Kaufnekuh: Crowdbutching

Kaufnekuh: gutes Rindfleisch von glücklichen Kühen

Stellen Sie sich und Ihr Unternehmen Kaufnekuh doch kurz vor!
Mein Name ist Yvo van Rijen und ich habe im letzten Jahr Kaufnekuh.de gegründet mit dem Ziel richtig gutes Rindfleisch von glücklichen Kühen zu verkaufen, von dem unsere Kunden genau wissen, woher es kommt. Auf Kaufnekuh.de kann sich jeder zusammen mit anderen eine Kuh kaufen. Seinen Anteil bekommt jeder in einem schmackhaften Rindfleischpaket direkt ins Haus geliefert und das alles zu einem fairen Preis.

Wie ist die Idee zu Kaufnekuh entstanden?
Die Idee zu Kaufnekuh.de kam mir eines Tages beim Einkauf im Supermarkt. Bei der genaueren Betrachtung der Fleischprodukte fiel mir auf, dass Verbraucher nicht erkennen können, woher das Fleisch eigentlich stammt. Das wollte ich ändern und habe in Holland damit angefangen, ehrliches und rückverfolgbares Rindfleisch online zu verkaufen. Im September 2015 habe ich meine Idee mit der Website Kaufnekuh.de dann auch nach Deutschland gebracht.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Eine unserer größten Herausforderungen war (und ist es noch) einen passenden Metzger als Partner für unser Konzept in Deutschland zu finden. Zudem arbeiten wir im Verkauf weiter daran den Kunden unser Konzept und all seine Vorteile noch einfacher und besser zu erklären, damit sie sofort verstehen warum es eine gute Idee ist.
Beim Finanziellen hatte ich keine Unterstützung, sondern habe alles selbst getragen. Das Startkapital lag bei nur ca. 15.000 Euro aus Eigenkapital. Durch viel Eigeninitiative und gute Konditionen und längere Zahlungsfristen mit Zulieferern konnte ich die ersten Kosten gleich mit den ersten Einnahmen abdecken.

Wer ist die Zielgruppe von Kaufnekuh?
Die Zielgruppe von Kaufnekuh.de ist breit aufgestellt. Prinzipiell sind es alle Menschen, die ein Bewusstsein für Tierwohl und eine gesunde, ausgeglichene Ernährung haben, und die wissen wollen woher ihr Fleisch kommt. Die meisten unserer aktuellen Kunden stammen aus Ballungsgebieten und Städten in ganz Deutschland.

Woher stammen die Kühe?
Die Kühe kaufen wir von kleinen, familiengeführten Bauernhöfen in Baden Württemberg und Bayern, mit denen wir eng zusammenarbeiten und darauf achten, dass den Tieren auf den Höfen ein gutes Leben geboten wird.

Wie funktioniert Kaufnekuh?
Das Prinzip hinter Kaufnekuh.de nennen wir Crowdbutching: Mehrere Menschen kaufen zusammen eine Kuh. Erst wenn die gesamte Kuh verkauft ist, wird sie geschlachtet. So kann alles von der Kuh verwendet werden. Seinen Anteil bekommt jeder in Form eines Mini-Pakets (3,7 kg) oder Maxi-Pakets (7,2 kg) mit leckeren Rindfleischprodukten, wie saftigen Steaks, Rouladen, Gulasch, Bratwürsten und Hackfleisch, direkt nach Hause geliefert.

Kaufnekuh, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Unser Ziel ist es das Konzept von Kaufnekuh.de weiterhin in Deutschland bekannt zu machen und noch mehr Kunden zu gewinnen. In einem Jahr wollen wir dann auch weitere unterschiedliche Produkte bei Kaufnekuh.de anbieten, wie zum Beispiel Bio-Rindfleisch. Perspektivisch denken wir zudem darüber nach Crowdbutching auch mit anderen Fleischsorten anzubieten, wie zum Beispiel Schweinefleisch oder Geflügel.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Niemals aufgeben. Es ist wichtig immer die Augen und Ohren offen zu halten und Geduld zu haben. Manchmal kann es sein, dass eine Idee noch zu innovativ ist und man sozusagen zu früh dran ist. Dann heißt es abwarten und sich gedulden bis man einen passenden Markt für seine Idee gefunden bzw. geschaffen hat.

Wir bedanken uns bei Yvo van Rijen für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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