Liebe und Leidenschaft für dein Produkt und der Rest ist: Machen!

KARACHO Cold Brew Kaffee erfrischend, leicht verträglich und besonders koffeinhaltig

Stellen Sie sich und das Startup KARACHO doch kurz unseren Lesern vor!
Danke erstmal für die Chance auf das Interview, liebe Sabine! Wir sind die Gründer von KARACHO und heißen Merlin Stellwag und Jonas Braun. Und wir stellen „kalten Kaffee“ her. Viele schütteln an diesem Punkt immer den Kopf (lacht)… Aber tatsächlich ist das neue Zubereitungsverfahren von sogenanntem ‚Cold Brew Coffee’ eine geniale Sache. Statt ihn heiß aufzubrühen, zieht unser Bio-Kaffee vierzehn Stunden in kaltem Wasser und enthält dadurch bis zu 70 Prozent weniger Säuren und Bitterstoffe. Das wird mit Bio-Vollmilch oder Bio-Kokoswasser in eine Dose aus umweltschonendem Kartonmaterial abgefüllt und ist damit die Alternative zu zuckersüßen Energydrinks oder kalorienhaltigen kalten Kaffeegetränken für unterwegs

Wie ist die Idee zu KARACHO entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Kaffee ist uns allen eine Herzensangelegenheit, weswegen wir viel Aufwand in fairen Handel, nachhaltigen Anbau und hohe Qualität stecken. Jonas hat mittlerweile die Familienrösterei seines Vaters übernommen und Merlin zog bereits vor der Gründung der KARACHO GmbH ein weiteres Kaffee-Startup auf.
Die ursprüngliche Idee zum Produkt kam Merlin durch seinen vorherigen Job als Berater, in dem er schlaflose Tage mit Energydrinks und zuckrigen Fertigkaffees durchstehen musste. Ihm war klar: Das muss auch irgendwie gesünder gehen.

Nach vielen Küchenexperimenten mit Utensilien aus dem Hobby-Imker-Bedarf war schließlich der erste Cold Brew geboren. Und da die kleine Kochnische irgendwann nicht mehr ausreichte, wand er sich an die mittelständische Rösterei aus Mainaschaff. Jonas hatte sich seinerseits schon intensiv mit dem Thema Cold Brew beschäftigt und bot zu dem Zeitpunkt schon verschiedene professionelle Herstellungsmöglichkeiten und Abfüllmengen an. Das hat also einfach volles KARACHO gepasst!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Dafür reicht der Platz hier wahrscheinlich nicht (lacht). Da gab es einiges, besonders da wir eigenfinanziert sind und somit nach jeder Produktion hoffen, dass alle Produkte erfolgreich abverkauft werden. Die Suche nach einer umweltschonenden aber praktischen Verpackung hat uns ebenso verrückt gemacht. In Europa gibt es nur einen Abfüller unserer jetzigen ‚CartoCan’. Einen Weg zu finden, unser KARACHO haltbar und nachhaltig abzufüllen, hat sehr lange gedauert.

Manchmal denkt man „Die Marketingmaßnahme wird auf jeden Fall alle umhauen!“ und dann tut sie das am Ende doch nicht. Der Weg ist auf jeden Fall mühsam und voller Hoch und Tiefs. Aber jetzt, wo die Zahl unserer Kunden stetig wächst, und wir sehen können, wie Konsumenten auf unser Produkt reagieren, hat sich aller Schweiß vollkommen gelohnt!

Vor kurzem haben Sie eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne erfolgreich abgeschlossen. Warum haben Sie sich für ein Crowdfunding entschieden?
Unser Produkt war schon immer als „von uns für den Endkunden“ gedacht. Wir wollen ein Produkt anbieten, das Menschen wie uns täglich dabei hilft, unterwegs eine leckere, koffeinhaltige Erfrischung zu sich zu nehmen. Ohne viele Kalorien, Zucker und frei von Chemie. Daher lag auf der Hand, dass wir im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne schauen, ob dieser „Need“ auch tatsächlich vorhanden ist und ob uns potenzielle Kunden unterstützen würden. Auch in der Produktentwicklung ist das unser Anspruch. Feedback unserer Kunden ist für uns das mit Abstand wichtigste Entscheidungskriterium, wenn es um die Weiterentwicklung unserer Produkte geht.

Was haben Sie seither schon umsetzen können?
Vieles auf das wir stolz sind. Wir konnten um uns mittlerweile ein kleines tolles Team aus begeisterten und klugen Köpfen gewinnen, und sind mittlerweile im Online-Handel (u.a. Amazon) und Offline-Handel (viele kleine, vertrauensvolle Wiederverkäufer sowie ausgesuchte Handelspartner) verfügbar. Das Interesse und die Begeisterung für unsere Produkte steigt stetig, und das fühlt sich für uns natürlich extrem gut an.

Sie sind jetzt in einen dm-Märkten vertreten. Wie wichtig ist dieser Schritt?
Für uns sehr wichtig, aber auch eine schwierige Entscheidung. Immer wieder kam seitens interessierter Kunden die Frage „Wo kann ich das probieren?“ und über den Online-Handel versenden wir eben keine einzelnen Dosen. Daher sind wir froh, dass wir die Frage jetzt mit „in (fast) jeder Stadt“ beantworten können.

Die Wahl eines Handelspartners war aber auch nicht einfach. Mit dm haben wir einen Partner gefunden, der unsere Wertevorstellungen und unsere Philosophie teilt, und unser Produkt passt gut in das bestehende Sortiment und auf die Zielgruppe von dm. Daher blicken wir optimistisch auf die Zukunft dieser Zusammenarbeit, sind uns aber der Verantwortung dieses Schrittes bewusst.

Wer ist die Zielgruppe von KARACHO?
KARACHO ist für ernährungsbewusste Konsumenten, die gerne mal Neues ausprobieren. Das Geschmackserlebnis ist definitiv neuartig. KARACHO eignet sich wunderbar als Booster vor dem Sport, die Variante Coconut ist mit Bio-Kokoswasser speziell für Veganer gedacht und generell ist es in der Dose einfach praktisch für unterwegs.

Auf was achten Sie bei der Auswahl der Zutaten?
Auf die Qualität und die Herkunft. Wir arbeiten ausschließlich mit einer südindischen Kaffeefarm aus Siddapur, von der wir unsere Kaffeebohnen direkt beziehen. Dort wird viel Wert auf ökologischen Anbau gelegt, und die Arbeiter werden fair bezahlt. Solche Faktoren sind uns extrem wichtig. Auch Kokoswasser sowie Milch sind zu 100 Prozent biologisch und dieser Ansatz spiegelt sich in der umweltschonenden Verpackung sowie Aktionen wie dem #STUTTKARTON wider.

Was ist das Besondere an den KARACHO Drinks?
KARACHO ist ein einzigartiges Geschmackserlebnis und die natürliche Alternative zum Mitnehmen. Besonders die Kombination aus Kokoswasser und Cold Brew war so bisher nicht verfügbar und kommt super an. Wir wirtschaften fair und wählen die qualitativ hochwertigsten Zutaten für das Produkt aus. Letztendlich profitieren Kunden von einem natürlichen Koffeingetränk mit wenigen Kalorien, Zucker und ohne Chemie.

Wie ist das Feedback?
Die Variante Latte bekommt super Feedback! Unsere Community mag, dass das Produkt nicht so übersüßt und sahnig aber trotzdem leicht cremig ist. Coconut wird von vielen Veganern und Sportlern, die Kokoswasser gerne mögen, extrem gefeiert. Dennoch polarisiert das Produkt stark, und das ist für uns ein sehr positives Zeichen. Jeder soll über seine Meinung zu KARACHO schließlich selbst entscheiden.

KARACHO, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Soweit möchten wir aktuell noch gar nicht denken, aber natürlich wünschen wir uns, dass mehr und mehr Menschen von KARACHO begeistert sind und unsere Community aus treuen Kunden weiterhin so super wächst. Vielleicht nimmt der ein oder andere irgendwann nicht mehr den Energydrink aus dem Kühlregal sondern entscheidet sich für natürliches KARACHO.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Der Aufbau eines neuen Produkts und eines Unternehmens ist steinig und lang und hört nie. Wer keine Leidenschaft für sein Produkt mitbringt, wird es schwer haben, und letztlich ist der Weg das Ziel. Daher wäre unser Rat: sucht euch etwas, wofür ihr eine echte Leidenschaft empfindet, lasst euch von Zweiflern nicht abbringen, und hört rechtzeitig und kontinuierlich auf das Feedback eurer Kunden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Merlin Stellwag und Jonas Braun für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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