Kaffee-Kooperative Fairtrade Bio-Kaffee aus Ruanda

Kaffee-Kooperative importiert fertig gerösteten Kaffee aus Ruanda

Stellen Sie sich und Ihr Startup Unternehmen Kaffee-Kooperative doch kurz vor!
Kaffee-Kooperative.de importiert fertig gerösteten Fairtrade-Spitzenkaffee aus Ruanda, zu einem erschwinglichen Preis.
Kaffee-Kooperative.de, das sind Xaver Kitzinger in Berlin und Allan Mubiru in Kigali, Ruanda zusammen mit unseren Freunden von Marpha Consulting Melanie und Johannes.
Wir sind ein internationales Team, das den Vertrieb von Fairtrade-Bio-Kaffee verändern will: Wir importieren den fertig gerösteten Kaffee, so dass der gesamte Produktionsprozess bei unseren fähigen Partnern in Ruanda verbleibt. Wir unterstützen diese dabei, neue Märkte zu erschließen und somit die ruandische Wirtschaft zu stärken, um die Strukturen vor Ort zu festigen.
Unsere Partner vor Ort sind mehrfache Gewinner des „Rwanda Cup of Excellence“, der die besten ruandischen Kaffees des Jahres kürt.

Wie ist die Idee zu Kaffee-Kooperative entstanden und wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Allan war über das Klimaschutzstipendium der Alexander von Humboldtstiftung in Berlin und ich war sein Host. Daraus hat sich eine enge Freundschaft entwickelt.
Ich trinke leidenschaftlich gerne Kaffee und mir ist aufgefallen, dass es in Ruanda hervorragenden Kaffee zu kaufen gibt, der als Mitbringsel reichlich nach Deutschland transportiert wurde. Als dann die ersten Fragen kamen – „Wann fährst Du wieder nach Ruanda und bringst Kaffee mit?“ – war die Geschäftsidee schnell geboren. Melanie und Johannes von Marpha Consulting konnten wir auch schnell überzeugen und sie kümmern sich darum, dass Kaffee-Kooperative.de in Deutschland bekannt und sichtbar wird.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?
Die größte Herausforderung war und ist, dass wir permanent Neuland betreten. Gerösteter Kaffee wird derzeit in Ruanda nur für den heimischen Markt hergestellt und auch in Deutschland gibt es das quasi nicht. Wir haben daher am Anfang vor allem daran gearbeitet, eine Partnerkooperative zu finden, die einen konstant guten Kaffee in ausreichenden Mengen herstellen kann und dann haben wir viele Tests durchgeführt, um herauszufinden, ob wir einen konkurrenzfähigen Kaffee importieren können. Mit der Musasa Dukundekawa-Kooperative und den Röstern von Rwashoscco haben wir alle Herausforderungen meistern können und sind jetzt bereit für die erste größere Lieferung.
Da wir fertig verpackten Kaffee importieren, hält sich der Finanzbedarf sehr in Grenzen, da wir keine Produktion oder Verarbeitung haben. Allerdings muss der Kaffee im Voraus bezahlt werden inklusive der deutschen Kaffeesteuer. Daher haben wir eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

Warum haben Sie sich für eine Crowdfunding Finanzierung entschieden?
Um das System aus Bestellung, Vorratshaltung und Vertrieb zum Laufen zu bringen, finanzieren wir die erste Bestellung bei unseren Röstern in Kigali über Vorbestellungen. Per Crowdfunding-Kampagne kommunizieren wir unser Konzept und erhalten so die nötigen finanziellen Mittel und hoffentlich auch gleich die ersten zufriedenen Stammkunden.

Was erhalten die Unterstützer?
Tollen Kaffee! Die Mindestbestellmenge liegt bei 1 kg, aber die meisten bestellen deutlich mehr. Unser größter Unterstützer bisher hat gleich 50 kg vorbestellt!

Wer ist die Zielgruppe von Kaffee-Kooperative?
Jeder der guten Kaffee trinken will und dabei auch noch genau wissen will, wo der Kaffee herkommt und wie er hergestellt wurde. Wir laden jeden Kaffeetrinker ein, nach Ruanda zu kommen und sich die Kooperative und Röstung anzusehen.

Woher stammt der Kaffee?
Unser Maraba-Kaffee stammt aus Fairtrade-zertifiziertem Anbau. Allan, Mitbegründer von Kaffee-Kooperative und vor Ort ansässig, überzeugt sich regelmäßig von der Produktqualität und den nachhaltigen Strukturen in unserer Partner-Kooperative Musasa. Unser Maraba Cafe ist ein wunderbar milder und aromatischer, geschmackvoller Kaffee aus den Vulkanbergen Ruandas, dem Land der tausend Hügel. 100% Arabica, Bourbon-Bohne, angebaut auf fast 2000 Metern Höhe. Von der Kaffeekirsche bis zur fertigen Bohne wird vier Mal handverlesen. Die erfahrenen Röstmeister von Rwashoscco(Rwanda Small Holders Speciality Coffee Company) produzieren den fertigen Spitzenkaffee Crema per schonender Trommelröstung. Er eignet sich perfekt für Filter, Vollautomaten und Frenchpress und ist fein gemahlen auch in Espressomaschinen ein Genuß. In Zukunft werden wir auch eine Espressoröstung anbieten.

Wie wichtig ist Ihnen FairTrade?
Fairtrade ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Unser Kaffee wird unter fairen Bedingungen von unserer Partnerkooperative (Fairtrade international zertifiziert) nicht nur angebaut, sondern auch lokal schonend geröstet und Aroma-verpackt. Wir nennen unseren Kaffee daher Fairtrade Plus! Wir sprechen mit Fairtrade International, um das Engagement auch in Form eines Zertifikats auf der Packung sichtbar machen zu können.

Kaffee-Kooperative,wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?
Zunächst wollen wir den deutschen Markt für die Musasa-Kooperative so weit erschließen, dass sie den größten Teil ihrer Ernte als fertiges Produkt vermarkten kann.
Aber wir sind offen für weitere Länder und Kaffeesorten. Gerade habe ich fantastischen gerösteten Kaffee aus Haiti mitgebracht bekommen. Langfristig soll Kaffee-Kooperative.de als Handelsplattform für fairen und transparent gehandelten Kaffee dienen, also für Kaffees die direkt im Herstellerland geröstet und verpackt werden.

Zum Schluss: Welche Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?
Wir stehen ja selbst noch ganz am Anfang, daher bitte noch mal in einem halben Jahr fragen. Aber immer wenn es schwierig wird, blättere ich in „Kopf schlägt Kapital“ von Günter Faltin, da sieht dann alles wieder ganz einfach aus.

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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