Katrin Elsemann: Für die eigene Idee brennen!

Treffen Sie Katrin Elsemann Geschäftsführerin bei SEND e.V. auf dem Startup Camp am 12. und 13. April in Berlin

Stellen Sie sich doch kurz unseren Lesern kurz!
Katrin Elsemann: Ich leite das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND). Ich bin studierte Entwicklungsökonomin, und war lange in der internationalen Zusammenarbeit tätig bevor ich selber zwei soziale Unternehmen mitgegründet habe und nun den Aufbau von SEND verantworte.

Stellen Sie uns doch kurz den Verein SEND e.V. vor?
Katrin Elsemann: SEND wurde gegründet um den Social Entrepreneurship Sektor in Deutschland zu vernetzen, die Sozialunternehmer*innen zu stärken und ihnen eine Stimme gegenüber Politik, Wohlfahrt und Wirtschaft zu geben. Wir wollen, dass soziale Innovationen in Deutschland mehr Beachtung finden, stärker gefördert werden und wir somit eine Gesellschaft formen, in der alle Menschen vom Fortschritt profitieren.

Was sind Ihre Aufgaben bei SEND?
Da SEND erst 2017 mit sehr knappen Ressourcen gegründet wurde, ist vieles noch im Aufbau: sowohl unsere Strategie – die wir gemeinsam mit den Mitgliedern entwickeln und umsetzen – als auch unsere Strukturen: interne und externe Kommunikation, Mitgliedschaftsprozesse, unsere Finanzierung, Kooperationen etc. Meine Aufgabe ist es, die vielen parallelen Fäden zusammenzuhalten und natürlich auch die Prozesse mitanzuschieben und umzusetzen.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Katrin Elsemann aus?
Einen normalen Arbeitstag gibt es eigentlich gar nicht – jeder Tag ist anders! Ich treffe mich mit Mitgliedern und (möglichen) Partnern, oder arbeite an den vielen verschiedenen Prozessen in unserem Büro – beim Bundesverband Deutsche Startups, mit dem wir von Beginn an eng kooperieren.

Über welche Themen werden Sie auf dem Event Startup Camp referieren?
Im Fokus Camp Social Entrepreneurship geht es in erster Linie darum (potentielle) junge Gründer*innen für das Thema nachhaltiges, innovatives und soziales Unternehmertum zu begeistern und klar zu machen, dass erfolgreiches Gründen (und damit Geld verdienen) und Weltverbessern kein Widerspruch sind!

Wie hat sich die Startup-Szene in den letzten Jahren verändert?
Sie ist natürlich größer geworden – vor allem aber professioneller.

Welches sind die größten Fehler Junger Gründer?
Zu lange in der eigenen Blase zu verweilen. Es ist wichtig, möglichst früh mit der Idee rauszugehen, andere – kritisch denkende – Menschen davon zu berichten und einen Abgleich mit der Wirklichkeit zu machen: wo gibt es vielleicht bereits ähnliche Innovationen, was ist mein USP, was kann ich von anderen lernen?

Welches war das letzte Buch das Sie gelesen haben?
Alle 6 Bände von Knausgards Mein Kampf

Wo sehen Sie sich in den nächsten fünf Jahren?
Weiterhin da, wo ich dazu beitragen kann, dass sich unsere Gesellschaft nachhaltig entwickelt.

Welche 3 Tipps haben Sie für Gründer?
– Für die eigene Idee brennen! Gründen kann ein langer, herausfordernder Prozess sein – die Basis sollte eine Idee sein, für die ein echter Bedarf besteht und für die ich mich als Gründer begeistern kann.
– Allianzen suchen mit Partnern außerhalb der eigenen Komfortzone
– Einen langen Atem haben!

Fotograf/ Bildquelle Elvira Gonzalez-Valles

Wir bedanken uns bei Katrin Elsemann für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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