Better done than perfect!

janettdudda.de: Coach und Unternehmensberaterin

Stellen Sie sich und Ihr Startup janettdudda.de doch kurz unseren Lesern vor!
Ich bin Effektivitätskanone und arbeite mit eCommerce-Teams, in denen es irgendwo hakt -Teams, die meinen, sie müssten produktiver sein und bessere Ergebnisse erzielen. Denen verhelfe ich zum Effektivitäts-Kick.
Man könnte auch ganz langweilig und verstaubt sagen: ich bin Coach und Unternehmensberaterin. Aber das würde meine Persönlichkeit nicht annähernd beschreiben

Warum haben Sie sich entschlossen ein Unternehmen zu gründen?
Ich habe in den letzten 13 Jahren über 5.000 Stunden in Meetings verbracht. Fünftausend! Und davon war mindestens die Hälfte vollkommen unproduktiv! Zum Haare raufen – schlechte Vorbereitung, schleppende Beteiligung, vertagte Entscheidungen, Verantwortung wurde hin- und hergeschubst… und dann der Horrorsatz: „Dann müssen wir uns wohl nochmal treffen!“

So konnte das nicht weitergehen. Ich hatte es satt, meine Lebenszeit zu verschwenden.
Nun werde ich von genervten Projekt- und Produktmanagerinnen kontaktiert. Dann gehe ich in die Unternehmen und schaue mir die Meetings an. In Meetings kommen alle Unzulänglichkeiten der Firma zum Tragen, dir mir als Psychologin sofort ins Auge stechen: Entscheidungsfindung, der Umgang mit Verantwortung und Autorität, Prozesstreue, Risikobewusstsein… Neben einigen Kniffen, die sofort zu 50% produktiveren Meetings verhelfen können, arbeite ich mit den Phänomenen, die auf zwischenmenschlicher Ebene ablaufen.

Wie haben Sie sich als Gründerteam zusammengefunden?
Ich arbeite allein, habe aber immer mein inneres Team dabei. Da ist die Rationale, die sagt, das wird schon, und die Antreiberin, die schreit: „Los, los, der Tag ist kurz!“ Und ab und zu lugt die Zauderin hervor und flüstert: „Das wird alles nichts.“ Aber die wird schnell von der Rationalen hinter ihren Vorhang zurückgeschickt

Was waren bei der Gründung Ihres Unternehmens die größten Herausforderungen?
Das Schwierigste war, mich auf nur eine Sache zu fokussieren. Coaches gibt es in masse und ich musste meine Nische finden.

Gab es jemals einen Punkt, wo Sie dachten das schaffen wir nicht?
Den Punkt gab es, als ich realisierte, wie viel Marketing kostet! Eigentlich war mir das bewusst, denn als Online-Marketing-Direktorin hatte ich auch sehr viel Geld ausgegeben. Aber das war nicht mein eigenes Geld! Zu sehen, wie mir meine eigenen Euro durch die Finger rinnen, bevor ich meine Kampagnen richtig eingestellt und meine ersten Kunden gewonnen hatte, war hart und von Zweifeln geprägt.

Muss man mit seinen Aufgaben wachsen?
Klar. Ich bin nicht nur Coach und Therapeutin, ich bin auch Marketing und Social-Media-Managerin, Vertrieblerin, Buchhalterin, Controllerin, der Admin, der die Druckerprobleme behebt, und die Praktikantin, die Kaffee kocht und kopiert. Außer Kaffee kochen musste ich ziemlich viel ganz neu lernen.

Kann man auch mit einer Idee starten, wenn noch nicht alles perfekt ist?
Absolut! Better done than perfect.

Wer ist die Zielgruppe von janettdudda.de?
Ich wende mich ganz bewusst an Frauen: an TeamleiterInnen, Projekt- und ProduktmanagerInnen und auch an GründerInnen im eCommerce/Digital Business.
Ich kenne die Probleme von Mädels im Unternehmen – Probleme, die ein Mann möglicherweise gar nicht als solche sieht. Zum Beispiel: in der Konstellation „älterer Mann in Führungsposition“ und „jüngere Frau als Mitarbeiterin“ rufen wir Frauen unbewusst Muster ab, die wir aus dem Umgang mit unseren Vätern kennen. Und dann tendieren wir automatisch dazu, auf die erhobene Stimme des Chefs so zu reagieren wie als kleines Mädchen: mit Rückzug oder Entschuldigung.

Was unterscheidet Sie von anderen Anbietern? Wo liegt ihr USP?
Ich bin nicht nur eCommerce-Expertin, sondern auch Effektivitätskanone und Ursachenforscherin. Als Psychologin kann ich tiefer gehen als andere Coaches. Ich arbeite gar nicht erst am Symptom, sondern will die Ursache herausfinden. Nur so kann sich wirklich nachhaltig etwas ändern.
Und ganz wichtig: meine Beratung endet nicht, wenn Ziele und Pläne konzipiert wurden. Das gesamte Unternehmen dazu zu bekommen mitzuziehen, ist die größte Hürde. Die Umsetzung ist bei mir von vornherein Bestandteil der Beratung.

Wie ist das Feedback?
Super! Dieses Feedback eines Kunden, der im Bereich Operations bei einem Global Player beschäftigt ist, erreichte mich kürzlich:
„Since you and I talked a couple weeks ago, so much has changed!
The difference in my teams productivity is incredible. Simply by observing peoples’ behaviors and communication styles, you were able to suggest subtle changes which have a profound impact on the overall culture of the company.“

Da ich auch online und sowohl in deutscher als auch englischer Sprache coache, habe ich einen großen Aktionsradius.

janettdudda.de, wo geht der Weg hin? Wo sehen Sie sich in den nächsten 5 Jahren?
In einem Liegestuhl auf Maui, Laptop mit Videokonferenz auf den Knien. Mein Ziel ist es, ortsunabhängig zu arbeiten, indem ich nur noch online coache.

Welche 3 Tipps würden Sie angehenden Gründerinnen mit auf den Weg geben?
1.Better done than perfect!
2.Von Experten unterstützen lassen, wenn du auf dem Weg zum Ziel damit viel Zeit und Geld sparen kannst. Ich habe mir zum Beispiel Hilfe beim meinem Facebook-Marketing geholt. Die Grundlagen hatte ich drauf, aber lieber habe ich einem Coach 1.000 € bezahlt und meine Ads sofort mit gutem ROI geschaltet, als über 3 Monate hinweg vielleicht 2.000 – 3.000 € zu investieren, um die Geheimnisse selbst herauszufinden.
3.Mein gratis E-Book über produktive Meetings runterladen, um von Anfang an eine fruchtbare Meeting-Kultur zu schaffen, die Zeit und Geld spart: http://janettdudda.de/ebook-produktivere-meetings/

Weitere Informationen finden Sie hier

Wir bedanken uns bei Janett Dudda für das Interview

Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Sabine Elsässer

Sabine Elsässer is founder and chief editor of the StartupValleyNews Magazine. She started her career at several international direct sale companys. Since 2007 she works main time as a journalist. While that time she learned more about the Startup Scene, what made her start her own Startup Magazine the StartupValleyNews.

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