Ist das, was ihr vorhabt, wirklich euer Herzensprojekt?

Katharina Meise Redaktion Text PR Dienstleistungen rund um die Texterstellung und -vermarktung an

Stellen Sie sich und das Startup Katharina Meise Redaktion Text PR doch kurz unseren Lesern vor!

Ich bin Journalistin und PR-Spezialistin. Nach 20 Jahren in verschiedenen Redaktionen, PR-Agenturen und zuletzt in Diensten eines Industrieunternehmens habe ich mich im Juli selbständig gemacht. In meinem Büro für Redaktion, Text und PR biete ich alle Dienstleistungen rund um die Texterstellung und -vermarktung an – inklusive Kommunikations- und PR-Beratung.

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?

Katharina Meise: Um eine echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf hinzubekommen. Denn ich liebe meinen Beruf und wollte nach der Elternzeit unbedingt wieder damit durchstarten. Ich habe allerdings leider immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sich Agenturen und Unternehmen gerne damit schmücken, familienfreundlich zu sein. Doch bei genauerer Betrachtung ist das oft nur eine hübsche Fassade. Mütter, vor allem mit kleineren Kindern, ziehen leider doch immer wieder den Kürzeren. Einerseits verstehe ich das: Für Unternehmen ist es nicht einfach, wenn die Hälfte der Belegschaft Sonderregeln für sich in Anspruch nehmen und sich die eigenen Arbeitszeiten am liebsten frei aussuchen möchte. Irgendwie müssen Arbeitgeber schließlich auch planen können.

Andererseits vertun Firmen damit aus meiner Sicht wertvolle Chancen: Viele Mütter sind gut qualifizierte, fleißige und arbeitswillige Mitarbeiter. Sie haben so viel Potenzial, das ungenutzt bleibt – einfach, weil die Bedürfnisse von arbeitstätigen Müttern und Unternehmen oft nicht zusammenzupassen scheinen. Dabei könnte man mit ein wenig Kreativität, Mut und dem Willen, etwas Neues zu probieren, diese Potenziale durchaus abschöpfen. Zum Nutzen von Mitarbeitern, Unternehmen und Kunden.

Was war bei der Gründung von Katharina Meise Redaktion Text PR die größte Herausforderung?

Die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen: Ich habe mir einen Steuerberater gesucht, der sich in meiner Branche auskennt, habe mich über Rechtsschutz- und Haftpflichtversicherungen informiert und lange an meiner gesetzlichen und privaten Absicherung getüftelt. Man findet zu all diesen Themen unglaublich viele Infos, aber die richtigen für sich selbst herauszufiltern und das auszuwählen, was man wirklich braucht, war gar nicht so einfach.

Kann man mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?

Na klar! Am Anfang steht immer eine Idee. Ob sie tragfähig genug ist, um daraus ein Business zu machen, muss sich zeigen. Aber um das herauszufinden ist anfangen und Erfahrungen sammeln doch wichtig.

Welche Vision steckt hinter Katharina Meise Redaktion Text PR?

Ich würde sogar sagen, es sind zwei Visionen: Erstens wie eingangs erwähnt die Vision, meinem Beruf nachzugehen, ohne dabei meine Familie zu vernachlässigen – und umgekehrt. Das muss möglich sein! Zweitens steckt hinter meiner Unternehmung die Vision, Unternehmenskommunikation und PR besser zu machen. Es gibt zum Glück immer mehr Firmen, auch kleine und oft alteingesessene, die sich – oftmals durch einen Generationenwechsel in der Geschäftsführung – dem Thema Öffentlichkeitsarbeit öffnen. Sie merken, dass eine positive Außenwirkung dabei hilft, gute Mitarbeiter zu finden, neue Kunden zu gewinnen oder ihre bestehenden Kunden immer wieder aufs Neue zu begeistern. Oft sind gerade diese Unternehmen aber unsicher, wie sie es angehen sollen. Sie haben vielleicht eine Website, die sie selbst getextet haben, betreiben eine Facebook-Seite – und dann kommt die Ratlosigkeit. Ihnen dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen und sympathisch und professionell zu kommunizieren, das ist meine Vision.

Wer ist die Zielgruppe von Katharina Meise Redaktion Text PR?

Einerseits Agenturen, die redaktionelle oder PR-Unterstützung brauchen. Andererseits kleine und mittelständische Unternehmen, die ihre Unternehmenskommunikation verbessern oder auch neu aufbauen wollen.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Katharina Meise: Ich denke, das ist die Kombination aus Branchenwissen und der fachlichen Erfahrung in allen Teilbereichen der Öffentlichkeitsarbeit. Als Journalistin weiß ich, wie Redaktionen arbeiten und was Journalisten brauchen, um ihre Arbeit tun zu können. Durch meine Agentur-Erfahrung habe ich ein gutes Netzwerk bei ganz unterschiedlichen Medien aufgebaut und eine ausgeprägte Dienstleister-Mentalität entwickelt. Außerdem bin ich als ehemalige Agentur-Mitarbeiterin gut darin, mich schnell und gründlich in ganz unterschiedliche Themen einzuarbeiten. Durch meine Zeit als PR-Verantwortliche in einem Industrieunternehmen kenne ich schließlich auch die Herausforderungen und Wünsche, die auf Kundenseite oft bestehen – und ich weiß, wie ich ihnen am besten begegne.

Wie hat sich ihr Unternehmen mit Corona verändert? Wie haben Sie sich darauf eingestellt und welche Änderungen haben Sie vorgenommen?

Ich habe mein Unternehmen während Corona gegründet. Für mich hat diese Pandemie wie ein Katalysator funktioniert: Mir ist bewusst geworden, wie wichtig für mich Flexibilität in der Gestaltung meiner Arbeitszeit ist. Wie wohl alle Familien waren auch wir plötzlich mit der Tatsache konfrontiert, dass die Kita geschlossen ist und wir die Kinderbetreuung selbst übernehmen mussten. In meinem bisherigen Job als Angestellte hätte ich diesen Spagat vermutlich nicht hinbekommen. Als Selbständige konnte ich mir meine Arbeit frei einteilen, konnte selbst entscheiden, wann und wie viel ich arbeite und wann die Familie Vorrang hat. So lange ich die vereinbarten Lieferzeiten für meine Auftraggeber eingehalten habe, natürlich. Mein eigener Chef zu sein, das ist für mich sehr wertvoll. Corona hat mir also dabei geholfen, die Idee von der Selbständigkeit in die Tat umzusetzen.

Wo sehen Sie in der Krise die Chance?

Katharina Meise: So eine Krise wie Corona zwingt uns alle dazu, unser meist rasend schnelles Leben zu verlangsamen. Das gibt uns die Möglichkeit, über vieles nachzudenken und zu hinterfragen, was sonst einfach immer selbstverständlich war. Das wiederum birgt die Chance, neue Ideen zu entwickeln und andere Perspektiven einzunehmen. Wir sind durch Corona gezwungen, ausgetretene Pfade zu verlassen und Dinge anders anzugehen, auch und gerade in der Arbeitswelt. Veränderungen bedeuten immer die Chance zur Verbesserung – es kommt oft nur darauf an, was wir daraus machen.

Katharina Meise Redaktion Text PR, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren möchte ich einen festen Platz in der Unternehmenskommunikation meiner Kunden haben und mit ihnen immer wieder neue Aufgaben und Projekte angehen. Und ich habe noch immer genau so viel Freude an meiner Arbeit wie jetzt!

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?

Erstens: Vernetzt euch! Sucht euch andere Gründerinnen und tauscht euch aus. Es gibt immer Tipps und Tricks, die es wert sind, geteilt zu werden. Die Erfahrungen, die andere gemacht haben, können auch euch zugutekommen.

Zweitens: Macht euch die Mühe und schreibt einen gründlichen Businessplan! Es ist zwar eine etwas zähe Arbeit, vor allem der Zahlenteil und die vielen Berechnungen, die alle Eventualitäten abdecken sollen. Aber es lohnt sich! Wenn ihr das geschafft habt, habt ihr einen hervorragenden Überblick über euer Geschäftsmodell und könnt realistisch einschätzen, ob eure Idee trägt oder ob ihr vielleicht noch irgendwo nachbessern müsst.

Drittens: Hinterfragt euch und habt Spaß an dem, was ihr tut! Ist das, was ihr vorhabt, wirklich euer Herzensprojekt? Nur wenn ihr zu 100 Prozent dahinter steht, dafür brennt und bereit seid, alles zu geben, habt ihr eine Chance auf Erfolg. Und der macht Spaß!

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Katharina Meise für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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