Entwickle einen unbändigen Willen, um deine Ziele zu erreichen

Ju Create hochwertige, individuell gestaltbare Glasgefäße

Stellen Sie sich und das Startup Ju Create doch kurz unseren Lesern vor!

Mein Name ist Edik. Ich bin 30 Jahre alt und ich habe die Marke Juna ins Leben gerufen, der übrigens den Name meiner Tochter trägt.

Ju Create steht für hochwertige, individuell gestaltbare Glasgefäße, die man mittels Fotos im gängigen 10x15cm Format (später auch in 9x13cm & 13x18cm) von zu Hause aus jederzeit einfach gestalten kann. Hierbei ist der Anwender nicht an vorgegebenen Farben und Gestaltungseinschränkungen gebunden, sondern kann seiner Fantasie frei in Lauf lassen.

Warum haben Sie sich entschieden ein Unternehmen zu gründen?

Ich habe elf Jahre in der „grünen Branche“ gearbeitet und nach der Lehre zur Fachkraft für Lagerlogistik verschiedenste Positionen in einem Großhandel für Gärtnereibedarf bekleidet. Nachdem die Aufstiegschancen nicht mehr gegeben waren und ich noch nicht an meinem geistigen Limit angelangt war, war nicht die Frage ob oder wann, sondern womit ich gründen werde.

Im September 2016, einen Monat vor der Geburt meiner Prinzessin Juna, hatte ich mehr oder weniger durch Zufall mit einem ehemaligen Arbeitskollegen die Idee zu wieder gestaltbaren Blumenübertöpfen. 

Seit Sekunde eins hat mir dieser Gedanke keine Ruhe gelassen und somit bin ich am Ball geblieben. Ich wollte gerne meine geistige Grenze ausreizen und mich persönlich weiterentwickeln.

Die Vorstellung ein Unternehmen selbst zu gestalten und meine vielseitige Erfahrung mit einzubringen, war und ist für mich sehr reizvoll. Meine Lernbereitschaft hat mir geholfen die bisherigen unternehmerischen Hürden zu meistern. Ich habe bisher sehr viel gelernt und freue mich auf die Aufgaben, die noch auf mich zukommen werden.

Welche Vision steckt hinter Ju Create?

Vermutlich die Meisten kennen es. Man ist im Gartencenter seines Vertrauens und hat auch die gewünschte Pflanze in der Hand, jedoch nicht den passenden Topf dazu.

Der Markt ist überflutet mit (Über-)Töpfen aus Kunststoff, Ton, Keramik, Glas und weiteren Materialien, jedoch fehlt die Möglichkeit diese so zu gestalten, sodass sie danach auch hochwertig aussehen und nicht als, ob sie für den Kindergarten gedacht sind. Oder die Gestaltungsmöglichkeit ist erst gar nicht gegeben.

Selten passt sich der Blumentopf der Pflanze und seinem Umfeld an. Ich meine, sie haben ihr Wohnzimmer in rot weiß gestrichen und haben fünf Blumentöpfe in den verschiedensten Farben auf der Fensterbank stehen, die nicht in das Raumkonzept passen. Das muss nicht sein!

Von der Idee bis zum Start was waren bis jetzt die größten Herausforderungen und wie haben Sie sich finanziert?

Die Produktentwicklung hat ca. 1 1/2 Jahre in Anspruch genommen. Hey, ich bin kein Designer oder Produktentwickler gewesen, sondern gelernter Lagerlogistiker. Als dieser Schritt vollzogen wurde und meine Frau und ich uns aus Plexiglas unseren ersten zusammengebauten Prototypen angesehen haben, musste ich mir ehrlich gesagt die Tränen verkneifen. Der Papierindustrie wäre es wohl lieber gewesen, wenn ich da noch nächtelang Weitersitzen und an jedem Millimeter Pfeilen würde, als zum nächsten Schritt zu gelangen.

Der nächste Meilenstein war die passende Fabrik zu finden, die das Gefäß mit dem unscheinbaren, aber komplizierten Aufbau produzieren konnte, denn Formenbauer und Hersteller haben mir erzählt, dass dies mit dem Material Glas schlicht unmöglich sei, oder nur bei bestimmten Voraussetzungen. 70 angefragte Unternehmen in Europa und Asien haben abgewunken. Ein Südeuropäer ist mir nach eigentlicher Zusage dann noch abgesprungen und in Asien bin ich dann doch fündig geworden. 

Die Resonanz für den Prototypen war bei Umfragen überwältigend. Aktuell bin ich an der Erstfinanzierung bei und spätestens nach meiner Asienreise im November auf einem guten Weg auch diese Hürde zu meistern. Im Nachgang weiß ich, dass ich hätte viel früher diese Reise antreten müssen, aber hey, kein Meister ist vom Himmel gefallen und man wächst mit seinen Fehlern und Aufgaben.

Wer ist die Zielgruppe von Ju Create?

Im B2C Bereich sind ganz klar Frauen meine Zielgruppe, die von 30 bis 65+ Jahren sich sicherlich für den Artikel interessieren werden. Hierbei entscheidet jede Frau natürlich selbst, ob sie Juna als Einrichtungsgegenstand für die eigenen vier Wände sieht, oder z.B. der eigenen Mutter eine besondere Freude machen möchte.

Die Männer spielen hier die Rolle des Schenkers..

Da man der Fantasie frei in Lauf lassen kann, ist es im B2B Bereich sinnvoll, dass Juna als Werbeträger fungiert. Dabei ist vieles möglich. Egal ob es in der Gastronomiebranche, in Hotels, oder auf Events mit Werbung oder dem Logo der Sponsoren bestückt wird. Eines ist sicher – die Vase in Kombination mit prachtvollen Blumen und den Motiven ist ein Blickfang. Und das ist doch das Ziel eines Werbetreibenden. Dabei ist das Schönste, dass die Kombination aus Vase, Blume und Werbefläche unter anderem eines der teuersten Werbeplätze z.B. auf Events einnehmen kann, und zwar den auf den Tischen.

Was ist das Besondere an dem Produkt? Wo liegen die Vorteile? Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern?

Es gibt viele Besonderheiten an meinem Baby. Der USP ist beim ersten Sichtkontakt deutlich. 

Die weiteren Besonderheiten, bzw. Vorteile sind, dass man mit einer Kaufentscheidung ein langlebiges und massiv gebautes 4 in 1 Produkt mit nach Hause nimmt. Das Gefäß ist nicht nur als Blumenübertopf, sondern auch als Vase für Schnittblumen, Blumentopf und als Kerzenhalter einsetzbar. Dabei sind die benötigten Komponenten für alle vier Ausführungsmöglichkeiten im Lieferumfang enthalten. Diese sind die Basis (das Gefäß selbst) und ein Deckel, bei dem der Kunde zwischen 3 Lochkreisen für vier verschiedene Pflanztopfgrößen aussuchen kann. Des Weiteren sind ein Naturkautschuk- Dichtring, sowie ein Bambusstäbchen mit Wollfaden zur automatischen Wurzelbewässerung in der Übertopffunktion enthalten.

Der Anwender kann je nach Laune, Jahreszeit, oder Anlass zwischen diesen vier Ausführungen entscheiden und die Motive mit den Fotos zu Hause, austauschen. Es entstehen keine weiteren Kosten, außer zum Drucken der Fotos, falls nicht schon geschehen.

Die größten Unterschiede sind gegenüber den Mitbewerbern, neben den im obigen Absatz erwähnten Gegebenheiten, dass es sich hierbei wirklich um Glas handelt, was dem Produkt den benötigten edlen Touch verleiht. Es ist noch keinem Anbieter gelungen solch ein Produkt komplett aus Glas und in einem Stück anzufertigen! Die Ausführungsmöglichkeiten und die Gestaltungsfreiheit sind bisher einzigartig und runden das riesige Produktpotenzial ab.

Ju Create, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Zwar sind fünf Jahre eine sehr lange Zeit für ein Startup, aber meine Ziele sind ambitioniert. 

In fünf Jahren soll sich der Kunde im Einzelhandel zwischen den bisherigen Blumengefäßen und meinem Produkt entscheiden können. Der Mehrwert gegenüber anderen Produkten ist gegeben. Der Kunde entscheidet letztendlich, welches Produkt zu welchem Anlass sich am besten eignet.

So lange wird es nicht dauern, bis der eigene Shop online geht mit einem Rundum-Service. Die Geschenk- und Hochzeitsbranche sollen über den Shop abgedeckt werden, bei denen der Verbraucher sich im DLX Paket Extras wie ausgedruckte Fotos, hochwertige und vielseitige Pflanzen und der dazu angemessene Dünger, uvm. aussuchen kann. Gerne verschicken wir es zum gewünschten Zeitpunkt an die gewünschte Adresse.

Die Hochzeits-, Gastronomie- und Hotelbrache, wie auch Eventagenturen stehen in Zukunft B2B Bereich im Fokus. Andere Branchen werden sicherlich noch folgen.

In fünf Jahren sollen auch die ersten Ableger im europäischen Ausland das Shopkonzept übernommen haben, um dem Besteller, egal ob End- oder Geschäftskunde, ein farbenvielfältiges Shoperlebnis zu bieten.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründern mit auf den Weg geben?

  1. Es ist erlaubt Fehler zu machen, denn kein Meister ist vom Himmel gefallen. Hole dir notfalls professionelle Hilfe.
  2. Glaube an dich, deine Fähigkeiten und deine Idee. 
  3. Entwickle einen unbändigen Willen, um deine Ziele zu erreichen. 

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Anna von der Heiden für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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