Beginnt früh damit feste Abläufe zu kreieren und diese möglichst zu automatisieren

KAUFSAFARI bringt Startups und Einzelhändler zusammen

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Kaufsafari doch kurz vor unseren Lesern vor!
Kaufsafari ist eine KI-gestützte B2B-Handelsplattform auf der StartUps ihre Produkte direkt Online- und Offline-Einzelhändlern anbieten. Diese Geschäfte sind heute auf normalem Wege schwierig zu Initiieren, da Händler ein nicht unerhebliches Risiko eingehen, wenn sie ihr Sortiment mit jungen noch nicht am Markt etablierten Produkten erweitern.
Um die Risiken der Händler zu minimieren führt Kaufsafari vor dem Verkauf eine Analyse des Marktpotenzials aller Produkte durch. Dies wird neben Partnerschaften mit Branchenkennern insbesondere durch eine eigens entwickelte technisch innovative künstliche Intelligenz realisiert. Diese identifiziert, analysiert und veranschaulicht in Rahmen einer Potenzialanalyse zukünftige Markt- und Produkttrends, wodurch die Preisfindung sowie Absatzplanung optimiert werden kann. Dazu greifen moderne Algorithmen auf Big-Data von Suchmaschinen, Shops, Aktienmärkten, Online- Marktplätzen und Social Media Quellen zurück.
Die Ergebnisse der von der KI berechneten allgemeinen Markt- und Produktdaten werden für die Händler auf der Plattform kostenfrei als Instrument zur Kaufentscheidung für das jeweilige Produkt veröffentlicht. Eigenständige Konkurrenz- und Marktrecherche entfällt somit auch für kleinste Händler.

Wie ist die Idee zu Kaufsafari entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Die Idee entstand aus Herrn Kolbs selbstständiger Tätigkeit. Als Entwickler von Software und Weblösungen im Bereich eCommerce hatte er Einsicht in die alltäglichen Probleme kleiner und mittelgroßer Onlinehändler. Über das Gründernetzwerk der Universität Duisburg Essen fanden sich die ersten Teammitglieder. Mittlerweile arbeiten wir mit einem vierköpfigen Team an Kaufsafari.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die erste große Herausforderung für fast jedes StartUp ist natürlich der Businessplan. Während wir diesen formuliert haben, haben wir auch viel Zeit im Gespräch mit StartUps und Händlern verbracht, um deren Bedürfnisse zu identifizieren und unser Konzept zu bestätigen.
Natürlich war und ist die Entwicklung unserer KI eine laufende Herausforderung. Welche Datenquellen sind geeignet? Wo finden sich wirklich kausale Zusammenhänge? Woher bekommen wir Transaktionsinformationen für einen ersten Testlauf. Viele Fragen haben wir heute schongeklärt, aber einige werden sicher mit der Zeit auch unter veränderten Umständen neu beantwortet werden.
Zudem haben wir uns im 2. Quartal 2016 auf das EXIST Gründerstipendium beworben, um Lebensunterhalt und einige der Entwicklungskosten von Kaufsafari abdecken zu können. Wir hoffen dies bald auch den bewältigten Herausforderungen hinzufügen zu können. Ansonsten sind wir bisher mit Bootstrapping ausgekommen. In der nahen Zukunft planen wir zudem eine Kickstarter Kampagne.
Da wir erst Anfang 2017 mit dem offiziellen Launch unserer Plattform planen liegen auch sicher noch einige Herausforderungen vor uns. Wir sind aber zuversichtlich auch diese zu bestehen.

Wie hat sich das Unternehmen seit dem Start entwickelt?
Zunächst war Kaufsafari als reine B2B-Handelsplattform angedacht. Die Ergänzung um die KI haben wir entwickelt, nachdem wir durch besagte Gespräche mit Händlern deren Sorgen entsprechend durchleuchtet hatten. Die Sorge, dass man die innovativen Produkte nicht absetzen kann war erheblich. Wir mussten also eine Lösung finden, wie das Risiko quantifiziert und reduziert werden kann. Ich denke das haben wir mit unserem Konzept geschafft.

Wer ist die Zielgruppe von Kaufsafari?
Auf der einen Seite stehen StartUps mit innovativen Produktideen, die sich vom Konzept her im klassischen Online- und Offline-Handel verkaufen lassen. Auf der anderen Seite stehen natürlich die Händler. Bei diesen konzentrieren wir uns zunächst auf kleine bis mittelgroße Händler, die ihre Sortimentspolitik selbst in der Hand haben.

Wie funktioniert Kaufsafari?
StartUps bewerben sich mit ihren Produkten bei uns. Wir prüfen die Produkte sowohl in ihrer Funktion, als auch auf ihr Absatzpotenzial. Dabei kommt auch schon unsere KI zum Einsatz. Wurde das Marktpotenzial eines Produktes positiv bewertet, dann wird es auf unserer B2B-Handelsplattform gelistet.
Händler können das Produkt nun bestellen. Das besondere dabei: wenn sich nicht genügend Händler zusammenfinden, um eine vom StartUp definierte Stückzahl des Produktes abzunehmen, kommt die Bestellung nicht zustande. Das gibt den StartUps Sicherheit in der Preis-Mengen-Kalkulation. Zudem übernimmt Kaufsafari bei der Lieferung eine Treuhänder-Rolle. Wir nehmen die Ware entgegen und prüfen sie auf Qualität bzw. Vollständigkeit. Ist dies erfolgreich werden die Händler zur Zahlung an das StartUp aufgefordert. Erst nach erfolgter Zahlung erhält der Händler von Kaufsafari das Produkt. So sichern wir beide Parteien gegen Nichtleistung ab.
Und dies sind nur unsere größeren Anpassungen des Verkaufsprozesses, um auf die spezifischen Bedürfnisse beider Parteien eingehen zu können. Auf jedes Detail einzugehen würde hier den Rahmen sprengen.

Warum sollte man Kaufsafari nutzen?
Der Einzelhandel steht heute unter hohem Konkurrenzdruck. Große Ketten und Online-Handelsriesen vereinnahmen den Markt immer stärker. Kleine bis mittelgroße Händler kämpfen nahezu mittellos um Marktanteile.
Parallel stellt für viele StartUps der Vertrieb ihrer Produkte eine Herausforderung dar. Oft ist wenig Vertriebserfahrung vorhanden und der direkte Vertrieb an Privatkunden ist sehr aufwändig. Partnerschaften mit Großhändlern und Ketten scheitern oft an zu hohen Mindestabnahmemengen oder am starken Preisdruck.
Durch die Vermittlung von fruchtbaren Partnerschaften zwischen StartUps und Händlern löst Kaufsafari die Probleme beider Parteien: StartUps erhalten kompetente Vertriebspartner für ihre Produkte und Händler können sich mit den innovativen Produkten von der Konkurrenz differenzieren und sowohl ihren Expertenstatus als auch ihre Nischenposition stärken. Das verschafft ihnen endlich wieder ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Kaufsafari, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Zunächst haben wir natürlich unseren Launch fest im Blick. Unser klares Ziel für die nächsten Jahre ist eine dreistellige Anzahl attraktiver StartUp Produkte dauerhaft im Portfolio zu führen, die allen Händlern zu neuen Absatzerfolgen verhelfen. Zudem werden wir unsere KI weiterentwickeln, um diese gegebenen Falles auch getrennt von unserem Marktplatz vermarkten zu können.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
1. Beginnt früh damit feste Abläufe zu kreieren und diese möglichst zu automatisieren. Das macht vieles einfacher, wenn ihr mal in hitzige Phasen kommt.
2. Sprecht frühzeitig mit euren potenziellen Kunden – insbesondere denen, die vielleicht auch etwas skeptischer sind. So stellt ihr eure Idee erfolgreich auf den Prüfstand.
3. Einen guten Plan zu haben ist immer positiv. Aber irgendwann ist immer der Zeitpunkt erreicht, an dem man einfach mal loslegen muss. Meistens lehrt einen die Erfahrung mehr, als man im Voraus planen kann.

Wir bedanken uns bei Malte Dietrich für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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