Freitag, September 17, 2021

Risiko ist gut, aber nur mit konkretem Plan

Meist Gelesene Beiträge

Die Zielgruppe kennen

Sei beharrlich!

Schnelle Iterationen

Sabine Elsässer
Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

Jynx Productions deutsch-amerikanische Videoproduktionsfirma- sorgfältige, gut recherchierte, und kreative Arbeit

Stellen Sie sich und das Startup Jynx Productions doch kurz unseren Lesern vor!

Wir sind eine deutsch-amerikanische Videoproduktionsfirma, die aus den USA internationale Kunden bedient. Dazu gehören Fernsehsender wie Pro7 und CNN, Organisationen wie die Weltbank und Marken wie Red Bull. Ich persönlich bin in München aufgewachsen, haben dann in London und New York beim Wirtschaftssender Bloomberg TV sowohl vor als auch hinter der Kamera gearbeitet, und habe schließlich 2005 Jynx Productions mit meiner Frau Kathleen gegründet.

Warum haben Sie sich entschieden, ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe ein paar Jahre lang im corporate Bereich gearbeitet – lange genug, um zu wissen, dass ich da langfristig nicht glücklich sein werde. Anzug tragen und immer neue Chefs – das war nichts für mich. Als ich mich frei gemacht habe, habe ich relativ schnell gemerkt, dass es in den USA im Medienbereich eine Nische gibt für deutsch-amerikanischen content. Daraus ist dann die Geschäftsidee für Jynx entstanden. Und weil genau zu dem Zeitpunkt meine Frau auch genug von ihrem corporate job hatte, haben wir gesagt – Now or never, wir probieren es einfach mal.

Welche Vision steckt hinter Jynx Productions?

Es ist relativ simpel: Wir wollen sorgfältige, gut recherchierte, und kreative Arbeit für unsere Kunden leisten. Und dabei Spass haben. Wir sind stolz auf das internationale Team an kreativen Köpfen, das wir zusammengestellt haben, und auf die Mischung aus europäischem und amerikanischem Know-How, die wir unseren Kunden anbieten können.

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Wir sind komplett eigenfinanziert. Den ersten Scheck, den wir damals von unserem Privatkonto auf unser Firmenkonto ausgestellt haben, habe ich noch. Der war über $5000. Das war unser erstes Kapital.

In unserer Branche und überhaupt als Firmeninhaber gibt es ständig Herausforderungen. Das hält einen jung, und macht den Job ja auch so spannend. Es gibt komplizierte Projekte und Drehs, bei denen alles schief läuft – das sind die Herausforderungen, die richtig Spass machen, weil man als Team nach kreative Lösungen suchen muss – und am Ende total stolz darauf sein kann, was man da zusammen gerissen hat.

Und dann gibt es die unangenehmen Herausforderungen – Geplatzte Verträge, falsche Personalentscheidungen, schwierige Kunden, die einem das Leben schwer machen. Aber wir sind da inzwischen doch sehr abgeklärt. Wenn es mal ein Tief gibt, weiss ich, dass man da auch wieder rauskommt. Dieses Glauben an mich selbst und die Firma hatte ich am Anfang nicht – das muss man richtig lernen.

Wer ist die Zielgruppe von Jynx Productions?

Im Fernsehbereich sind wir relativ jung ausgerichtet – unsere Dokus sind für die Zielgruppe 14-39 gedacht. Bei den Firmenkunden kommt es komplett auf die Kunden an – da sind wir ganz flexibel. Grundsätzlich ist es im Medienbereich aber so, dass die meisten Kunden sich auf uns verlassen, ein zeitgemässes (und das heisst meist: junges) Produkt abzuliefern.

Wie funktioniert Jynx Productions? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Wir sehen uns als „Grownups in the room“. Viele Videoproduktionsfirmen in den USA sind sehr jung. Da arbeiten Leute, die unheimlich kreativ sind und immer die neueste Technik paart haben – die aber nicht unbedingt wissen, wie man mit Kunden umgeht, wie man plant, und wie man eine Vision langfristig umsetzt.

Dazu kommt unsere internationale Erfahrung, und die Tatsache, dass wir sowohl die europäische als auch die US-Kultur verstehen. Firmenkunden schätzen außerdem, dass wir uns als Storyteller und Journalisten sehen. Es geht uns nicht nur darum, die coolsten Bilder einzufangen – wir möchten auch wirklich verstehen, wie eine Firma funktioniert, oder was konkret auf der Konferenz besprochen wird.

Jynx Productions, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zwei grosse Ziele: Wir möchten unseren Imagefilmbereich ausbauen. Wir möchten eine TV-Serie bei einem grossen amerikanischen oder internationalen Anbieter unterbekommen

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

Risiko ist gut, aber nur mit konkretem Plan

Man kann nicht alles selber machen! Es ist ok, an andere abzugeben.

Penibel aufs Budget achten – gerade am Anfang.

Wir bedanken uns bei Johannes Wiebus für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

- Advertisement -spot_img

Das könnte dir auch Gefallen

StartupValley Magazin

- Advertisement -spot_img
spot_img

Neueste Beiträge

Erhalte regelmäßig die neuesten internationalen Start-up-News

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.