Vom etablierten Unternehmen ins Start-up: ein Jobwechsel mit Hindernissen

Passe ich ins Unternehmen? Was denken Führungskräfte und Kollegen über mich? Und wie schaffe ich es, wirklich etwas zu bewegen?

Einen Job zu wechseln, bedeutet immer, Neuland zu betreten und etwas zu wagen. Und natürlich fragen Sie oder Ihre Mitarbeiter sich, ob Sie ins neue Unternehmen passen. Besonders knifflig wird es allerdings dann, wenn Sie aus einem etablierten Unternehmen kommen und in ein Start-up wechseln – und umgekehrt. Für ein paar Hindernisse sollten Sie dann gewappnet sein. But: No Worries!

Alles umkrempeln

Wenn Sie von einem großen Konzern in ein Start-up wechseln, geht es Ihnen vielleicht wie meinem Bekannten Jonas: Er fand seine neuen Kollegen großkotzig, ignorant und ziemlich seltsam. Letzteres beruhte wohl auf Gegenseitigkeit – wie ihm zu Ohren kam. Er sei altmodisch, nicht auf der Höhe der Zeit und langsam. Für seine neuen Kollegen und Jonas selbst war schnell klar: Er passte einfach nicht in die Kultur des Start-ups.

Was glauben Sie, wie Jonas damit umgegangen ist? Wären da nicht seine großen Ambitionen gewesen, hätte er sicherlich schnell aufgegeben und gekündigt. Aber er hatte sich Großes vorgenommen: Er wollte eine Wende in der Unternehmensgeschichte einleiten. Work hard, dream big.

Wie Jonas es schaffte, die Hindernisse aus dem Weg zu räumen und an seinen Zielen zu arbeiten? Er hatte das Glück, dass seine Führungskraft in diesem neuen Unternehmen das Richtige tat – und agil auf Jonas’ Situation einging. Statt Vorwürfen oder väterliche Ratschläge stellte der Chef Jonas gezielte Fragen. Er lud ihn ein, zu reflektieren und die Perspektive zu wechseln. So erkennt Jonas heute auch, was gut läuft. Er lernt durch die Impulse, die Hindernisse als Chance zu sehen.

Keine Allheilmittel

Dies gelang seinem Chef, weil er die richtigen Coaching-Tools an der Hand hatte. Jonas wurde klar, dass er nicht über Nacht die vorhandene Unternehmenskultur vom Kopf auf die Füße stellen kann. Schließlich ist es nicht möglich, direkt auf die Kultur einzuwirken. Aber mittelbar, durch das Bewegen der richtigen Hebel, ist eine Veränderung möglich. Vielleicht nur nicht so schnell, wie Jonas sich das ursprünglich vorgenommen hatte.

Und eins ist auch klar: Damit Ihre Mitarbeiter Prozesse überarbeiten, Silos auflösen und Mitarbeiter weiterentwickeln, brauchen Sie mehr als Coaching-Tools. Dennoch sind sie ein erster, wichtiger Schritt, um Ihren Mitarbeitern den Einstieg zu erleichtern.

Ohne Tempolimit

Und letztendlich ermöglicht Ihnen der Perspektivwechsel etwas sehr Wertvolles: In einem etablierten Konzern, erfrischt der Blick aus einem Start-up. Ein Start-Up profitiert umgekehrt von langjährigen Erfahrungen aus dem Konzern.

Wer weiß, was Sie und Ihr Team nicht alles erreichen, wenn Sie es schaffen, neue Mitarbeiter in die bestehende Unternehmenskultur einzugliedern und ihnen gleichzeitig den Raum zu geben, Veränderungen umzusetzen – in dem Tempo, das zu Ihrer Organisation passt. Challenge accepted?

Masha Ibeschitz

Beraterin und Coach Masha Ibeschitz ist in den Chefetagen der Welt zu Hause und weiß: Mitarbeiterentwicklung ist keine Hexerei. Mit einigen Coaching-Grundlagen, die sich jede Führungskraft aneignen kann, können Sie Ihre Mitarbeiter Schritt für Schritt zu Top-Performern entwickeln. Ihr neues Buch „Impact“ ist im Wiley-Verlag erschienen. Mehr erfahren: www.ibeschitz.com

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