Mittwoch, Dezember 8, 2021

Wie ich ein Social Media Phänomen für meine Markenkommunikation nutze – eine Gründerin berichtet

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Schaut man in die Sozialen Netzwerke, vor allem Instagram, entdeckt man dort täglich neue Trends und Phänomene. Eines davon habe ich länger beobachtet und nutze es nun ganz bewusst für meine Marke find Me.

Die Hauptprodukte meiner Marke sind Kuscheltiere mit eigener Persönlichkeit, welche Sympathieträger für unterschiedliche Lifestylewelten sind. Sie stehen für Gemütlichkeit und Abenteuerlust oder lieben es Pläne zu schmieden. Auf charmante Art behandeln sie aktuelle Themen wie Achtsamkeit, Persönlichkeitsentwicklung und Individualität.

Neue Community durch Hashtag-Recherche entdeckt

Da meine Marke sich sehr visuell ausdrückt und viel Emotionalität in meinen Produkten steckt, nutze ich seit 2018 Instagram als Hauptkanal für mein Online-Marketing. Instagram lebt von der Nutzung von Hashtags. Neben #kuscheltier recherchierte ich nach weiteren passenden Hashtags und bin dabei über #plushiecommunity #plushiesofgermany und #plushieadventures auf die Plushiecommunity gestoßen. Hier tummeln sich etliche Profile von Plüschfiguren, die hier auf Instagram ihre täglichen Abenteuer teilen. In erster Linie geht es den Communitymitgliedern um den Spaß und die gemeinsame Liebe zu Kuscheltieren. Ein weiterer Vorteil ist die Anonymität: Man teilt sich mit, aber eben durch einen Avatar, in diesem Fall das Kuscheltier. 

Mir persönlich ist diese Art des Social Networkings sehr sympathisch, denn hier gibt es einen äußerst freundschaftlichen Austausch, man verlinkt sich gegenseitig in Beiträgen, ruft zu allen möglichen Challenges auf oder verschickt sogar physische „plushiemails“, welche dann wieder mit einem Foto im Feed präsentiert werden. Viele „Plüschies“ sind Produkte bekannter Marken und ich habe erkannt, dass die Personen hinter den Profilen ganz klar auch zu meiner Zielgruppe gehören. 

Die Instaplüschies als Sympathieträger

Während die meisten Profile der Plushiecommunity von privater Natur sind, haben allerdings bereits einige Influencer den Trend des Kuscheltierprofils für sich genuzt, um einen sympathischen Wiedererkennungswert für ihren Account zu erzeugen. Der wohl bekannteste Account @llamawithnodrama mit 148 Tsd. Followern gehört zum Beispiel der amerikanischen Influencerin und Beraterin für digitales Marketing Eylül Savas. Was als Spaß-Projekt in 2016 begann, verhalf Savas 2017 unter die Top 30 Social Media Stars von Business Insider.

Emotionales Storytelling dank Instagram-Trend

Inspiriert von der Plushiecommunity habe ich überlegt, wie ich diesen Community Hashtag für die Kommunikation meiner Marke nutzen kann. Als ersten Schritt habe ich begonnen meine Kuscheltiere ebenfalls unter den genannten Hashtags zu präsentieren. In einem weiteren Schritt habe ich eine eigene Challenge für Plüschiefreunde ins Leben gerufen und mein Kuscheltier „Fred“ auf Reisen mit einer Bloggerin oder zu Besuch zu anderen Kreativen aus meinem Netzwerk geschickt.

Ich habe gelernt meine Charaktere nicht als Produkte zu präsentieren, sondern ihnen gerade auf Instagram viel mehr Leben einzuhauchen. Auch sie erleben nun „echte“ Abenteuer welche ich in meinem Account teile. So konnte ich meine Reichweite verbessern und tatsächlich neue Follower in Fans und schließlich in Kunden verwandeln. Außerdem verhalf mir diese Art der Emotionalisierung zu neuen Themen für meine Contentplanung und es macht mir obendrein sehr viel Spaß.

Über die Autorin: Katrin Meiller

Charakter Designerin Katrin Meiller (36) studierte Kommunikationsdesign an der FH München und Character Animation am Central Saint Martins College in London. 2017 gründete sie ihre Marke find Me mit der sie ihre Leidenschaft für Figuren, Storytelling und Design in fein aufeinander abgestimmten Kollektionen verbindet. Meiller möchte mit ihren Figuren nicht nur physische Produkte erschaffen, sondern emotionale Themen wie Selbstliebe und Achtsamkeit greifbar machen. Diese Themen präsentiert sie mit viel Herzblut auf ihren Sozialen Kanälen wie Instagram, Facebook und Pinterest.

 Fotocredit: Lisa Schätzle

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

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