verschiedenen „Löwen“ und „Löwinnen“ bekannt.
Angesprochen haben uns natürlich Konzepte wie die „FoodFamily“ von Frank Thelen.

Wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In erster Linie sind wir gespannt, inwiefern der Massenmarkt auf angekeimte Getreideflocken reagiert. Bisher ist dieses Thema noch sehr unbekannt, weshalb wir ebenso großen Wert auf Aufklärung und Transparenz legen. Zudem sehen wir Parallelen zur Biobewegung, welche ebenso lange Zeit skeptisch betrachtet wurde.
Wir wollen mit KEiMSTER der führende Anbieter für gekeimte Getreideprodukte in Deutschland werden. Schon jetzt entwickeln wir viele neue Ideen, um unser Sortiment sinnvoll zu erweitern. Dabei spielen angekeimte Nudeln, Reis und Brote eine tragende Rolle.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?


Der Schlüssel ist das verinnerlichen bestimmter (Charakter)Eigenschaften, welche meiner Meinung nach maßgeblich zum Erfolg deines Projektes beitragen können.

1: Geduld und Ausdauer.
Nichts ist wichtiger als Geduld. Vom Heranwachsen einer Idee über das Ausarbeiten dieser und dem Bekanntwerden kann eine lange Zeit vergehen. Menschen die angeblich über Nacht zum „Star“ geworden sind, haben in den meisten Fällen Jahre bis Jahrzehnte lang hart für ihren Erfolg gearbeitet. Gib’ nicht so schnell auf und vertraue in den Prozess.
2: Ego und Selbstbewusstsein
Selbstwertgefühl und Vertrauen in dich zu haben, ist sehr wichtig. Doch Vorsicht! Ich habe schon viele Menschen kennengelernt, welche mit ihrem Ego buchstäblich verheiratet waren und dadurch gescheitert sind. Der Klügere gibt nach, und denke langfristig.
3. Imperfektionismus.
Besonders in der Startphase muss man in erster Linie schnell sein. Da bleibt keine Zeit sich an Kleinigkeiten aufzuhalten. Schnelligkeit siegt. 

Foto: TVNOW / Bernd Michael Maurer

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Michael Gebhardt für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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